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Kellerlüftung 
So finden Sie die richtige Lüftungsanlage für Ihren Keller

 Damit Sie die richtige Lüftung für Ihren Keller bestimmen können, sollten Sie die baulichen Gegebenheiten sowie Ihre Wünsche übereinbringen. Hier spielt die Dämmung sowie die Lage des Kellers eine besondere Rolle, damit die Lüftung darauf ausgerichtet werden kann. Bei einem falschen Lüftungsverhalten können hingegen gravierende Feuchteschäden sowie Schimmel entstehen. Damit dies bei Ihnen nicht passiert, zeigen wir Ihnen, was Sie bei der Kellerlüftung beachten sollten und welche Lüftungslösungen sich für Sie anbieten

Themenübersicht

In 8 Schritten zur idealen Kellerlüftung 

Im folgenden Abschnitt stellen wir Ihnen die wichtigsten Punkte vor, welche Sie vor dem Kauf einer Kellerlüftung beachten sollten. Hier haben wir alle Kernfragen aufgelistet und Ihnen entsprechende Empfehlungen notiert. 

Wir geben Ihnen zu diesen Kernfragen unsere Erfahrungswerte aus jährlich über 8600 Lüftungslösungen weiter und geben Ihnen Orientierungswerte sowie Empfehlungen mit an die Hand. Unter Berücksichtigung dieser Anforderungen können Sie die passende Lüftungsanlage für Ihre individuelle Situation selbst bestimmen oder diese einem Händler Ihres Vertrauens zukommen lassen. Selbstverständlich unterstützen auch wir Sie kostenfrei mit einer neutralen Beratung für Ihr Kellerprojekt. 

Checkliste für Ihre Kellerlüftung

Schritt 1: Wie ist der Keller gedämmt?

  • Ungedämmter Keller: Eine Taupunktsteuerung wird benötigt, sofern Ihr Keller teil- oder komplett unterirdisch ist

  • Gedämmter Keller: Eine Taupunktsteuerung wird nicht benötigt.


Die wichtigste Frage bei einer Kellerlüftung lautet: Brauchen Sie für Ihren Keller eine Taupunktsteuerung oder nicht? Fehlt diese bei einer ungedämmten Bausituation, kann eine Lüftungsanlage im schlimmsten Fall zu einer Erhöhung der Luftfeuchtigkeit führen und somit das Schimmelrisiko und die Schäden an der Bausubstanz deutlich steigern. 


Der Grund dafür ist: Die Wände von unterirdischen Kellern werden permanent durch das umliegende Erdreich abgekühlt. Sollten die Wände dieses Raums nicht mit einer Dämmung ausgestattet sein, überträgt sich diese Kälte auf die Raumluft. Der Keller wird somit fortlaufend gekühlt. Zusätzlich dringt auch Feuchtigkeit stärker in den Keller ein. So kann das kellertypische kühl-feuchte Klima entstehen.

Besonders im Sommer können diese Luft- und Feuchtigkeitsverhältnisse Probleme verursachen. In den wärmeren Jahreszeiten enthält die Außenluft viel Feuchtigkeit, die beim Lüftungsvorgang in den Keller gelangt. Ist hier ein größerer Temperaturunterschied vorhanden, kühlt sich die eindringende Außenluft stark ab und gibt die enthaltene Feuchtigkeit an die Kellerwände ab. Das ist auch der Grund, warum in Altbaukellern ohne Lüftungsanlage im Sommer die Fenster geschlossen werden sollten. 

Eine Taupunktsteuerung ist dafür zuständig, die Luftfeuchtigkeit im Innen- und Außenbereich sowie die Temperatur zu messen. Sollte die Luft außen feuchter sein als im Keller, sorgt die Steuerung dafür, dass sich die Lüftungsanlage abschaltet. So wird sichergestellt, dass keine Luft mit einem hohen Feuchtigkeitsgehalt in den Keller gelangt. Diese bedarfsgerechte Steuerung sorgt somit automatisch dafür, dass Ihr Lüfter immer nur dann aktiv ist, wenn sichergestellt werden kann, dass keine Schäden an der Bausubstanz entstehen können. Die Taupunktsteuerung regelt allerdings nicht die Lüftungseinstellungen an der Kellerlüftung sondern deaktiviert diese nur im Ernstfall. 

Bei gedämmten Kellern wird die Kellerluft nicht durch das Erdreich abgekühlt. Dadurch ist das Eindringen der feuchtebelasteten Luft von außen deutlich weniger problematisch. Da die Kellerluft in diesem Fall eine ähnliche Temperatur aufweist, bleibt die Luftfeuchtigkeit vorrangig in der Luft enthalten und kondensiert weniger an den Wänden. Deshalb ist in gedämmten Kellern keine Taupunktsteuerung nötig.

Schritt 2: Wie ist die Einbaulage des Kellers?

  • unterirdischer Keller: Eine Rohrverlängerung für den Lüfter wird benötigt.

  • überirdischer Keller: Die Lüftungsanlage kann direkt in eine Außenwand des Kellers eingesetzt werden.

Reine Abluftgeräte können häufig mehr Luftvolumen nach außen befördern als dezentrale Geräte mit Wärmerückgewinnung. Allerdings reicht die Leistung von Geräten mit WRG für einen normalen Wohnraum bei entsprechender Planung ebenfalls aus. Weiterhin sorgen diese zusätzlich für eine Heizkostenersparnisse sowie eine Frischluftzufuhr mit Schadstofffilterung.

Schritt 3: Soll die Kellerlüftung eine Wärmerückgewinnung besitzen?

  • Ja: dezentrales Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung auswählen

  • Nein: dezentrale Zu- und Abluftanlage oder reine Abluftanlage auswählen

Dezentrale Lüftungsanlagen sind entweder mit oder ohne Wärmerückgewinnung (WRG) ausgestattet. Beide Gerätetypen befinden sich in ähnlichen Preisregionen, sodass keine größeren Unterschiede bei den Anschaffungskosten zu erwarten sind. Kellerlüftungen mit Wärmerückgewinnung haben den Vorteil, dass der Keller nicht auskühlt und Sie eventuell Heizkosten einsparen können. Möchten Sie auf eine Wärmerückgewinnung verzichten, können Sie dezentrale Lüftungsanlagen ohne WRG oder reine Abluftanlagen in Ihrem Keller einsetzen. Reine Abluftanlagen verfügen häufig allerdings nicht über dieselben Komforteinstellungen und bieten keine Anschlüsse für Taupunktsensoren. Somit sind diese für ungedämmte und untererdige Keller nicht zu empfehlen, da sie das Feuchterisiko nicht vollständig beseitigen können.

Neben der Lage Ihres Kellers entscheidet auch die Funktion des Raums darüber, ob sich eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung anbietet oder nicht. Nutzen Sie Ihren Keller vorwiegend als Lagerraum, benötigen Sie nicht unbedingt eine Wärmerückgewinnung. Sollten Sie den Keller anderweitig nutzen, können komfortable Lüfter mit WRG die richtige Wahl sein.

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Risiko mit Abluftgeräten: Während der inaktiven Betriebszeiten kann bei Abluftanlagen ein unkontrollierter Frischlufteinzug erfolgen, da selbst integrierte Rückschlagklappen die Zufuhr nicht vollends abblocken können. Dies kann gerade im Sommer zu beschleunigten Feuchteschäden führen. Zudem muss bei starken Abluftgeräte auch eine regelmäßige Frischluftzufuhr ermöglicht werden, damit es zu keinem permanenten Unterdruck kommt. Dies wird meist durch ein natürliches Nachströmen, beispielsweise unter der Kellertür hinweg oder durch spezielle Zuluftelemente ermöglicht. Bei größeren Kellern ab 25 m² sind die Wärmeverluste erfahrungsgemäß sehr hoch, sodass hier auf Geräte mit WRG gesetzt werden sollte.

Sondersituation bei Lagerkellern ab 25m²: aufgrund der ähnlichen Preise von Abluftanlagen und einer Lüftungen mit WRG empfehlen wir Ihnen, direkt auf eine Komfortlösung zu setzen. Diese sorgen zusätzlich für eine kontrollierte Frischluftzufuhr sowie einer permanenten Schadstofffilterung. Weiterhin können Sie durch die Wärmerückgewinnung Heizkosten einsparen.

Schritt 4: Wie groß ist Ihr Keller?

  • Bis 25 m² empfehlen wir mindestens 30 m³/h Luftaustausch

  • Bis 50 m² empfehlen wir mindestens 60 m³/h Luftaustausch

  • Bis 75 m² empfehlen wir mindestens 90 m³/h Luftaustausch

  • Bis 100 m² empfehlen wir mindestens 120 m³/h Luftaustausch

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Die Größe eines Raums sowie deren Nutzung bestimmt, wie hoch das Luftvolumen sein sollte, welches von Ihrer Lüftungsanlage ausgetauscht werden sollte. Die hier aufgeführten Richtwerte dienen der Orientierung, mit welchen Sie die Anzahl der benötigten Geräte selbst bestimmen können. Außerdem können Sie anhand dieser Leistungsdaten Ihre bestehende Kellerlüftung überprüfen, ob eine ausreichende Wirksamkeit gegeben ist. Genaue Angaben zum Fördervolumen einer Lüftungsanlage können Sie den technischen Merkblättern dieser entnehmen. Bitte haben Sie Verständnis, dass für diese Orientierungswerte keine Gewähr oder Haftung übernehmen können, da die Feuchteverhältnisse je Keller unterschiedlich ausfallen können.

Schritt 5: Wie viele Kellerlüfter benötige ich?

Nachdem Sie Ihren benötigten Luftaustausch berechnet haben, sollten Sie die Anzahl der Lüftungsgeräte bestimmen. Das tatsächlich benötigte Luftvolumen sollte dabei immer in einer individuellen Lüftungsplanung unter Berücksichtigung aller örtlichen Gegebenheiten sowie der zukünftigen Nutzung erfolgen. 


 Die von uns errechneten Werte können Ihnen zur ersten Orientierung dienen:

  • Je 20 m² bewohnter Kellerfläche = 1x dezentrales Gerät zum Luftaustausch

  • Je 40 m² unbewohnter Lagerfläche = 1x dezentrales Gerät zum Luftaustausch.

Sollten Sie auf reine Abluftgeräte ohne Frischluftzufuhr sowie Taupunktsteuerung setzen, so kann ein Abluftgerät einen bis zu 50 m² großen Keller belüften.

Sie haben bei dezentralen Lüftungsanlagen die Wahl zwischen Einzelraumlüftern und synchron- geschalteten Geräten. Zweitere Variante beschreibt ein Lüftungssystem aus mindestens zwei Lüftern. Diese befinden sich abwechselnd im Zu- und Abluftmodus, um eine ganzheitliche Durchlüftung zu gewährleisten. Dies ist vor allem bei verwinkelten oder mehrräumigen Kellern effektiv. 


Da der Keller in einigen Gebäuden allerdings nur aus einem Raum besteht, bieten sich hier häufig Einzelraumlüfter an. Diese können sowohl die feuchte Raumluft abtragen als auch frische Luft von außen in den Keller befördern.

Schritt 6: Ausstattung der Lüftung bestimmen

Zur erweiterten Ausstattung von Lüftungsanlagen gehören Elemente, welche die Nutzung, das Leistungsvermögen sowie den Komfort Ihrer Lüftung verbessern sollen. 


Je nachdem, ob die Lüfter auf wechselnde Luftverhältnisse selbst reagieren oder durch feste Einstellungen lüften sollen, unterscheiden Sie bitte zwei grundsätzliche Betriebsarten:

  • Automatischer Betrieb: Sensoren bestimmen selbst die optimale Lüftereinstellung

  • Manueller Betrieb: Die Lüftung arbeitet nach voreingestellten Intervallen

Möchten Sie eine sorgenfreie Lösung, um für alle Lüftungssituationen gerüstet zu sein, so empfehlen wir Ihnen, auf hochwertige Geräte mit integrierten Sensoren sowie zusätzlichen Schnittstellen zu setzen. Eine Alternative bieten reine Be- und Entlüftungsgeräte, die Ihren Keller, unabhängig vom benötigten Luftaustausch pauschal belüften.

Neben Sensoren können auch Rückschlagklappen bei reinen Abluftgeräten ohne WRG relevant sein. Diese befinden sich im Lüftungsrohr und verhindert einen unkontrollierten Kälteeinritt, wenn der Kellerlüfter ausgeschaltet ist. Bei Geräten mit Wärmerückgewinnung ist hingegen keine Rückschlagklappe vorhanden, da sich das Gerät im Dauerbetrieb befindet und durch die Rückgewinnungsfunktion ein direkter Kälteeintritt verhindert wird.

Schritt 7: Weiterführende Anforderungen und Empfehlungen

Neben den bereits genannten wichtigen Punkten gibt es weitere Kriterien, auf die Sie bei der Lüftungsauswahl achten sollten.


Wir empfehlen Ihnen, folgende Anforderungen ebenfalls zu berücksichtigen:


  • Metallhaube außen mit Abtropfkante zum Fassaden- und Schallschutz

  •  Werkzeuglose Wartung des Ventilators

  • Externe Schnittstelle zum Anschluss weiterer Sensoren oder an Smart-Home-Systeme

  •  Etablierter Hersteller für hochwertige und zuverlässige Verarbeitung

  • Gewährleistung und kulante Reklamationsprozesse Ihres Händlers

  •  Für Vermieter: Möglichkeit der Zwangsbelüftung sowie integrierten Betriebsstundenzähler

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Schritt 8: Neutrale Lüftungsplanung

Um alle Ihre Wünsche und Bedürfnisse in Bezug auf Ihre Kellerlüftung abzudecken, empfehlen wir Ihnen eine fachgerechte und neutrale Beratung. Unsere Lüftungsplaner von Luftbude begleiten im Jahr über 8600 individuelle Bauprojekte und entwickeln dafür unterschiedlichste Lüftungslösungen. 


Gerne unterstützen auch wir Sie mit: 

  • einer individuellen Planung, 
  • einer neutralen Beratung 
  •  Geräteempfehlungen, die sich bewährt haben 
  • der Lieferung aller benötigten Produkte und Zubehörteile 
  • stärkere Gewährleistungsansprüche als bei Handwerkern & Herstellern

Nutzen Sie hierfür unseren Produktfinder oder schicken Sie uns Ihre Anfrage direkt.

Produktempfehlungen
Dezentrale Lüftung für den Keller im Vergleich 

Für eine Belüftung Ihres Kellers eignen sich dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung am besten und decken alle bekannten Problemfelder ab. Im folgenden Abschnitt stellen wir Ihnen drei Lüfter von etablierten Herstellern vor, welche sich für eine Kellerbelüftung eignen. Wollen Sie noch mehr dezentrale Lüftungsanlagen miteinander vergleichen, können Sie sich in unserem Ratgeber „Dezentrale Lüftungsanlagen im Test“ über die 7 besten Lüfter auf dem Markt aktuell informieren.


iV14 Zero
InVENTer
Aventus

Cabrio Base V2 100
Ambientika Wireless+
Südwind
Blauberg Ventilatoren

Vento Expert A50-1 W V.2 
Blauberg
Förder-
volumen
17-58 m³/h
10-60 m³/h
15-50 m³/h
Reversierbares 
Fördervolumen
8,5-29 m³/h
5-30 m³/h
7,5-25 m³/h
Eigen-
schall
11-29 dB(A)20-30 dB(A)20-30 dB(A)
Schallschutz
max. 48 dB(A)
max. 49 dB(A) mit Protektor
max. 43 dB(A)
WRG87%93%93%
Leistungsaufnahme
1 - 3 W
3,9 – 6,7 W
4,45 – 5,08 W
Integrierter Feuchtigkeitssensor
NeinJaJa
SteuerungSeparater Regler notwendig; Verbindung per Kabel oder Funk mit externem Regler
Funksteuerung; Fernbedienung; Wandpanel inkl. App

Funksteuerung; Fernbedienung; App-Steuerung

Wissenswertes rund um die Kellerlüftung

Welche Kosten fallen für eine Kellerlüftung an?


Die anfallenden Kosten für eine mechanische Kellerbelüftung sind stark davon abhängig, welche Komfortelemente Sie sich wünschen und wie sich der Einbau in Ihren Keller gestaltet. In der Regel sollten Sie für ein reines Lüftungsgerät Kosten zwischen 450 und 850 € einplanen. Achten Sie bei Ihrem Wunschmodell darauf, ob hier ein externer Regler weitere Zusatzkosten erzeugt oder ob die Bedienung bereits direkt im Gerät mit integriert ist. 

Setzen Sie dabei auf Produkte etablierter Hersteller. Diese verfügen häufig über deutlich mehr Erfahrungen und bieten somit zuverlässige und effektive Lüfter an. Auch aufgrund der Langlebigkeit der Geräte und der Verfügbarkeit von Zubehör empfiehlt es sich, in hochwertige Produkte zu investieren.

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Zusätzlich entstehen bei einem dezentralen Kellerlüfter Kosten für spezielle Sensoren sowie für den besonderen Luftauslass.
Bei diesen können Sie mit folgenden Kosten rechnen:

  • Taupunktsteuerung: 400 – 600 €

  • Luftturm/ Luftbogen (auch „Schnorchel“): 200 – 400 €

Weiterhin sollten Sie bei der Preiskalkulation Ihrer Kellerlüftung auch mögliche Montagekosten berücksichtigen. Diese sind von dem individuellen Arbeitsaufwand und dem Stundensatz Ihres Handwerkers abhängig. Hierfür kann der Preis variieren zwischen 150 € - 400 € für besonders schwierige Einbausituationen. Für geübte Heimwerker ist allerdings auch der eigenständige Einbau in die Kellerwand möglich. Was Sie dabei beachten sollten, können Sie in unserem Ratgeber „Einbau einer dezentralen Lüftungsanlage“ nachlesen.

Was ist beim Reinigen eines Kellerlüfters zu beachten?

Dezentrale Lüftungsanlagen wie auch Kellerlüfter sind leicht zu reinigen. Damit Sie stets mit frischer Luft versorgt werden, sollten Sie in regelmäßigen Abschnitten die Luftfilter überprüfen. Vonseiten der Hersteller wird empfohlen, diese nach sechs Monaten auszutauschen. In der Regel lassen sie sich aber auch darüber hinaus verwenden. Wir empfehlen Ihnen alle drei bis sechs Monate die Filter optisch zu überprüfen und sie bei stärkeren Verschmutzungen selbst zu wechseln. Viele Staubfilter können dabei auch vor einem Wechsel mehrfach mit Wasser ausgespült werden und müssen erst nach 2-3 Anwendungen erneuert werden. Bei Geruchs- oder Pollenfiltern handelt es sich um Einwegware.

Außerdem sollten Sie den Ventilator der Lüftungsanlage regelmäßig reinigen. Dafür können Sie mit einem feuchten Tuch die Innenseite des Lüfters auswischen und größere Staubablagerungen mit einem Staubsauger entfernen. In unserem dazugehörigen Ratgeber finden Sie weitere Informationen zur Wartung und Reinigung dezentraler Lüftungsanlagen sowie zum Filtertausch".

Unsere Empfehlungen für die richtige Kellerbelüftung

Wie in diesem Artikel erläutert, sind dezentrale Lüftungsanlage die effektivste Möglichkeit, Ihren Keller zu belüften und so Schimmel und Feuchteschäden zu vermeiden. Besonders bei ungedämmten, kühlen und feuchten Kellern empfiehlt sich zudem, eine Taupunktsteuerung zu installieren, um eine bedarfsgerechte Lüftung zu gewährleisten und den Keller vor Feuchteschäden schützen zu können. Diese Produktkombination bietet Ihnen den entscheidenden Vorteil, sodass Sie sich keine Sorgen um Schimmel oder Feuchteschäden machen müssen. 


Sollten Sie sich allerdings noch unsicher sein, ob eine Kellerlüftung die richtige Entscheidung für Sie ist, können Sie mit den folgenden fünf Tipps Ihr Kellerklima verbessern:

Nässebild beobachten 

Feuchte Flecken an der Wand geben einen Hinweis auf eine schlechte Isolation der Wände. Sollte Sie nur Kondensationsnässe beobachten, können Sie diese durch gezieltes Lüften beseitigen.

Tägliche Frischluftzufuhr 

Durch tägliches Lüften können Sie einen kellertypischen, modrigen Geruch beseitigen und Schimmel vorbeugen.

Im Sommer nur frühs und spät abends lüften 

Achten Sie im Sommer darauf, nicht in den warmen Stunden zu lüften. Dadurch wird viel Feuchtigkeit nach innen getragen und das Kellerklima kann sich verschlechtern (siehe Taupunkt).

Verwendung eines Hygrometers 

Mit einem Hygrometer können Sie die Luftfeuchtigkeit der Innen- und Außenluft messen. Wenn die Luft im Außenbereich eine höhere Feuchtigkeit als die Innenluft aufweist, sollten Sie die Kellerfenster geschlossen halten.

Möbel und Regale nicht direkt an Kellerwände stellen 

Häufig entsteht Schimmel gerade an zugestellten Wänden, sogenannten Kältebrücken. Wenn man diese vermeidet, können Sie einer Schimmelbildung aktiv vorbeugen.

kellerlueftung-handwerker

Fazit – Finden Sie die richtige Lüftung für Ihren Keller 

Keller stellen durch Ihre besondere Lage eine lüftungstechnische Herausforderung dar. Je nachdem, ob Ihr Keller gedämmt oder ungedämmt ist, sollten Sie verschiedene Maßnahmen in Betracht ziehen, um Feuchteschäden vorzubeugen und Schimmel zu vermeiden. Besonders tiefgelegene, ungedämmte Keller bieten ein großes Schimmelrisiko. Mit einer dezentralen Lüftungsanlage mit einer Taupunktsteuerung kann dieses Risiko allerdings beseitigt werden. Ob dieses Lüftungssystem für Ihr Gebäude das richtige ist, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. 


 Unsere Lüftungsexperten stehen Ihnen bei dieser Entscheidung zur Seite und bieten Ihnen eine kostenlose und neutrale Beratung. Schicken Sie uns hierfür gerne Ihre Anfrage direkt zu.

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