Qualitativ schlechtes Gerät:
Wie so oft gilt auch bei Lüftungen: Wer billig kauft, kauft zweimal. Minderwertige Lüftungen können mit der Zeit anfangen zu schleifen oder bei der Wartung beschädigt werden. Lassen Sie sich im Vorfeld unbedingt professionell beraten, damit Sie eine für Ihr Haus passende Lüftung finden, die Sie ein Leben lang zufrieden stellt.
Minderwertiger Einbau:
Montieren Sie die Lüftung nicht hin zur Straßenseite. Setzen Sie sie stattdessen in die Wand des Gebäudes, die am weitesten von möglichen äußeren Lärmquellen entfernt ist. Ist ein Einbau nicht anders realisierbar, so setzen Sie von Anfang an auf das entsprechende Schallzubehör.
Achten Sie darauf, das Gerät nicht an einer besonders windexponierten Stelle einzubauen. Falls dies nicht möglich ist, kann der Einbau eines Winddruckstabilisators das Problem lösen.
Weisen Sie ihren Lüftungsmonteur darauf hin, eine Schallentkopplung zwischen Lüfter und Außenwand zu installieren. Ansonsten kann die Wand als Resonanzkörper für die Geräusche des Lüfters wirken.
Der Ventilator innerhalb der Wandeinbauhülse sollte möglichst nah an der Außenwand positioniert werden. Je weiter er vom Innenraum entfernt ist, desto weniger Eigenschall dringt in das Haus.
Kein Zubehör zur Schalldämmung:
Wählen Sie eine Lüftung mit integrierter Schalldämmung. Durch besonders große Rotorblätter, eine mehrstufige Umschaltautomatik sowie eine verlangsamte Aktivierung des Ventilators können Eigen- und Durchgangsschall deutlich gemindert werden.
Ungünstig eingestellter Lüfter:
Grundsätzlich gilt: Je stärker eine Lüftung lüftet, desto lauter ist sie dabei. Im Regelbetrieb sollte sie auf maximal 50-prozentiger Leistung laufen. Eine stärkere Belüftung ist nur notwendig, wenn die Feuchtigkeits- oder Schadstoffkonzentration besonders hoch sind (Beispiel, wenn Sie eine Familienfeier mit vielen Personen veranstalten). Anstatt eine Lüftung permanent auf höchster Stufe laufen zu lassen, lohnt es sich, sie durch ein weiteres Gerät zu unterstützen und entsprechend auf niedrigerer Leistungsstufe laufen zu lassen.
Gleichzeitig entstehen durch zu viele Lüftungsgeräte, die auf zu niedriger Lüftungsstufe betrieben werden, überflüssige Kosten. Im besten Falle suchen Sie sich eine professionelle Lüftungsberatung, die Ihnen genau sagen kann, wie viele Lüftungsgeräte Sie für ihr Gebäude brauchen.
Manche Menschen stört das Geräusch einer Lüftung beim Einschlafen. Für diese Fälle verfügen viele Lüftungen über einen sog. Einschlafmodus. Sie regulieren sich am Abend automatisch herunter und werden erst in der Nacht wieder stärker, wenn die Personen bereits eingeschlafen sind.
Unzureichende Reinigung und Wartung:
Eine Lüftung sollte regelmäßig gereinigt werden. Der Aufwand hierfür ist allerdings sehr überschaubar. Die wenigen Einzelteile können leicht auseinandergebaut werden und müssen in der Regel nur feucht ausgewischt oder abgesaugt werden. Einige verstopfte Filter muss man durch neue ersetzen. Andere kann man nach der Reinigung wiederverwenden. Führt man nicht mindestens 1x im Jahr eine Reinigung durch, kann durch verdreckte Bauteile der Geräuschpegel ebenso nach oben gehen.
Die gute Nachricht:
Dezentrale Lüftung kann sehr geräuscharm betrieben werden, wenn vorab auf bestimmte Dinge besonders geachtet wird. Selbst sehr geräuschsensible Bewohner können darauf vertrauen, dass spezielle Schalldämmgeräte im Schlafzimmer keine Geräusche zulassen, sodass Sie in Ruhe und Stille schlafen können.