Geräuscharme Schalldämmlüftung: Lüftungsanlage leiser machen und Lautstärke reduzieren

 

Dezentralen Lüftungsgeräten wird oft nachgesagt, ihre zu hohe Lautstärke würde die Bewohner vom Schlafen abhalten.

Wir beweisen das Gegenteil: Jedes Schallproblem kann durch effektive Angebote am Markt gelöst werden - das gilt selbst für bereits verbaute Geräte. 

Wir verraten Ihnen, wie Sie die Lautstärke Ihrer Lüftungsanlage minimieren können und worauf Sie vor dem Kauf, bei der Planung und bei der Montage achten sollten, um eine leise Wohnraumlüftung genießen zu können.

 

Warum sind einige Lüftungsanlagen zu laut? Mit diesen Tipps erhöhen Sie den Schallschutz Ihrer Lüftung

Dezentrale Lüfter haben sich mittlerweile gegenüber anderen Lüftungsmöglichkeiten am Markt durchgesetzt. Die Alternativen sind häufig teurer, aufwendiger einzubauen oder sorgen meist nicht für den nötigen Luftaustausch, wie es dezentrale Lüftungen tun. Günstige Varianten wie Fensterfalz- oder manuelle Fensterlüftung fördern zudem einen starken Schalleintritt.  

Auch bei dezentralen Geräten wird eine erhöhte Lautstärke häufig als "Schwachstelle" thematisiert.  

Die Geräuschentwicklung des Geräts kann jedoch einfach gelöst werden, wenn Sie die Ursache kennen. 

 

Mögliche Ursachen für erhöhte Schallwerte bei dezentralen Lüftungen:

  • Minderwertige Geräte
  • Fehlendes Schall-Zubehör
  • Ungünstige Planung
  • Fehlerhafter Einbau
  • Falsche Lüftereinstellung
  • Unpassendes Gerät für Ihre Bausituation
  • Ungenügende Reinigung & Wartung

Die zwei Ursachen für zu laute Lüftungssysteme:

  1. Eigenschall – Geräusche, die durch den Lüftungsventilator im Lüftungskanal entstehen

  2. Durchgangsschall – Geräusche, die von draußen durch den Kanal ins Wohnungsinnere gelangen können

 

Geräuschentwicklung Eigenschall bei dezentralen Lüftungsanlagen

Dezentrale Lüfter mit Wärmerückgewinnung laufen überwiegend im Pendelbetrieb. Das bedeutet, dass der Lüftungsventilator seine Laufrichtung alle 70 Sekunden ändert. So wird abwechselnd verbrauchte Raumluft nach draußen und Frischluft ins Wohnungsinnere befördert. Durch diese Richtungsänderung wird das ansonsten monotone Ventilatorgeräusch kurzzeitig unterbrochen, da der Motor stoppt und in der gegensätzlichen Richtung wieder neu anläuft. Besonders geräuschsensiblen Bewohnern kann die Unterbrechung der Monotonie auffallen und der Eindruck entstehen, dass dezentrale Lüfter nicht leise wären. Tatsächlich ist die Geräuschentwicklung des Geräts in einer normalen Lüftungsstufe aber vergleichbar mit dem Netzteil eines laufenden Laptops. In der Regel überhören Bewohner diese minimalen Geräusche bereits nach wenigen Sekunden, sodass diese nicht mehr bewusst wahrgenommen werden.  

Luftbude-Tipp 1: Richten Sie Ihre Lüftungseinstellungen am Regler entsprechend Ihren Anforderungen aus. Oftmals sorgt eine sehr hohe Lüftungsstufe für zusätzlichen Schall, obwohl eine derart hohe Stufe gar nicht benötigt wird. Wenn Ihre Lüftungsplanung mit einer niedrigen oder mittleren Reglereinstellung ausgelegt wurde, ist der dauerhafte Betrieb der Lüfter in einer hohen Stufe unnötig. 

Luftbude-Tipp 2: Achten Sie bereits beim Kauf Ihres Lüftungsgeräts darauf, dass der Lüftungsventilator eine geschlossene Geometrie aufweist. Große Rotorenblätter verhindern einen direkten Schalldurchgang von vornherein, sodass der Schall hier stets gebrochen wird.

Geräuschentwicklung Durchgangsschall bei dezentralen Lüftungsanlagen

Als Durchgangsschall (in Fachkreisen auch „Normschallpegeldifferenz“, kurz NSPD genannt) werden Geräusche bezeichnet, die von außen durch den Lüftungskanal ins Wohnrauminnere gelangen. Daher ist hier die Lösung: Je öfter der Schall im Lüftungsrohr gebrochen oder durch Schalldämm-Maßnahmen gemindert wird, desto geringer ist die Geräuschentwicklung Ihrer Anlage und desto weniger werden Sie diese im Inneren Ihrer Wohneinheit hören. Je nach Ausstattung des Geräts variieren hier die Schallwerte.

Luftbude-Tipp: Achten Sie bereits beim Kauf Ihres Lüftungsgeräts darauf, dass der Lüftungsventilator eine geschlossene Geometrie aufweist. Große Rotorenblätter verhindern einen direkten Schalldurchgang von vornherein, sodass der Schall hier stets gebrochen wird.

Vor dem Einbau Ihrer Schalldämmlüftung: Darauf sollten Sie achten

Worauf sollte ich beim Neukauf eines Schallschutzlüfters achten? Bereits bei der Planung und dem Einbau können Fehlentscheidungen später zu einem erhöhten Geräuschbild führen. Vermeiden Sie diese und sprechen Sie mit Ihrem Lüftungsplaner oder Installateur, um häufige Fehler von vornherein zu umgehen. Wir haben Ihnen die typischen Praxisprobleme inklusive Lüftungslösung aufgelistet, so können Sie eine mögliche Schallentwicklung von vornherein stark eindämmen – auch wenn Sie keine speziellen Schallschutzlüfter besitzen.

Geben Sie Ihrem Lüftungsplaner folgende Hinweise und vermeiden Sie dadurch typische Planungsfehler:

1) Bohrungen zur geräuschintensiven Seite
2) Richtigen Schalldämmlüfter einplanen
3) Windexponierte Lagen vermeiden
4) Keine Auslegung auf höchster Lüftungsstufe
5) Zu niedrige Lüftungsstufen vermeiden
6) Zusätzliches Schallzubehör einplanen
7) Halbierte Luftvolumenströme

1)      Erhöhte Lautstärke durch Bohrungen zur geräuschintensiven Außenseite hin

Achten Sie beim Einbau Ihrer dezentralen Lüftungsgeräte darauf, dass die Löcher in der Außenwand nicht hin zu einer besonders geräuschintensiven Umgebung eingeplant werden. Sollte beispielsweise eine stark befahrene Straße an Ihrem Haus vorbeiführen, so sollten die Bohrungen für die Lüftungssysteme einfach in der Außenwand sein, die dem Lärm abgewandt ist. Dezentrale Geräte sind sehr flexibel planbar und fast überall einzubauen. Nutzen Sie diesen Vorteil und überprüfen Sie den Positionsvorschlag Ihres Lüftungsplaners mit der Umgebung.

1) Erhöhte Lautstärke durch Bohrungen zur geräuschintensiven Außenseite hin

Achten Sie beim Einbau Ihrer dezentralen Lüftungsgeräte darauf, dass die Löcher in der Außenwand nicht hin zu einer besonders geräuschintensiven Umgebung eingeplant werden. Sollte beispielsweise eine stark befahrene Straße an Ihrem Haus vorbeiführen, so sollten die Bohrungen für die Lüftungssysteme einfach in der Außenwand sein, die dem Lärm abgewandt ist. Dezentrale Geräte sind sehr flexibel planbar und fast überall einzubauen. Nutzen Sie diesen Vorteil und überprüfen Sie den Positionsvorschlag Ihres Lüftungsplaners mit der Umgebung.

2) Planen Sie den richtigen Schalldämmlüfter ein

Umgebung mit starkem Geräuschpegel: Sollten Sie in einer lauteren Gegend wohnen, empfehlen wir entsprechende Schalldämmlüfter einzuplanen. Diese sind mit ausreichend Schallzubehör ausgestattet, sodass die Geräusche von außen im Lüftungskanal stark abgeschwächt werden. Auch der Eigenschall des Geräts kann durch eine sanfte Ansteuerung des Lüftungsventilators oder durch eine mehrstufige Umschaltautomatik deutlich gemindert werden, sodass dieser kaum mehr wahrnehmbar ist. Auch sogenannte Corner-Lösungen sind hier empfehlenswert. Die L-förmigen Lüfter befördern die Luft um die Ecke, sodass diese zusammen mit dem Schall gebrochen werden können. Achten Sie bei diesen Lüftungsgeräten auf genügend Druckaufbau für einen ausreichenden Luftvolumenstrom. Der Außenluftdurchlass befindet sich bei diesen Modellen direkt in der Fensterlaibung, sodass sogar auf die Montage von Außenhauben an der Fassade verzichtet werden kann. 

Umgebung mit sehr starkem Geräuschpegel: Für extrem laute Umgebungen empfehlen wir ein semidezentrales Gerät, das die Frischluft zentral ansaugt und über kurze Rohrleitungen an die Wohnräume verteilt. Der Schall stirbt in den verlängerten Lüftungskanälen ab und ist im eigentlichen Wohnraum nicht mehr zu hören. Anders als bei Zentralgeräten ist hier das verkleinerte Rohrsystem einfacher einzuplanen und einzubauen (siehe Vergleich Lüftungsanlagen). Dies ist vor allem in Gegenden rund um Flughäfen ideal.

3) Erhöhte Lautstärke durch Lüfterplanung zur windexponierten Lage

Wenn der Eigenschall des Lüftungsventilators lauter als normal wahrgenommen wird, strömt meist vermehrter Wind von außen in den Lüftungskanal und beschleunigt den Ventilator durch den erhöhten Winddruck zusätzlich. Achten Sie auch hier beim Positionsvorschlag Ihres Lüftungsplaners darauf, dass die besonders windintensiven Lagen nicht zur Bohrung der Lüftungslöcher genutzt werden. Entsprechende Windkarten lassen sich online kostenfrei einsehen.

Luftbude-Tipp: Planen Sie gleich dezentrale Anlagen ein, die über einen Winddruckstabilisator verfügen, um diesem Schallproblem von vornherein aus dem Weg zu gehen. Diese finden Sie beispielsweise in den Lüftern der Reihe iV-Smart+ oder dem iV14-Zero.


4) Erhöhte Lautstärke durch Auslegung auf höchster Lüftungsstufe

Dezentrale Lüftungsgeräte sollten standardmäßig vom Fachplaner auf einer 50 % Lüftungsstufe eingeplant werden - und das maximal. Aus Kostengründen werden jedoch häufig Geräte auf 100 % ausgelegt, um einen erhöhten Luftaustausch zu errechnen (Kosten Lüftungsanlagen). So kann der geforderte Mindestluftwechsel erreicht und dadurch Lüftungsgeräte eingespart werden – allerdings auf Kosten der Bewohner. Informieren Sie sich zu der KfW Förderung und zu den dazugehörigen Förderprogrammen, um Kosten zu sparen.

Typischer Fall: Ein Einfamilienhaus mit 6 Lüftern wird durch eine erhöhte 100%-Auslegung auf 4 Lüftungsgeräte reduziert. Laufen die Lüfter jedoch stets auf höchster Lüftungsstufe kann dies bei den Bewohnern dauerhaft zu einem erhöhten Geräuschbild führen. Denn diese Lüftungsstufen der Geräte sind eigentlich nur für absolute Feuchtigkeitsspitzen und nicht für den Dauerbetrieb gedacht. Der erhöhte Luftwechsel verstärkt zusätzlich den Eigenschall des Lüfters. In der Praxis wird in diesen Fällen oft die Lüftungsintensität von den Mietern selbst herunter reguliert, was mittelfristig zu Feuchteschäden und Schimmel führen kann. Ein grobes Richtmaß wären je ein Lüftungsgerät für 20m² Wohnfläche. Überprüfen Sie daher die Auslegung Ihres Fachplaners: auf welcher Lüftungsstufe wurde tatsächlich eingeplant?


5) Auslegung auf niedrigster Lüftungsstufe

In der Praxis kommt es leider hin und wieder auch vor, dass eine Lüftungsplanung auf sehr niedrigen Lüftungsstufen erstellt und ausgelegt wird. Zur Erfüllung des geforderten Mindestluftwechsels werden daher mehr Lüfter als normal eingeplant. Zwar ist der notwendige Luftaustausch sowie ein leiser Betrieb dabei gewährleistet, jedoch treiben die zusätzlichen Geräte die Anschaffungskosten unnötig in die Höhe. Überprüfen Sie auch hier die Lüftungsplanung hinsichtlich der Lüftungsstufe: die Lüftungsintensität sollte zwischen 25% und 50% liegen.


6) Erhöhte Lautstärke durch Planung ohne zusätzliches Schallzubehör

Wurden die Geräte in einem Positionsvorschlag definiert, sollten Sie beim Angebot Ihres Lüftungsherstellers darauf achten, dass zusätzliches Schallzubehör unbedingt bei allen Lüftern mit eingeplant wurde. Dies ist besonders für Geräte wichtig, die in Wohnräumen verbaut werden sollen, wie im Schlafzimmer. Durch zusätzliche Schallkulissen kann der Schall im Lüftungskanal stark abgeschwächt werden, sodass der spätere Luftaustausch geräuschlos ablaufen kann. Schallkulissen können auch nachträglich noch eingebaut werden.

 

Leider haben viele Installateure noch wenig Erfahrung mit dem Einbau dezentraler Lüftungstechnik. Obwohl die Montage sehr leicht umzusetzen ist, gibt es dennoch einige Dinge, auf die Ihr Handwerker achten sollte. Weisen Sie ihn auf typische Einbaufehler hin, die wir Ihnen nachfolgend zusammengestellt haben: 

1) Fehlende Schallentkopplung

2) Lüftungsventilator zur Außenwand

3) Fehlendes Lüftungszubehör

4) Qualität vor Preis

1) Fehlende Schallentkopplung

Der Lüftungsmonteur sollte unbedingt darauf achten, dass die Schallentkopplung zur Außenwand sichergestellt ist. Ist dies nicht der Fall, kann die Wand als Resonanzkörper den Schall im Lüfter verstärken. Der Lüftungskanal sollte daher in die Außenwand eingeschäumt werden.

Achtung: Verwenden Sie unter keinen Umständen Vergussmörtel zum Verschließen der Ritzen zwischen Lüftungshülse und Außenwand oder füllen Sie diese mit Steinchen aus. Von einem Einmauern oder Kleben der Hülse wird dringend abgeraten.


2) Lüftungsventilator zur Außenwand

Der Eigenschall des Geräts wird durch den Lüftungsventilator erzeugt. Damit dieser möglichst gering ausfällt, können Sie den gesamten Einschub (Wärmetauscher und Motor) an das äußerste Ende des Lüftungskanals schieben. Sollte Ihr Handwerker dies nicht tun, können Sie das auch nach dem Einzug bei jedem Gerät noch nachholen. Entfernen Sie dazu die Innenblende der Lüfter vom Inneren Ihres Hauses aus und schieben Sie das gesamte Innenleben zur Außenwand hin. Dadurch vergrößert sich die Distanz des Ventilators zum Wohnraum und schwächt somit die Geräuschentwicklung der Anlage deutlich. 

3) Fehlendes Lüftungszubehör

Gerade beim Thema Schallreduktion ist zusätzliches Schallzubehör unerlässlich. Hier wird unterschieden in Schallschutzmaßnahmen, die in den Kanal eingesetzt oder direkt an den Außen- und Innenhauben befestigt werden. Wenn Sie geräuschsensibel sind, sollten Sie bereits beim Kauf Ihres Lüftungssystems auf entsprechendes Zubehör achten. Sollten Sie bereits eine dezentrale Lüftungsanlage besitzen, können Sie das geräuschreduzierende Zubehör auch problemlos nachrüsten und so die Lautstärke Ihrer dezentralen Lüftung reduzieren.

Hinweis: Achten Sie darauf, dass der Monteur beim Einbau das Zubehör gleich mit einsetzt und nicht versehentlich zusammen mit den Verpackungen entsorgt.

Gerade im Schlafbereich sollte auf den richtigen Einsatz spezifischer Lüftungsmaßnahmen geachtet werden. Diese können sowohl den Eigenschall des Lüftungsgeräts als auch den Durchgangsschall von außen deutlich abschwächen. Achten Sie bei der Abnahme der Lüfter darauf, dass alle ursprünglich im Angebot enthaltenen Komponenten auch tatsächlich verbaut wurden.

Luftbude-Tipp: Wenn Sie eine flexible Innenabdeckung besitzen, können Sie diese nach oben hin öffnen. So wird der Schall nach oben geleitet und nicht direkt auf Kopfhöhe abgegeben. Negative Auswirkungen auf den Luftvolumenstrom oder das Funktionsprinzip einer dezentralen Lüftung hat dies nicht.


4) Qualität vor Preis

Lüftungssysteme unterscheiden sich stark in ihren Ausstattungsmerkmalen und der Preisintensität. Definieren Sie daher Ihre Anforderungen an Ihren Schallschutzlüfter vor dem Kauf möglichst konkret, damit Sie später das richtige Gerät für sich auswählen können. Wir raten stark davon ab, sich nur nach dem Preis zu richten.

Hinweis: Schalldämmlüfter mit geringer Qualität können nicht nur für eine erhöhte Geräuschentwicklung sorgen, sondern weisen in der Praxis häufig auch andere Fehlerbilder auf.

So können Bauteile nach einiger Zeit anfangen zu klackern oder Kunststoffbauteile bei der Wartung leicht beschädigt werden. Setzen Sie stattdessen auf hochwertige Lüftungsanlagen, damit Sie nach dem Einzug in Ihr Eigenheim keine dauerhaften Schwierigkeiten bekommen. Oftmals verfügen Qualitätsprodukte auch über zusätzliche Produktmerkmale, die dauerhaft zu einem höheren Wohnkomfort führen. 

Luftbude-Tipp: Wir haben ausschließlich Qualitätsprodukte wie spezielle Schalldämmlüfter im Sortiment, die sich in der Praxis durchgesetzt haben. Ein Aufnahmekriterium für unseren Lüftungsshop ist eine hohe Kundenzufriedenheit sowie niedrigste Reklamationsraten. 



Nach dem Einbau Ihrer Schallschutz-Lüftung

Eine erhöhte Geräuschentwicklung muss auch bei bereits verbauten Geräten nicht einfach hingenommen werden. Zur Nachrüstung stehen Ihnen eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung, die die Geräuschentwicklung reduzieren und somit positiv Ihren Wohnkomfort beeinflussen. Überprüfen Sie die nachfolgenden Ursachen für zu hohen Schall und befolgen Sie unsere Hinweise zu deren Vermeidung. 

1) Verschmutzte Lüftungstechnik
2) Falsche Lüftungseinstellung
3) Upgrade Bestandslüfter

4) Unzureichendes Lüftungszubehör

5) Lüftungsventilator an der Außenwand

6) Regler mit Einschlafmodus


1. Verschmutzte Lüftungstechnik
(Reinigung der Lüftungsanlagen)

Eine dezentrale Lüftung hat gegenüber anderen Lüftungstechnologien den Vorteil, dass die Bewohner diese selbstständig ohne entsprechendes Fachwissen reinigen und warten können. Die einzelnen Komponenten lassen sich gut erreichen und auseinander bauen – meistens sogar ohne den Einsatz von Werkzeugen. Oftmals sind Bewohner jedoch zu vorsichtig im Umgang mit den einzelnen Komponenten. Dabei können diese einfach mit einem Pinsel oder feuchtem Lappen vom Schmutz befreit werden. Gerade der Wärmestauscher sowie der Lüftungsventilator sind durch den kontinuierlichen Luftaustausch anfällig für Verschmutzung und können für zusätzliche Schallentwicklung sorgen.

Reinigungstipp: Entfernen Sie daher alle 6 Monate die Innenabdeckung Ihrer Systeme und nehmen Sie die einzelnen Lüftungskomponenten aus dem Kanal. Nachdem das Lüftungsrohr und die einzelnen Bauteile gereinigt und getrocknet wurden, können diese wieder zurückgeführt und angeschlossen werden. Eine Reinigung dauert in der Regel maximal 10 Minuten und kann durch jeden Bewohner selbst getätigt werden. Tauschen Sie auch Ihre Filtereinsätze regelmäßigen aus, da auch hier Schmutzpartikel für zusätzlichen Schall sorgen können. Gerade in öffentlichen Einrichtungen wie Hotels oder Restaurants findet man oft stark verschmutzte Abluftgeräte, die durch die groben Staubpartikel unnötig laut werden. Halten Sie Ihre Lüfter auf einem niedrigen Geräuschpegel, indem Sie diese regelmäßig reinigen.

Luftbude-Tipp: Kontrollieren Sie bei der Wartung zusätzlich, ob die Einzelteile fest im Lüftungskanal sitzen. Lockere oder beschädigte Bauteile können für zusätzliche Vibrationen sorgen.


2. Falsche Lüftungseinstellung

Bei einer erhöhten Lautstärke ist meist die Lüftungseinstellung ungünstig (Lüftungssteuerung). Zu hohe Lüftungsstufen sorgen zwar für einen schnellen Luftaustausch, jedoch auch für eine erhöhte Geräuschentwicklung. Dies kann entweder durch eine falsche Lüftungsplanung vorgegeben (siehe Planungsfehler 4: Auslegung auf zu hoher Lüftungsstufe ) oder nachträglich umgestellt worden sein. Um daher eine effiziente Schalldämmung Ihrer Lüftungsanlage zu ermöglichen, überprüfen Sie in Ihrer Lüftungsplanung, mit welcher Lüftungsstufe der Mindestluftwechsel berechnet wurde und regulieren Sie Ihre Lüftung entsprechend herunter. Hohe Lüftungsstufen sind nicht für den Dauerbetrieb, sondern für einen kurzfristigen Feuchteabtrag gedacht. Stellen Sie daher Ihre Lüftung auf einer mittleren oder niedrigen Lüftungsstufe ein. 

3. Upgrade Ihres Bestandslüfters

Wurde entsprechend Ihrer Anforderungen ein unpassender Lüfter verbaut, kann dies zu dauerhaften Beeinträchtigungen führen. Gerade minderwertige Lüftungssysteme zu einem niedrigeren Preis können oftmals nicht dauerhaft alle kommunizierten Lüftungsmerkmale gewährleisten und weisen zudem eine niedrigere Lebensdauer auf. Sollte Ihr Lüfter klackern oder Bauteile bei der Wartung leicht beschäftigt werden, informieren Sie sich über die Rückgabe- und Garantiebedingungen Ihres Herstellers. Je nachdem, welchen Durchmesser Sie bei Ihrem Lüftungskanal gewählt haben (meistens 100mm, 160mm oder 200mm), können Sie auch dezentrale Produkte anderer Hersteller leicht einsetzen und anschließen. Der Einbau der Schalldämmlüfter ist auch im Nachhinein relativ unkompliziert.

Entfernen Sie dafür einfach das Innenleben Ihres aktuellen Lüfters und setzen Sie ein anderes dafür ein. In unserem Lüftungsshop werden die Einschübe als Fertigstellungsset definiert. Wenn Sie starke Probleme mit der Schallentwicklung Ihres Bestandslüfters haben, so setzen Sie in Zukunft auf einen Schalldämmlüfter mit ausreichend Schallzubehör gegen Durchgangsschall und auf einen Lüftungsmotor mit sanfter Ansteuerung sowie mehrstufiger Umschaltautomatik gegen Eigenschall. In unserem Sortiment finden Sie sicher Ihren passenden Schalldämmlüfter zum geeigneten Preis.

Luftbude-Tipp: Der iV14-Zero mit patentiertem Schalldämmkonzept hat sich als leiser Schalldämmlüfter durchgesetzt. Mit dem Umrüstset des iV14-Zero können Sie den Einschub Ihres Bestandslüfters einfach austauschen. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie einen runden Lüftungskanal mit 200mm Durchmesser besitzen.


4. Unzureichendes Lüftungszubehör

Fehlendes oder falsches Lüftungszubehör kann dazu führen, dass sich die Geräuschentwicklung unnötig entwickeln kann. Gerade in Wohnräumen wird dringend empfohlen, die Lüfter mit entsprechendem Schallschutzzubehör auszustatten. Hierfür gibt es außerdem zahlreiche Einsätze und Kulissen, die den Schall innerhalb des Lüftungsgeräts brechen und damit stark mindern. Auch die Innen- und Außenhauben können zum Einsatz von speziellem Schallzubehör genutzt werden.

Unser Schallzubehör zum Upgrade Ihrer Lüfter finden Sie in unserem Lüftungszubehör.

5. Lüftungsventilator an der Außenwand

Um den Eigenschall Ihres Lüfters zu reduzieren, können Sie den gesamten Einschub im Lüftungskanal bis zur Außenseite durchschieben. Nehmen Sie dafür die Innenhaube ab und schieben Sie den Keramikspeicher zusammen mit dem Ventilator soweit wie möglich nach außen hin. Dadurch vergrößert sich die Distanz des Motors zum Innenraum, was die Geräuschemission in der Praxis oft stark abschwächt. Sollte Ihr Handwerker dies beim Einbau nicht getan haben, können Sie dies jederzeit im bewohnten Zustand nachholen.

Besonders geräuschempfindliche Menschen benötigen ein ruhiges Umfeld und einen erhöhten Schallschutz im Schlafzimmer, um ungestört einschlafen zu können. Stellen Sie Ihren Schalldämmlüfter im Schlafzimmer daher individuell passend zu Ihren Schlafgewohnheiten ein: beispielsweise indem Sie die Intensität der Lüftung während des Einschlafens drosseln und erst in der Nacht wieder automatisiert erhöhen lassen. Viele Lüftungsregler besitzen einen Einschlafmodus, der die Lüftungsgeräte während des Einschlafens sogar pausieren kann. 

Luftbude-Tipp: Einige Premiumregler verfügen über eine Wochenzeitschaltuhr, mit der Sie alle Lüftungsgeräte nach Ihren Wohngewohnheiten individuell einstellen können. Bei regelmäßigen Einschlafzeiten können Sie so Ihre Lüftung pauschal herunterregulieren, sodass diese sich nach Ihnen richtet.  

Fazit: Sie können die Lautstärke Ihrer dezentralen Lüftungsanlage mit Geräuschdämmung reduzieren und leiser machen

Dezentrale Lüfter haben sich gegenüber Fensterfalzlösungen und Zentralanlagen am Markt durchgesetzt. Dies hat vor allem mit dem vereinfachten Einbau und der nutzerfreundlichen Handhabung zu tun. Oftmals wird dieser Technologie allerdings nachgesagt, sie wären zu laut und würden Bewohner stören. Und ja, leider gibt es in der Praxis viele Negativbeispiele, bei denen dezentrale Anlagen unnötig laut betrieben werden. Die Fehlerursachen sind dabei vielseitig und fangen bereits bei der Planung an. Verfolgen Sie daher die Handhabung Ihrer Lüfter und kontrollieren Sie den ordnungsgemäßen Einbau aller Lüfter. Leider kommt es immer wieder vor, dass Planern oder Monteuren die nötige Erfahrung im Umgang mit dieser Lüftungstechnologie fehlt - dies kann zu Fehlentscheidungen führen. Wir haben Ihnen alle typischen Situationen aufgezeigt, die in der Praxis leider Probleme verursachen können. Wenn Sie diese überprüfen, sind Sie auf der sicheren Seite und können alle Vorteile der dezentralen Lüfter mit Schallschutz in vollen (Atem)-Zügen genießen.

Sind bereits einige dieser Fehler vorhanden und die Lüftungsanlage eingebaut, können Sie dennoch zahlreiche Lüftungslösungen nutzen, die zu einer niedrigeren Geräuschemission und deutlich weniger Schalldurchgang führen. Mit dem richtigen Fachwissen sowie der richtigen Lüftungstechnik (richtig Lüften) bekommen Sie keine Probleme mit einer Geräuschentwicklung und können Ihren Schallschutz nachträglich einbauen. Aktuelle Lüftungsmotoren weisen beispielsweise einen Eigenschall von gerade einmal 13dB(A) auf, was vergleichbar mit dem Geräuschbild innerhalb einer schallisolierten Sprecherkabine ist. Lassen Sie sich daher nicht durch Negativbeispiele verunsichern, sondern nutzen Sie unsere Checkliste für eine erfolgreiche Planung, einen richtigen Einbau und schlussendlich eine optimale Handhabung Ihrer Geräte.

Nutzen Sie dieses Fachwissen für ein stilles Zuhause, denn alle Schallprobleme können bei einer dezentralen Lüftung gelöst werden – wenn sie bekannt sind.

Luftbude Tipp: Achten Sie auch auf die Auslegung nach DIN 1946-6. Wenn hier nach Feuchteschutz geplant wurde, schützt der ausgelegte Luftaustausch den Gebäudebestand – jedoch ohne Bewohner. Damit auch die Feuchtigkeit von bewohnten Nutzungseinheiten geschützt wird, sollte mindestens nach Nennlüftung ausgelegt werden.

Luftbude Tipp: Achten Sie auch auf die richtige Positionierung der Lüftungsgeräte. Es nützt nichts, wenn in der Lüftungsplanung zwar theoretisch der Mindestluftwechsel erreicht wird, die Lüfter aber ungleich verteilt wurden. Alle Wohnräume sollten hier Zugang zu einem Lüftungssystem haben, um auch in der Praxis einen ausreichenden Luftaustausch gewährleisten zu können (Lüftungsanlagen im Haus und zum Nachrüsten).


7. Halbierte Luftvolumenströme

Um den Mindestluftwechsel zu erreichen werden die Luftvolumenströme der Einzelgeräte zur Berechnung hinzugezogen. Hier sollten Sie nicht nur darauf achten, dass die richtige Lüftungsstufe zur Berechnung hinzugezogen wurde, sondern auch, dass alle Geräte mit Wärmerückgewinnung nur die halbierten Luftvolumenströme aufweisen. Bedenken Sie, dass die Geräte im Modus Wärmerückgewinnung 70 Sekunden lang Frischluft in den Wohnraum einführen und anschließend die verbrauchte Raumluft wieder abführen. Dieser Vorgang findet nacheinander statt, sodass in der Realität hierbei nur die Hälfte der Zeit durch die Frischluftzufuhr der Mindestluftwechsel unterstützt wird. Achten Sie darauf, dass Ihr Planer daher nur die halben Luftvolumenströme der Geräte in die Berechnung einplant, damit Sie beim Feuchteschutz auf der richtigen Seite sind. Idealerweise sind bei den Geräten die Luftvolumenströme mit Wärmerückgewinnung extra von den Abluftvolumenströmen gekennzeichnet.

Ausnahme: Abluftgeräte verfügen über keine Wärmerückgewinnung und führen daher dauerhaft Feuchtigkeit ab. Diese können genau wie Twin-Geräte (dauerhafter Feuchteabtrag) mit vollen Abluftvolumenströmen berechnet werden (siehe Badlüfter).

Luftbude Tipp: Achten Sie bei der Berechnung der Wärmerückgewinnung im Lüftungskonzept darauf, dass die Abluftgeräte mit berücksichtigt wurden. Diese sind Teil des gesamten Lüftungssystems, mindern aber durch die fehlende Wärmerückgewinnung diesen Bereitstellungsgrad ab. Dies bildet jedoch die Realität ab und sollte daher in der Planung ebenso berücksichtigt werden, um diesen Wert nicht künstlich zu erhöhen.

Planungsfehler – Lautstärke reduzieren und effizienter Schallschutz durch richtige Planungen

Einbaufehler – Darauf sollten Sie bei der Montage zur effizienten Schallreduktion achten 

 6. Regler mit Einschlafmodus

Gerade zukünftige Besitzer dezentraler Geräte verunsichern negative Praxisbeispiele, die in Onlineportalen, aber auch von Lüftungsexperten hin und wieder thematisiert werden. Dabei können sämtliche Ursachen für eine durch Schallentwicklung entstehende Lautstärke bei Lüftungen mit der passenden Lüftungslösung beseitigt werden – vorausgesetzt diese sind auch bekannt. 

Luftbude Tipp: Mittlerweile gibt es eine Reihe von Wandeinbausystemen, die im Neubau wie ein Mauerstein in die Außenwand eingesetzt werden können. Dies erspart die spätere Kernlochbohrung und reduziert den Montageaufwand erheblich. Die Wandeinbausteine werden mittlerweile schallentkoppelt inklusive Lüftungskanal mit entsprechendem Gefälle angeboten, sodass typische Einbaufehler verhindert werden. Die niedrigen Kosten pro Wandeinbaustein sparen Sie bei dem niedrigeren Montageaufwand mehrfach ein.

So können Bewohner in absoluter Stille einschlafen und genießen durch das verzögerte Einschalten der Geräte dennoch die Vorzüge gesunder Frischluft. Für den Einschlafmodus gibt es unterschiedliche Modi für die Schallschutz-Lüftung, je nachdem wie lange Sie für das Einschlafen benötigen. Achten Sie beim Kauf Ihres Reglers auf eine entsprechende Ausstattung.

 



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