Das ErP Energieeffizienzlabel für Lüftungsanlagen

Das ErP Energieeffizienzlabel

Das typische EU-Effizienzlabel ist mit den sieben Energieeffizienzklassen (A bis G) dargestellt. Oberhalb der Skala A (sehr effizient) können je nach technischem Zustand des Geräts noch drei weitere Klassen optimiert werden (A+, A++, A+++).

Das Energieeffizienzlabel ist europaweit einheitlich und gleichzeitig auch sprachneutral.

In einigen Darstellungen erhält das Label auch zusätzliche Informationen, zum Beispiel über den jährlichen Energieverbrauch des Geräts und weitere individuelle produktspezifische Daten. Durch das Label kommen die verschiedenen Händler in den Wettbewerb. Ab dem Jahr 2019 wird zusätzlich eine Produktdatenbank eingeführt. Sie gibt Verbrauchern die Möglichkeit, Produkte nach Energieeffizienz zu vergleichen.

Das Label ist außerdem ein wichtiger Faktor bei der Erreichung von Klimaschutzzielen. Ineffiziente Produkte können so nach und nach vom Markt verdrängt werden und durch effizientere, klimafreundlichere Produkte ausgetauscht werden.

Einsatz des Energieeffizienz-Label auch bei Lüftungsanlagen

Durch aktuelle Bestimmungen sollen nun auch Lüftungssysteme mit so einem Label gekennzeichnet werden. Lüftungsanlagen für Wohnraumlüftung, mit typischen Einsatz in Einfamilienhäusern oder Wohnungen und einem Maximal-Volumenstrom bis zu 250 m³/h müssen ab sofort mit dem Label gekennzeichnet werden.

Seit Januar 2016 gilt die neue EU-Ökodesign-Richtlinie. Dabei müssen Geräte für die Wohnungslüftung mindestens so viel Energie einsparen, wie sie verbrauchen. Zusätzlich dazu ist das Energielabel im Segment der Lüftungsanlagen wieder zu finden. Dies gilt für private Hausbesitzer mit Leistungsklassen von bis zu 1.000 m³/h Luftförderung. Von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind allerdings Lüftungsgeräte ohne Wärmerückgewinnung unter einer Leistungsaufnahme von 30 Watt je Luftstrom. Damit sind allerdings lediglich die einfachen Toilettenlüfter gemeint. Das Energielabel wird in Folge dessen für alle Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung eingesetzt: In Privatwohnungen aber auch in Ein- und kleineren Mehrfamilienhäusern. Dabei gilt die Kennzeichnung für zentrale aber auch dezentrale Lüftungsgeräte.

Die Zukunft des Energieeffizienzlabels bei der Lüftung

Durch immer effizientere Geräte ist eine Anpassung der ErP-Richtlinie notwendig. Im Rahmen des Kyoto Protokolls hat sich die EU dazu verpflichtet, die CO2-Emission bis 2020 um mindestens 20 Prozent zu senken. Daher wurde die ErP-Richtlinie (Energy related Products-Directive) verabschiedet.  Bei zahlreichen Produkten wird heute fast nur noch zwischen A+ bis A+++ unterschieden. Die generellen Energieeffizienzklassen sollen bis zum Jahr 2024 komplett angepasst werden. Dabei soll die Kategorisierung von A bis G reduziert werden. Erste Überlegungen sind, dass verwendete Materialien in der Produktion in die Gesamtbewertung einfließen müssen. So ergibt sich ein umfassenderer Gedanke in Bezug auf die Umwelt. Die Überarbeitung soll dabei für alle Produktgruppen, auch Lüftungsanlagen gelten.

Abgrenzung zentraler und dezentraler Lüftungsanlagen

Wenn es um den Einbau einer Lüftungsanlage geht muss zwischen zentralen und dezentralen Lüftungsanlagen unterschieden werden. Sie unterscheiden sich in verschiedenen Kriterien. Dazu gehören Einbauvoraussetzungen und Einbausituation.

Eine zentrale Wohnungslüftungsanlage besteht aus einem Lüftungsgerät mit Ventilatoren und Wärmetauscher sowie dem dazugehörigen Luftverteilsystem. Das Lüftungsgerät saugt frische Außenluft an und führt sie über den eingebauten Wärmetauscher und über die Zuluftleitungen zu den Zulufträumen (Wohn-, Schlaf oder Kinderzimmer). Gleichzeitig wird warme Abluft aus den Ablufträumen (Bad, Küche oder WC) über die Abluftleitungen in das Lüftungsgerät gesaugt und ebenfalls über einen Wärmetauscher geführt. Dabei wird die Wärme aus der Abluft auf die Zuluft übertragen und somit zurückgewonnen. Die kalte Abluft wird dann über die Fortluftleitungen ins Freie abgeführt.

Dezentrale Lüftungsgeräte besitzen in der Regel kein eigenes Luftleitungssystem. Die Geräte werden direkt in die Außenwand eingebaut. Geräte mit eingebautem Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauscher werden dabei als Permanentlüfter bezeichnet. Sie besitzen zwei Ventilatoren, die ständig in Betrieb sind. Ein Ventilator fördert immer frische Außenluft in den Raum, der andere führt Abluft aus dem Raum ab. Im Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauscher erfolgt eine Wärmeübertragung von der Abluft auf die Außenluft.

Daneben gibt es Geräte, die lediglich einen Ventilator und einen Wärmespeicher besitzen. Bei diesen Modellen sind immer eine gerade Anzahl an Geräten im Austausch notwendig. Ein Gerät saugt die warme Raumluft über den Speicherkern an und bläst sie ins Freie. Das zweite Gerät saugt die frische Außenluft an und verteilt sie über den vorher erwärmten Speicherkern in den Raum.

Passende Steuerung für gesteigerte Energieeffizienz

Neben den bisher relevanten Leistungsdaten wie der Wärmerückgewinnung oder der Leistungsaufnahme der Ventilatoren nimmt zur Bestimmung der Effizienzklasse auch die Betriebsart Einfluss. Hierbei ist zwischen manueller Nutzung über ein Bedienelement und bedarfsgesteuerter Nutzung über Sensoren zu unterscheiden. Die bedarfsgerechte Lüftung regelt den Luftstrom anhand definierter Soll-Werte völlig unabhängig vom Nutzerverhalten und sorgt so für ein ideales Innenraumklima bei gleichzeitig optimierter Betriebsweise. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Lüftungsanlage nicht unnötig auf hoher Stufe läuft und zu viel Strom verbraucht. Dementsprechend werden Lüftungsgeräte, die mit zusätzlichen Sensoren betrieben werden, in der Regel mit besseren Energieeffizienzklassen bewertet.

Fazit zum Thema Energieeffizienzlabel bei Lüftungsanlagen

Der europäische Markt für Wohnungslüftungsgeräte in Europa ist bisher von vielen nationalen und internatioalen Zertifizierungsprogrammen eingenommen. Das Energielabel führt zu besserer Verbraucherinformation und höhere Markttransparenz. Zusammenfassend kann man sagen, das Energieeffizienzlabel ein gutes Mittel ist, um eine erste Orientierung über die Effizienz eines Lüftungsgerätes zu bekommen.

Allerdings gibt das Label keine Auskunft über die Betriebskosten des Gerätes, dafür muss die Anlage umfassender betrachtet werden. Die Betriebskosten sind von mehreren Faktoren abhängig, beispielsweise von Art und Anzahl der eingesetzten Geräte. In jedem Fall sollte vor der Entscheidung für ein Lüftungssystem ein Fachmann hinzugezogen werden. 

Um beim Kauf einer Lüftungsanlage eine erste Orientierung zu bekommen ist das Energielabel ein wichtiges Kriterium. Am Günstigsten ist es allerdings die passende Lüftungsanlage mit dem Fachbetrieb zu besprechen. Neben der Energieeffizienz gilt es auch die Anforderungen Energierückgewinnung, Montageaufwand und die Kosten einer Lüftungsanlage zu berücksichtigen.

Kritik am ErP Energieeffizienzlabel für Lüftungsgeräte

Das Energieeffizienzlabel dient vor allem Privatkunden als Orientierung. Die Berechnungsgrundlagen wurden aber nicht neutral und objektiv gewählt. Im DIN Ausschuss auf europäischer Ebene entscheiden auch Industrievertreter über diese Kriterien - ob dies immer neutral im Sinne des Endverbrauchers geschieht vermag sich jeder selbst zu beantworten. Kunden haben kaum eine Chance den Verbrauchswert der Anlage wirklich zu überprüfen. Die Frage ist, ob nach dem Abgas Skandal jetzt vielleicht auch der Stromskandal kommt?

Konsequent überprüft werden die von den Herstellern gemachten Angaben auf dem Energieverbrauchsetikett bislang noch nicht. Dass Konsumenten damit aussagekräftige Aussagen über den Energieverbrauch der Geräte bekommen ist ebenfalls unwahrscheinlich. Denn ein anerkanntes Testverfahren, mit dem Hersteller beispielsweise den tatsächlichen Energieverbrauch von Staubsaugern messen können, existiert aktuell nach unserer Einschätzung noch nicht. 

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Rechnerischer Ausgangspunkt für das Energielabel symbolisiert die Kennzeichnung “G”. Damit ist die Effizienz des einfachen Fensterlüftens im Hinblick auf volle Wärmeverluste gemeint. Im Vergleich dazu die höchste Stufe A+ eine Primäreinsparung von mehr als 42 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.

Der Wert stellt die Einsparung des Gerätes im Vergleich zur Fensterlüftung bei gleicher Luftqualität an. Außerdem beinhaltet er die Verrechnung des Stromaufwandes zur Betreibung der Ventilatoren mit der Einsparung der Heizenergie.

Zusätzlich können Hausbesitzer aus dem Energielabel auch ablesen, wie leise oder laut das Lüftungsgerät arbeitet und wieviel Kubikmeter Luft es pro Stunde maximal befördern kann. Die aktuelle EU-Ökodesign Richtlinie hat dabei verschiedene Vorschriften.

Etwa alle 70 Sekunden wird dieser Prozess umgekehrt und wiederholt. Werden die paarweisen Geräte in unterschiedlichen Räumen installiert, muss eine Überströmung zwischen den Räumen sichergestellt werden.

Die neuesten Lüftungsgeräte arbeiten sehr leise und die technischen Fortschritte sind auch deutlich weiter. Die Anbieter bieten meist auch zusätzliche Schallschutzmaßnahmen an.

Im Vergleich von zentraler und dezentraler Lüftung können zentrale Anlagen einen größeren Luftvolumenstrom fördern, weil hier der gesamte Luftvolumenstrom der Nutzungseinheit über ein einziges Gerät abgedeckt wird. Dafür sind nur zwei Außenwanddurchführungen für die Außen- und Fortluft erforderlich sowie das gesamte Luftkanalsystem, was spätere Modifikationen der Raumverteilung erheblich erschweren.

Dezentrale Lüftungsgeräte belüften die gesamte Wohneinheit, deshalb ist der Luftvolumenstrom eines einzelnen Geräts geringer. Es müssen daher in der Nutzungseinheit mehrere dezentrale Geräte installiert werden. Für jedes dezentrale Gerät ist eine Außenwanddurchführung erforderlich. Je nach baulichen Gegebenheiten lässt sich eine zentrale Wohnraumlüftungsanlage auch nachträglich installieren. Hierfür ist meist eine Deckenabsenkung notwendig.                     

Lüftungsanlagen sind komplexe Systeme, deren Effizienz nicht nur vom einzelnen Gerät, sondern auch von der perfekten Abstimmung aller Komponenten beeinflusst wird.

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