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Abluftanlagen
Infos und Tipps zu Funktion und Einbau

Beim Kochen, Duschen, Waschen und anderen Alltagsaktivitäten entsteht täglich viel Feuchtigkeit in der Raumluft. Beim Kochen verteilen sich zusätzlich Fettpartikel und Geruchsmoleküle in der Luft. Durch das Fensteröffnen können Sie einen gewissen Anteil an Feuchtigkeit und anderen Substanzen aus der Raumluft entfernen, allerdings bleiben häufig eine Restfeuchte und kleinste Partikel zurück, die sich im Innenraum ablagern können und einen idealen Nährboden für Schimmel bilden. 


 Mit einer Abluftanlage können Sie Feuchtigkeit und Schadstoffe restlos aus der Raumluft entfernen und so für einen Feuchteschutz sowie für gute Luftqualität im Gebäude sorgen. Damit fördern sie ein Raumklima, das nicht nur Ihre Gesundheit und sondern auch die Gebäudesubstanz schützt. Kleinere Abluftanlagen können in Wohngebäuden, größere zentrale Abluftanlagen hingegen auch im Industrie- sowie Gewerbesektor eingesetzt werden. 


 Wir informieren Sie über die Funktionsweise einer Abluftanlage und geben nützliche Tipps für den Einbau 

Themenübersicht

Was sind Abluftanlagen?

Eine Abluftanlage transportiert überschüssige Feuchtigkeit und Gerüche zuverlässig aus Feuchträumen wie zum Beispiel Küchen, Badezimmern oder Waschküchen ab. Bei den angebotenen Abluftsystemen handelt es sich in der Regel um zentrale Abluftanlagen, die die Abluft in einem Gebäude (z. B. Mehrfamilienhaus) oder gewerblichen Einrichtungen (z. B. Gastronomie-Küchen, Turnhallen) regeln. Diese arbeiten mit einem zentralen Abluftgerät und einem Kanalsystem, das aus mehreren Rohren besteht und die verbrauchte Luft nach außen abführt.


Außerdem bieten zahlreiche Hersteller meist auch dezentrale Abluftanlagen an, die als Einzelgerät in die Außenwand eines Gebäudes eingebaut werden (siehe auch Badlüfter). Diese können allerdings nur die Abluft in einzelnen Wohnbereichen abtransportieren und sind daher weniger für Räume oder Gebäude geeignet, bei denen viel Feuchtigkeit entsteht. Ein typisches Beispiel für eine dezentrale Abluftanlage ist ein.

Wie funktioniert eine Abluftanlage? 

Zentrale Abluftanlagen saugen die verbrauchte Raumluft mithilfe eines Ventilators an und leiten sie durch ein Kanalsystem nach außen. Das führt zu einem Luftmangel im Gebäude, wodurch ein Unterdruck entsteht. Dieser wird ausgeglichen, indem frische Luft in den Raum nachströmt. 

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Möglichkeiten der Zuluft-Regulierung bei Abluftanlagen

In Wohnräumen kann frische Luft problemlos durch Öffnungen in der Fassade (Außenluftdurchlässe) oder durch das Fensterlüften nachströmen. Abhängig von der Nutzung der Räume und den baulichen Gegebenheiten kann aber auch eine zusätzliche Regulierung des Zuluftstroms notwendig werden. Dies ist vor allem bei leistungsstarken Abluftanlagen notwendig, die einen hohen Abluftvolumenstrom erzeugen können.

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In gewerblichen Räumen wird eine besondere Regelung der Zuluft benötigt. Beispielsweise müssen Abluftanlagen in Gastronomie-Küchen durch die entstehenden Kochdämpfe große Luftmengen abtransportieren. Auch in Büroräumen entsteht durch die Anwesenheit von Personengruppen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die durch die Fenster nachströmende Luft reicht dabei nicht aus, um den von einer Abluftanlage erzeugten Unterdruck adäquat auszugleichen. Daher kommen in der Regel dort häufig neben Abluftanlagen auch Zuluftanlagen zum Einsatz. Diese saugen frische Außenluft mithilfe eines Ventilators zentral an und leiten sie über ein Kanalsystem in alle Räume eines Gebäudes. Die meist bodennah installierten Luftauslässe lassen dort die frische Luft in den Innenraum einströmen.

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Wenn sich im Innenraum eine raumluftabhängige Feuerstätte (z. B. Kamin, Gastherme, Ofen, Kohleheizung) befindet, benötigen Sie einen Fensterkontaktschalter, um die Zuluft zu gewährleisten. Dieser garantiert, dass die Abluftanlage nur in Betrieb genommen wird, wenn frische Luft nachströmen kann. Wird die Feuerstätte nicht mit frischer Verbrennungsluft versorgt, steigt das Brandrisiko und giftige Gase können durch den entstehenden Unterdruck in den Raum gesaugt werden. Hierzu gibt es weitere gesetzliche Bestimmungen zu raumluftunabhängigen sowie - abhängigen Feuerstätten, die zusätzliche Unterdrucksensoren notwendig machen können.

Der Fensterkontaktschalter wird am Fensterrahmen befestigt und ist durch ein Kabel oder per Funk mit der Abluftanlage verbunden. Der Sensor überwacht dabei die Position des Fensterflügels und gibt Befehle an die Anlage. Wenn das Fenster geöffnet ist, wird die Anlage mit Strom versorgt und kann die verbrauchte Luft absaugen. Ist das Fenster geschlossen, kann keine frische Luft nachströmen und der Schalter unterbricht die Stromversorgung der Abluftanlage.

Bedarfsgeführte Abluftanlagen

Zentrale Abluftanlagen lassen sich häufig mit Sensoren ausstatten. Diese messen zum Beispiel:

  • die Luftfeuchtigkeit

  • die Anwesenheit von Personen

  • den CO2-Gehalt der Luft

  • den VOC-Gehalt der Luft

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Bei diesen Geräten können Sie im Vorfeld bestimmte Grenzwerte festlegen, die die Sensoren der Abluftanlage fortlaufend überprüfen. Werden die Grenzwerte überschritten, aktiviert die Anlage den Abluftstrom, sodass die verbrauchte Luft Ihrem individuellen Bedarf entsprechend abtransportiert werden kann. So verhindern Sie, dass die Anlage länger läuft als benötigt und können Stromkosten sparen. 

Im gewerblichen Bereich sind die Einstellungen je nach Anwendungsfall unterschiedlich. Während in Turnhallen beispielsweise zu bestimmten Tageszeiten eine Intervalllüftung stattfindet, kann dies hingegen in Büros, auf die Kernarbeitszeit fest definiert sein. In Großraumküchen wiederum ist die Abluftanlage meist dauerhaft in Betrieb und reguliert Feuchtespitzen durch eine selbstständige Anpassung der Lüftungsleistung mittels Feuchtesensoren.

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Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung

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Um die Energieeffizienz Ihrer Abluftanlagen zu steigern, können Sie sich für ein Modell mit Wärmerückgewinnung entscheiden. Dazu ist die Integration einer Abluftwärmepumpe notwendig. Wenn die verbrauchte Luft nach außen befördert wird, gibt sie ihre Wärme an die Abluftwärmepumpe ab. Hier zirkuliert ein Kältemittel, das sich bei Kontakt mit der aus der Abluft entzogenen Wärme erwärmt und verdampft. Das dabei entstehende Gas wird in den Heizungskreislauf geleitet und gibt dort die aufgenommene Wärme ab. Mit einer Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung können Sie daher Heizenergie sparen und Ihre Heizkosten senken. 

Beachten Sie dabei aber, dass die Abluftwärmepumpe für den Betrieb eine relevante Größe an Strom benötigt und sich auf die Stromkosten auswirken wird. Die Wirtschaftlichkeit der Abluftwärmepumpe ist daher immer abhängig von den baulichen Gegebenheiten Ihres Gebäudes (z. B. Dämmung, Heizungsanlage, Raumgrößen) und der geplanten Nutzungsdauer. Der Einsatz kann sich besonders bei gut gedämmten Gebäuden mit Fußbodenheizung lohnen.

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Was muss ich vor dem Einbau einer Abluftanlage beachten?

Wenn Sie planen, eine Abluftanlage einzubauen und nicht der Eigentümer des Gebäudes sind, sollten Sie zunächst mit Ihrem Vermieter darüber sprechen. Der Einbau der Anlage ist in der Regel mit baulichen Maßnahmen verbunden, denen Ihr Vermieter vorher schriftlich zustimmen sollte.

Weiterhin empfiehlt es sich, vor dem Einbau die örtlichen Bauvorschriften und baulichen Gegebenheiten zu begutachten und die Planung der Abluftanlage daran anzupassen. Wenn Sie für die Anlage bestehende Luft- oder Kaminschächte nutzen möchten, sollten Sie dies mit einem Schornsteinfeger abstimmen. Aktive Luft- oder Kaminschächte dürfen nicht genutzt werden. Zudem sollten Sie sicherstellen, dass die Abluft nicht in andere Räumen des Gebäudes eindringen kann. Dafür können beispielsweise Rückstauklappen genutzt werden. 

Die Feuerungsverordnung Ihres Bundeslands gibt Aufschluss darüber, welche zusätzlichen Maßnahmen Sie beim Einbau einer Abluftanlage ergreifen sollten, wenn sich eine raumluftabhängige [Anlage: Note] Feuerstätte in Ihrem Gebäude befindet. Üblicherweise sollte die Zuluft sichergestellt werden, wenn der durch die Abluftanlage erzeugte Unterdruck im Zimmer der Feuerstätte mehr als 4 Pa beträgt.

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In der folgenden Checkliste haben wir zudem wichtige Fragen zusammengestellt, an denen Sie sich vor dem Einbau einer Abluftanlage orientieren können und die Ihnen dabei helfen, das passende System zu finden:

  • Darf ein Abluftsystem integriert werden? 
  • Kann das Abluftsystem direkt in eine Außenwand integriert werden (kleinere Luftmengen)?

  • Wie wird das Gebäude genutzt, in dem das Abluftsystem integriert werden soll? 
  • Welche Lüftungsalternativen bestehen bereits im Gebäude?

  • Was ist bei der Effizienz wichtig? 
  • Welche Ausstattung sollte das Abluftsystem mitbringen? (Bsp. Sensoren) 
  • Gibt es eine raumluftabhängige Feuerstätte?

Kann ich eine Abluftanlage selber bauen?

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Abluftanlagen bestehen aus einer komplexen und sich stetig verbessernden Technik, die einen optimalen Abtransport von verbrauchter Innenluft sicherstellt. Daher empfehlen wir Ihnen, sich bei Interesse über die Möglichkeiten eines Abluftsystems in Ihrem Gebäude beraten zu lassen und sich für eine professionelle Anlage zu entscheiden.

Für einige Anwendungsfälle stellt das Max-Planck-Institut online eine Bauanleitung bereit, mit welcher Sie eine Abluftanlage selber bauen können. Dabei handelt es sich um eine Konstruktion, für die Sie nur Materialien aus dem Baumarkt benötigen. Die Anlage wurde im Rahmen der Corona- Pandemie für den Abtransport von Aerosolen in Klassenzimmern konzipiert und dort getestet, eignet sich aber auch für andere Einrichtungen wie Büros oder Gewerberäume. Die selbst gebaute Abluftanlage besteht aus mehreren Schirmen an der Decke des Raumes, in welchem sich die warme, nach oben steigende Luft im Raum ansammeln kann. Über daran angeschlossene Rohre wird die Luft anschließend in ein zentrales Abluftrohr geleitet und von da aus mithilfe eines Ventilators durch ein gekipptes Fenster nach außen befördert. Zuluftventilatoren sind laut den Experten nicht notwendig. Wissenschaftliche Untersuchungen und praktische Tests ergaben, dass sich durch die Anlage Aerosole und der CO2-Gehalt der Luft deutlich verringern lassen.

Beachten Sie allerdings, dass eine selbst gebaute Anlage nur als Ergänzung zum regelmäßigen Fensterlüften oder anderen lüftungstechnischen Maßnahmen dienen kann. Eine selbst gebaute Abluftanlage kann kaum mit den umfangreichen Funktionen einer professionellen Anlage mithalten und keine bedarfsgerechte Lüftung bieten. Für öffentliche oder gewerbliche Ablufträume, bei denen ein rapider Feuchteanstieg zu erwarten ist (Bsp: Großraumküchen) eignen sich die selbstgebauten Abluftanlagen nicht.

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Fazit zu Abluftanlagen 

Abluftanlagen transportieren feuchte, sauerstoffarme und belastete Raumluft nach außen ab. Wenn Sie eine Abluftanlage mit integrierten Sensoren einbauen, arbeitet diese selbstständig und passt sich Ihren individuellen Bedürfnissen an. Durch eine Wärmerückgewinnung können Sie zudem die Energieeffizienz erhöhen

Damit die Anlage so leise wie möglich arbeitet, spielt eine fachgerechte Planung sowie der Einbau durch erfahrene Handwerker eine wichtige Rolle. Eine ausreichende Dämmung und regelbare Klappen tragen zum Schallschutz bei. Mit Filtern können Sie Schmutzpartikel in der Anlage auffangen und die Reinigung erleichtern. 

Luftbude steht Ihnen als Lüftungsexperte von der Planung bis zum Einbau einer Abluftanlage zur Seite und informiert Sie in einem kostenfreien Beratungsgespräche über Ihre Möglichkeiten zur Wohnraumlüftung

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