Welche KfW-Förderprogramme gibt es und für wen eignet sich welche Förderung?


Planen Sie Ihren Hausbau oder eine Sanierung, dann ist eine Finanzierung über ein Darlehen, einen Kredit oder etwaige Zuschüsse notwendig. Um Ihr Traumhaus umzusetzen, müssen Sie nebenbei noch Bestimmungen vom Bund beachten. Es dürfen nur noch energieeffiziente Neubauten entstehen, die die Standards für ein klimaneutrales Wohnen erfüllen. 

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Bauherren dabei mit verschiedenen Fördermitteln: vom Kredit über Tilgungen bis hin zu Investitionszuschüssen.

Aber keine Angst vor Paragraphen oder dem puren Öko-Haus: Die verschiedenen KfW-Förderprogramme sind für unterschiedliche Bauvorhaben ausgelegt – so müssen Sie nicht gleich das energieeffizienteste Haus planen, um von den Förderungen und lukrativen Tilgungszuschüsse zu profitieren. 

Die KfW bietet beispielsweise eine Förderung Ihrer Lüftungsanlage an. Mit diesem lukrativen Zuschuss erhalten Sie einerseits ein hygienisches Klima Zuhause, schützen Ihre Bausubstanz vor Feuchteschäden (Badlüfter) und sparen andererseits bei den Anschaffungskosten der Lüftungsgeräte (Kosten von dezentralen Lüftungsanlagen).

KfW-Fördermittel: Ziel und Aufgabe der Kreditanstalt

Was fordert die KfW zur Vergabe von KfW-Fördermitteln?

  • niedriger Jahresprimärenergiebedarf
  • Transmissionswärmeverlust
  • Maßnahmen für eine optimale Energieeffizienz

 

Was bedeuten die Zahlen der KfW-Programme nun konkret? Die Namen der KfW-Förderprogramme ergeben sich aus den jeweiligen Einsparungen: Hat Ihr Bauprojekt also eine Energieeinsparung von 45 % gegenüber dem Referenzhaus, können Sie ein KfW-55-Förderprogramm nutzen. Spart Ihr Bauvorhaben sogar 60 % im Vergleich zum Primärenergiebedarfs des Standardhauses ein, kann ein „KfW 40 Haus“ oder gar ein „KfW 40 Plus“-Programm greifen. Die Stufe 40 Plus wird bei Gebäuden angewandt, die weniger als 40 % des Primärenergiebedarfs des Referenzgebäudes benötigen.

KfW-Förderprogramme: Was fördert die KfW und was bedeuten die KfW-Fördermittel für Ihre dezentrale Lüftung?

KfW-Fördermittel für Ihren Neubau:

  • Förderprogramm 153
  • Förderprogramm 432
    (nur für kommunale Zweckverbände, für den privaten Bauherren uninteressant)

 

Wichtig für die Förderung Ihrer Lüftungsanlage: Für eine kontrollierte Wohnraumlüftung werden unter anderem dezentrale Lüftungsanlagen gefördert. Als Basis gelten die Vorgaben der EnEV. Die geforderten Standards für die belüftete Fläche sowie die Luftwechselrate der Lüftung sind einzuhalten und richten sich stets nach der aktuell gültigen Regelung. Dies müssen Sie sowohl bei zentralen als auch bei dezentralen Systemen beachten (Vergleich Lüftungsarten). Anhand der EnEV-Berechnung wird nachgewiesen, ob Ihr geplantes Gebäude so energieeffizient ist wie angegeben. Die EnEV-Berechnung schafft die Grundlage, um Ihr Gebäude in den zutreffenden Effizienzhausstandard einzuordnen. Dezentrale Lüftungsanlagen sind demnach sowohl im Effizienzhaus 40 als auch 55 förderfähig, hierfür muss der rechnerische Nachweis der energetischen Kenndaten vorliegen und die vorgeschriebenen Werte zum Primärenergiebedarf und zum Transmissionswärmeverlust müssen ebenfalls eingehalten werden.

  • Lüftungsanlage muss einreguliert sein
  • Mindestens die in DIN 1946-6 festgelegten, planmäßigen Außenvolumenströme (die Lüftung zum Feuchteschutz) gewährleisten
  • Nachweis der Luftdichtheit der Gebäudehülle mit n50 ≤1,5 h-1 beziehungsweise q50 ≤ 2,5 h-1
  • Dokumentation durch Fachunternehmererklärung und Herstellerbescheinigung zu den Gerätekomponenten (auf Grundlage der DIN V 4701-10/12, DIN V 18599-6: 2011 und DIN 1946-6)
  • Einhalten der Anforderungen der Ökodesign-Richtlinien zum Zeitpunkt des Einbaus

 

Neubau KfW-Förderprogramm 153 / Förderkredit für KfW-Effizienzhaus 55, 40 oder 40 Plus

Welche Bauvorhaben werden durch das KfW Förderprogramm 153 / Förderkredit gefördert?

  • Neubau KfW-Effizienzhauses 55, 40 oder 40 Plus
  • Ersterwerb eines KfW-Effizienzhauses 55, 40 oder 40 Plus

 


Hierauf müssen Sie bei Ihrem Effizienzhaus 40 Plus achten:

  • Für das Effizienzhaus 40 Plus ist die Installation einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung Pflicht: Diese Lüftungsanlage muss die planmäßigen Außenluftströme (Nennlüftung) für sämtliche Nutzungseinheiten beziehungsweise das gesamte Gebäude gewährleisten und somit den Forderungen der DIN 1946-6 entsprechen.
  • Nehmen Sie als Grundlage der Flächenberechnung zur Ermittlung des Heizwärmebedarfs Ihre Wohnfläche laut Wohnflächenverordnung (WoFIV): also die Energiebezugsfläche, die innerhalb der thermischen Hülle ist.
  • Beziehen Sie den Jahres-Primärenergiebedarf auf die gesamte Gebäudenutzfläche (AN), um die Forderungen der EnEV zu erfüllen.
  • Für Ihr Einfamilienhaus gelten die Forderungen zur Vergabe der KfW-Fördermittel für das gesamte Gebäude, bei Ihrem Mehrfamilienhaus entsprechend für jede Nutzungseinheit.
  • Tipp: Detaillierte Angaben finden Sie unter www. passiv. de.

 

Mit dem Förderprogramm 153 können bis zu 100% der Bauwerkskosten (also der Baukosten ohne Grundstückskosten) finanziert werden. Sie können maximal 100.000 Euro pro Wohneinheit subventionieren. In den ersten 10 Jahre der Kreditlaufzeit wird der Zinssatz festgeschrieben. Für die erste Zinsbindungsfrist wird die Verbilligung aus Bundesmitteln umgesetzt. Geht die Laufzeit Ihres Darlehens über die vereinbarte Zinsbindungsfrist hinaus, macht die KfW Ihrer Bank vor Ablauf der Zinsbindungsfrist ein Prolongationsangebot - jedoch ohne die Verbilligung aus Bundesmitteln. Bei der Zahlungsvariante am Ende des Kredits mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren, werden die Zinsen für die Gesamtlaufzeit im Vorfeld fest vereinbart.

 

Was kann durch das KfW Förderprogramm 153 gefördert werden?

  • Zentrale Biomasse-Heizungsanlage auf Basis von Holzpellets, Hackschnitzel oder Scheitholz, zentrale Abluftanlage
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Flächenheizsystem zur Wärmeübergabe, zentrale Abluftanlage
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe mit Flächenheizsystem zur Wärmeübergabe, zentrale Abluftanlage
  • Neu:  Der Wärmebereitstellungsgrad von 80% wird mit dem SEV-Wert von </= -26 kWh/(m²a) verglichen. Demnach muss Ihre Lüftungsanlage mindestens das Energielabel „B“ oder besser haben, um förderfähig zu sein.

 

Luftbude Tipp: Kombinieren Sie bei Ihrem KfW-Effizienzhaus 55 bestimmte, förderfähige  Heizungsanlagen mit einem dezentralen Lüftungssystem - so müssen Sie den rechnerischen Nachweis nicht erbringen.

 
Neubau KfW-Förderprogramm 153 / Tilgungszuschuss für KfW-Effizienzhaus 55 und Effizienzhaus 40

 

Welche Bauvorhaben werden durch das KfW Förderprogramm 153 / Tilgungszuschuss gefördert?

  • Einhaltung der Anforderungen KfW-Effizienzhaus 55, 40 oder 40 Plus (inklusive Passivhaus)


Antragsberechtigt sind wie für den KfW-Förderkredit alle Träger von Investitionsmaßnahmen sowie Ersterwerber von neu errichteten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen.

So sieht das KfW-Förderprogramm 153 / Tilgungszuschuss konkret aus:

  • Tilgungszuschuss von 5 % des zugesagten Betrages. Sie können bis zu 5.000 Euro für jede Wohneinheit erhalten.
  • Ihre Gutschrift erhalten Sie 3 Monate nach dem Termin der Zins- und/oder Tilgungszahlungen. Dieser Termin kommt nach der Prüfung und Anerkennung der "Bestätigung nach Durchführung" durch die KfW. Der Tilgungszuschuss bezieht sich auf den gültigen Zusagebetrag zum Zeitpunkt der Anerkennung der "Bestätigung nach Durchführung“. Er wird berechnet und anschließend auf die zuletzt im Tilgungsplan vorgesehenen, fälligen Raten angerechnet. So verkürzen Sie die Kreditlaufzeit bei gleich bleibenden Annuitäten.


Kumulierung
: Auch bei dem Tilgungszuschuss ist eine Kombination von KfW-Darlehen mit anderen Fördermitteln möglich, wenn die Summe der Zuwendungen nicht die Summe der Aufwendungen übersteigt.

KfW-Forderung an Lüftungsanlagen im KfW-Effizienzhaus 55 für den Tilgungszuschuss:

  • Vergleich der Wärmerückgewinnung von 80 % mit dem SEV-Wert von weniger oder gleich -26 kWh/(m²a)
  • Die Lüftungsanlage muss mindestens mit dem Energielabe „B“ oder besser ausgestattet sein

 

Neubau KfW-Förderprogramm 153 / Tilgungszuschuss für KfW-Effizienzhaus 40 Plus (Zuschuss)

 

Welche Bauvorhaben werden durch das KfW Förderprogramm 153 / Tilgungszuschuss gefördert?

Können Sie die Einhaltung der Anforderungen zum Passivhaus nachweisen, so wird Ihnen bei einem Antrag dieses KfW-Fördermittels ein Tilgungszuschuss gewährt.

KfW-Förderung Tilgungszuschuss Effizienzhaus 40 Plus: Wer wird gefördert?

  • Antragsberechtigt sind alle Träger von Investitionsmaßnahmen an neuen selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen (wie  Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Bauträger, Eigentümer und Betreiber von Wohnheimen, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie Contracting-Geber)
  • Ersterwerber neu errichteter Wohngebäude oder Eigentumswohnungen


Als privater Antragsteller wenden Sie sich bitte an ein Finanzunternehmen Ihrer Wahl, die Bank wird anschließend den KfW-Kredit durchleiten. Als öffentlich-rechtlicher Kreditnehmer stellen Sie Ihren Antrag auf KfW-Fördermittel hingegen direkt bei der KfW.

So sieht das KfW-Förderprogramm 153 / Tilgungszuschuss für das Effizienzhaus 40 Plus konkret aus:

  • Sie erhalten einen Tilgungszuschuss von 15% des Zusagebetrages und können bis zu 15.000 Euro für jede Wohneinheit veranschlagen.
  • Sie erhalten die Gutschrift 3 Monate nach dem Termin zur Zins- und/oder Tilgungszahlung. Dieser Termin folgt nach der Prüfung und Anerkennung der "Bestätigung nach Durchführung" durch die KfW. Eine Berechnung des Tilgungszuschusses erfolgt hinsichtlich des zum Zeitpunkt der Anerkennung der "Bestätigung nach Durchführung" gültigen Zusagebetrags und wird mit den im Tilgungsplan zuletzt fälligen Raten verrechnet. So verkürzen Sie die Kreditlaufzeit bei gleich bleibenden Annuitäten.


Kumulierung
: Sie können das KfW-Darlehen mit anderen Fördermitteln (wie Krediten oder Zulagen und Zuschüsse) kombinieren, solange diese Summe nicht die Summe der Aufwendungen übersteigt.

Energieeffizient Bauen und Sanieren: Zuschuss Baubegleitung (Nr. 431)

 

Welche Bauvorhaben werden durch das KfW Förderprogramm 431 / Zuschuss Baubegleitung gefördert?

  • Förderbar ist die energetische Fachplanung sowie die Baubegleitung durch einen externen Sachverständigen. Der Zuschuss ist nur für Ihren Neubau- oder Ihr Sanierungsvorhaben zum KfW-Effizienzhaus oder für Einzelmaßnahmen Ihrer Sanierung an Wohngebäuden vorgesehen (beispielsweise für den Einbau von Heizungs- und Lüftungspaketen).
  • Neben der energetischen Fachplanung und der Baubegleitung erhalten Sie einen KfW-Zuschuss für die Erstellung von Zertifikaten für nachhaltiges Bauen: beispielsweise anerkannte Nachhaltigkeitszertifikate.

KfW-Förderung Zuschuss Baubegleitung: Wer wird gefördert?

  • Sie können als Träger von Investitionsmaßnahmen in den KfW-Programmen "Energieeffizient Bauen und Sanieren - Wohngebäude“ einen Zuschuss zu externen Planungs- und Baubegleitungsmaßnahmen beantragen.
  • Als Wohnungseigentümer beantragen Sie den Zuschuss gemeinsam mit der Wohnungseigentümergemeinschaft.

 So sieht der KfW-Zuschuss 431 / Zuschuss Baubetreuung konkret aus:

  • Zur Baubegleitung durch einen Sachverständigen erhalten Sie Zuschüsse in Höhe von 50% der Kosten. Sie können bis zu 4.000 Euro pro Antragsteller und Vorhaben anrechnen lassen.
  • Der Zuschuss wird für Neubau oder Sanierung eines Wohngebäudes zu einem KfW-Effizienzhaus gewährt. Ebenso können Sie Einzelmaßnahmen an einem Wohngebäude durch die KfW fördern lassen. Achtung: Es gilt als ein Vorhaben, wenn Sie gleichzeitig oder unmittelbar aufeinander folgend einen Neubau oder die Sanierung mehrerer baugleicher Wohngebäude zum gleichen KfW-Effizienzhaus-Niveau oder gleiche Einzelmaßnahmen durchführen. Sie erhalten entsprechend nur einmal die Fördermittel ausgeschüttet.
  • Es werden keine Zuschussbeträge unter 300 Euro ausgezahlt.
  • Ihr gewählter Sachverständiger muss in der Expertenliste für Förderprogramme des Bundes in der Kategorie "Energieeffizient Bauen und Sanieren - Wohngebäude" eingetragen sein.
  • Sie müssen den Zuschuss bereits vor dem Beginn Ihres Vorhabens beantragen. Den KfW-Zuschuss bekommen Sie dann nach Abschluss Ihres Vorhabens ausgezahlt.


Kumulierung:

  • Ihre Kosten für eine unabhängige Energieberatung in Vorbereitung der Maßnahmen können Sie im Rahmen des Förderprogramms "Vor-Ort-Beratung" separat fördern lassen. Informieren Sie sich hierzu beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Denn diese Kosten können Sie nicht in die energetische Fachplanung und Baubegleitung einbeziehen.
  • Außerdem können Sie den Zuschuss zur Baubetreuung mit den Programmen "Energieeffizient Bauen und Sanieren" (Programmnummer 151/152, 153, 430) sowie mit weiteren öffentlichen Mitteln kombinieren, wenn die Summe der Förderzusagen die Kosten für die Leistungen des Sachverständigen nicht übersteigen.

 

Energieeffizient Sanieren: KfW-Zuschuss 430

 

Für Ihre Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder für einzelne energetische Maßnahmen erhalten Sie den KfW-Investitionszuschuss 430. Dieses KfW-Fördermittel erhalten beantragende private Eigentümer, die sanieren oder energetisch sanierten Wohnraum kaufen möchten.

Hinweis: Der KfW-Investitionszuschuss 430 ist flexibel mit anderen Fördermitteln kombinierbar.            

Das Wichtigste zum KfW-Fördermittel 430 auf einen Blick:

  • Sie erhalten bis zu 30.000 Euro Zuschuss je Wohnung.
  • Förderung Ihrer energetischen Sanierung von Wohngebäuden, deren Bauantrag oder Bauanzeige vor dem 01.02.2002 gestellt wurde.
  • Voraussetzung: Einbindung eines Experten für Energieeffizienz
  • Zuschusshöhe 15% Ihrer förderfähigen Kosten (bei Anstreben eines Effizienzhausstandards )


Durch den Zuschuss 430 wird gefördert:

  • Austausch besonders ineffizienter Heizungen durch effiziente Anlagen in Verbindung mit einer optimierten Einstellung
  • Förderung Lüftungsanlage: Einbau neuer Lüftungsanlagen in Kombination mit mindestens einer weiteren förderfähigen Maßnahme an der Gebäudehülle
  • Gefördert werden alle energetischen Maßnahmen, die zum KfW-Effizienzhausstandard führen.

 

Durch die KfW-Fördermittel förderfähige Einzelmaßnahmen:

  • Wärmedämmung: Wände, Dachflächen, Keller- und Geschossdecken
  • Erneuerung von Fenstern und Außentüren
  • Erneuerung / Optimierung von Heizungsanlagen
  • Erneuerung oder Einbau von Lüftungsanlagen
  • Baunebenkosten 
  • Wiederherstellungskosten 
  • Beratungs-, Planungs- und Baubegleitungsleistungen


Achtung:
Das KfW-Fördermittel 430 eignet sich nicht für Ferienhäuser und -wohnungen, eine Nachfinanzierung bereits begonnener oder abgeschlossener Vorhaben oder einer Photovoltaik-Anlagen.

Luftbude Tipp: Nutzen Sie für diese Vorhaben das Förderprodukt KfW-Programm Erneuerbare Energien - Standard (270).

 

Energieeffizient Sanieren: KfW-Kredit 151 & 152

 

Die KfW-Kredite 151 und 152 nutzen Sie für Ihre Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder für einzelne energetische Maßnahmen. Einen Antrag können alle stellen, die Wohnraum energetisch sanieren oder sanierten Wohnraum kaufen wollen.

Das Wichtigste zum KfW-Kredit 151 & 152 auf einen Blick:

  • ab 0,75% effektiver Jahreszins
  • bis zu 27.500 Euro Zuschuss zur Kredittilgung
  • bis zu 100.000 Euro für jede Wohnung zur Sanierung zum KfW-Effizienzhaus
  • bis zu 50.000 Euro bei Einzelmaßnahmen oder bei Maßnahmenpaketen
  • Notwendige Begleitung durch Energieeffizienz-Experte, der mit bis zu 4.000 Euro Zuschuss gefördert wird
  • Förderung energetischer Sanierung von Wohngebäuden mit einem Bauantrag oder einer Bauanzeige vor dem 01.02.2002
  • Gefördert werden alle energetischen Maßnahmen, die zum KfW-Effizienzhausstandard führen

Durch die Kredite 151 & 152 wird gefördert:

  • Austausch besonders ineffizienter Heizungen durch effiziente Anlagen in Verbindung mit einer optimierten Einstellung
  • Förderung Lüftungsanlage: Einbau neuer Lüftungsanlagen mit erhöhten Tilgungszuschüssen, in Kombination mit mindestens einer weiteren förderfähigen Maßnahme an der Gebäudehülle


Durch die KfW-Fördermittel förderfähige Einzelmaßnahmen:

  • Wärmedämmung: Wände, Dachflächen, Keller- und Geschossdecken
  • Erneuerung der Fenster und Außentüren
  • Erneuerung / Optimierung der Heizungsanlage
  • Erneuerung / Einbau einer Lüftungsanlage
  • Baunebenkosten 
  • Wiederherstellungskosten 
  • Beratungs-, Planungs- und Baubegleitungsleistungen


Achtung:
Die KfW-Kredite 151 & 152 eignen sich nicht für Ferienhäuser und -wohnungen, Umschuldungen bestehender Kredite, Nachfinanzierungen bereits begonnener oder abgeschlossener Vorhaben oder einer Photovoltaik-Anlage. Nutzen Sie für diese Fälle das KfW-Fördermittel Förderprodukt Erneuerbare Energien - Standard (270).

Falls ihr Lüfter zu laut erscheint, könnte dieser verunreinigt sein. Eine Regelmäßige Reinigung der Lüftungsanlagen und des Zubehörs ist wichtig, um unnötige Geräusche zu vermeiden und eine schadstofffreie Luft zu garantieren.


Lese-Tipp:
 Eine detaillierte Beschreibung der KfW, wie die Förderungen und Förderprodukte funktionieren und wer Ihnen durch den Antrag hilft, finden Sie in unserem Ratgeber: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW): Welche Vorteile bringt die KfW für Bauherren?

Hinweis: Bei der Vergabe von KfW-Fördermitteln wird Ihr Bauvorhaben in Neubau und Sanierung unterteilt, hier gibt es jeweils verschiedene KfW-Fördermittel, die sich nach dem angestrebten Standard und der Energieeffizienz Ihres Hauses richten. Für eine umfangreiche Planung Ihres Bauprojekts sollten Sie einen Energieberater in Anspruch nehmen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau hat hierfür passende Energieberater gelistet.

Sie können mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Ihren Neubau, Ersterwerb oder die Sanierung Ihrer Wohngebäuden und abgeschlossenen Wohneinheiten umsetzen. Außerdem gibt es KfW-Förderprogramme, die Sie bei Erweiterungen oder einem Umbau Ihres Wohnraums unterstützen.

Mit diesen Förderungen unterstützt die KfW Ihr Bauvorhaben:

  • Vergabe lukrativer Kredite
  • Bezuschussung baulicher Veränderungen mit einem Tilgungszuschuss von bis zu 15 %

 

Seit dem 17.04.2018 gilt die aktuellste Änderung des KfW-Effizienzhausstandards. Diese Änderung bringt auch neue Anforderungen zur Förderfähigkeit dezentraler Lüftungssysteme mit sich (Funktionsprinzip und Steuerung). Besonders die KfW-Förderstandards für das Programm 153 wurden angepasst. Bisher wurden von der KfW drei verschiedene Standards für KfW-Effizienzhäuser für die Berechnung der Kredite und Zuschüsse unterschieden: das KfW-Effizienzhaus 70, 55 und 40. Mit der aktualisierten Fassung der Förderprogramme endet das Standard KfW-Effizienzhaus 70 und die höhere Standardisierung, das Effizienzhaus 40 Plus, tritt in Kraft.

Die Förderungen richten sich dabei stets nach den Energieeinsparmaßstäben und werden daher regelmäßig angepasst. Grundlage ist ein Referenzgebäude, das mit 100 % Primärenergiebedarf quasi als Musterhaus betrachtet wird. Bezogen auf die KfW-Förderprogramme bedeutet dies:

  • der Primärenergiebedarf des Effizienzhauses 70 liegt bei 70 %
  • der Primärenergiebedarf des Effizienzhauses 55 liegt bei 55 %
  • der Primärenergiebedarf des Effizienzhauses 40 liegt bei 40 %

Was bedeuten die Zahlen der KfW-Programme nun konkret? Die Namen der KfW-Förderprogramme ergeben sich aus den jeweiligen Einsparungen: Hat Ihr Bauprojekt also eine Energieeinsparung von 45 % gegenüber dem Referenzhaus, können Sie ein KfW-55-Förderprogramm nutzen. Spart Ihr Bauvorhaben sogar 60 % im Vergleich zum Primärenergiebedarfs des Standardhauses ein, kann ein „KfW 40 Haus“ oder gar ein „KfW 40 Plus“-Programm greifen. Die Stufe 40 Plus wird bei Gebäuden angewandt, die weniger als 40 % des Primärenergiebedarfs des Referenzgebäudes benötigen.

Die KfW schüttet Fördermittel für Ihren Neubau und Ihre Sanierung von Wohnraum aus.

KfW-Fördermittel für Ihre Sanierung:

  • KfW-Förderprogramm 431
  • KfW-Förderprogramm 430
  • KfW-Förderprogramm 151
  • KfW-Förderprogramm 152

Der Vergleich der Wärmerückgewinnung von 80 % mit dem SEV-Wert muss kleiner oder gleich -26 kWh/ (m²a) und das Lüftungssystem muss mit dem Energielaben „B“ oder besser ausgestattet sein. Somit hält die dezentrale Lüftung die Anforderungen zur elektrischen Leistungsaufnahme der Ventilatoren und zum Wärmebereitstellungsgrad von Lüftungsanlagen ein, wenn der spezifische Energieverbrauch gemäß den Ökodesign-Richtlinien ist.

Wichtig: Nutzen Sie bei Ihrem Effizienzhaus 40 oder 40 Plus nur eine Lüftungsanlage nach Nennlüftung (DIN 1946-6). Die hochwertigen Lüftungsanlagen sind jedoch ebenfalls für andere Standards empfehlenswert.

 

Für Lüftungsanlagen wird für die Vergabe von KfW-Fördermitteln Folgendes gefordert:

 


Geben Sie für die Berechnung nach EnEV unbedingt die richtigen Werte Ihrer Lüftungsanlage ein: also die korrekten Herstellerangaben zum Lüftungsgerät selbst und auch die genaue Größe der zu belüftenden Fläche (richtig Lüften). Ist beispielsweise geplant, nur 50 % der Wohnfläche zu belüften, wird voraussichtlich der Effizienzhausstandard schlechter.

Welche KfW-Fördermittel gibt es nun und für welches Effizienzhaus sind sie geeignet?

Wie fallen die KfW-Fördermittel für das Förderprogramm 153 aus?

  • Beim Neubau werden gefördert: Bau- und Baunebenkosten (ohne Grundstückskosten), Kosten der Beratung / Planung / Baubegleitung
  • Beim Kauf werden gefördert: Kaufpreis für das Wohngebäude (ohne Grundstückskosten)

 

Besonderheiten des Effizienzhauses 40 Plus:

Beim Effizienzhaus 40 Plus müssen mehrere Bestimmungen eingehalten werden. So ist für das Effizienzhaus 40 Plus sowohl der Jahres-Primärenergiebedarf (QP) als auch der Jahres-Heizwärmebedarf (QH) laut aktueller Version des Projektierungspakets (PHPP) nachzuweisen - hierzu benötigen Sie einen Sachverständigen. Dieser kann Ihnen auch mögliche technische Fragen zu Variations- und Kombinationsmöglichkeiten beantworten.

So sieht das KfW-Förderprogramm 153 / Förderkredit konkret aus:

Ihnen werden 100% des zugesagten Betrages ausgezahlt: Sie können den Kredit entweder in einer Summe oder in Teilbeträgen abrufen. Nach Ablauf der Tilgungsfreijahre zahlen Sie den Kredit in monatlichen Raten zurück. Ein Tilgungszuschuss wird gewährt.

Kumulierung: Sie können KfW-Darlehen mit anderen Fördermitteln (wie Kredite oder Zulagen und Zuschüsse) kombinieren. Jedoch nur solange die Summe der Kredite, Zuschüsse und Zulage die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt.

Diese Laufzeitvarianten haben Sie bei einer Mindestlaufzeit von 4 Jahren:

  • bis zu 10 Jahre Kreditlaufzeit bei 1 - 2 Tilgungsfreijahren (10/2)

  • bis zu 20 Jahre Kreditlaufzeit bei 1 - 3 Tilgungsfreijahren (20/3)

  • bis zu 30 Jahre Kreditlaufzeit bei 1 - 5 Tilgungsfreijahren (30/5)

  • bis zu 10 Jahre Kreditlaufzeit mit vollständiger Tilgung zum Laufzeitende (10/10)

Wer kann den Antrag zur KfW-Förderung stellen und wer wird gefördert?

  • Antragsberechtigt sind alle Träger von Investitionsmaßnahmen (wie Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Bauträger, Eigentümer und Betreiber von Wohnheimen, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie Contracting-Geber)
    Hinweis: Gültig für alle selbst genutzten aber auch vermieteten Wohngebäude oder  Eigentumswohnungen
  • Ersterwerber von neu errichteten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen

 


Achtung: 
Für Ihren privaten Antrag wenden Sie sich an Ihre Geschäftsbank. Diese wird den KfW-Kredit durchleitet. Öffentlich-rechtliche Kreditnehmer beantragen hingegen das entsprechende Fördermittel direkt bei der KfW.

Als Nachweis des energetischen Standards des KfW-Effizienzhauses, egal ob 40, 40 Plus oder 55, gilt die Energiebedarfsberechnung.

Hinweis: Beim KfW-Effizienzhaus 55 können Sie den Nachweis zur Einhaltung der KfW-Forderungen für die Fördermittel auch über Referenzwerte erbringen.

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