Was bedeutet Luftreinigung und worauf sollte ich dabei achten?

Gerüche, eine trockene Heizungsluft, Bakterien und Schadstoffe haben eine große Auswirkung auf das Raumklima. Aber auch die Gegenstände in unserem Zuhause dünsten kontinuierlich chemische Verbindungen oder Schadstoffe aus. Diese kleinen Teilchen können über die Atmung in unseren Blutkreislauf gelangen und dort Schaden an unseren Organen hervorrufen.

Ein Luftreiniger kann dabei helfen, ein optimales Raumklima zu erschaffen, indem schädliche Partikel kontinuierlich aus der Luft herausgefiltert werden.

Welchen Nutzen ein Luftreiniger hat, welche Arten es davon gibt und worauf Sie bei der Anschaffung achten sollten, erfahren Sie in den folgenden Ausführungen.

Warum ist eine Luftreinigung wichtig?

Ohne die Zufuhr von Luft kann der Mensch nicht atmen. Tagtäglich benötigen wir im Durchschnitt 12.000 Liter Sauerstoff, um unsere Organe damit zu versorgen. Hierbei ist es jedoch entscheidend, welche Qualität die Luft hat, die wir einatmen. Der Schadstoffausstoß und die damit einhergehende Luftverunreinigung haben negative Auswirkungen auf unsere Leistungsfähigkeit und unsere Gesundheit. Kleine Schadstoffpartikel können über die Lunge in unseren Blutkreislauf und von dort zu unseren Organen gelangen. Werden diese tagtäglich mit schadstoffbelasteter Luft versorgt, können Organschäden oder auch ein Herzinfarkt drohen.

Der Ausstoß von CO2 betrifft zudem nicht nur unsere Industrie, sondern auch die eigenen vier Wände. CO2 wird durch die Atmung produziert und tritt daher vor allem dann Zuhause auf, wenn nicht genügend Luftaustausch stattfindet.

Generell kann neben einer kontrollierten Lüftungsanlage (Luftaustausch) auch ein Luftreiniger die Qualität unserer Raumluft signifikant verbessern und dabei zu einem gesünderen Leben beitragen.

Neben CO2 können aber auch verbaute Materialien zu einer schadstoffbelasteten Luft führen. Unter anderem können Tapeten, Fußbodenbeläge, Wandfarben oder Holzschutzmittel zu einem erhöhten Schadstoffausstoß führen. Grund hierfür sind die enthaltenen Stoffe und Chemikalien. Insbesondere Rückstände von Formaldehyd, Weichmachern oder Holzschutzmitteln setzen sich in der Luft ab. Holzschutzmittel weisen unter anderem Terpene auf. Die Kohlenwasserstoff-Verbindungen erkennen wir an ihrem Geruch, den wir einatmen. Insbesondere Holzschutzmittel können starke Gerüche verursachen, welche die Luftqualität schmälern.

Schadstoffe in der Luft können somit auf vielfältige Art und Weisen auftreten. Die Auslöser sind dabei vielfältig und können von Blütenpollen, Mobiliar über Reinigungsprodukte reichen. Es empfiehlt sich daher die Luft regelmäßig von unterschiedlichen Schadstoffen zu reinigen. Wir zeigen Ihnen in diesem Ratgeber, worauf Sie bei der Wahl des richtigen Luftreinigers achten sollten.

Ratgeber Luftreinigung - Schadstoffe in der Luft

Wussten Sie schon? Die Abkürzung VOC steht für Volatile Organic Compounds. Dies sind Luftschadstoffe, die als flüchtig organisch-chemische Verbindungen in Innenräumen vorhanden sind. Vollständig kann die Luft nicht von den VOCs gereinigt werden. Es ist aber möglich die Konzentration der Luftschadstoffe erheblich zu reduzieren.

Welche Gesundheitsrisiken entstehen ohne Luftreinigung

Allergiker greifen in der Regel häufiger auf einen Luftreiniger zurück, als unbelastete Menschen. Tatsächlich wäre aber auch ein Luftreiniger für Bewohner ohne Atemwegserkrankungen sinnvoll – beispielsweise, wenn wir uns die Feinstaubbelastung in diesem Zusammenhang ansehen.

Pro Atemzug nehmen wir Feinstaubpartikel in unseren Organismus auf. Bei Allergikern macht sich dies oftmals schneller bemerkbar, weshalb diese auch sensibler auf schadstoffreiche Luft reagieren als unbelastete Menschen. Die Auswirkungen von schadstoffreicher Luft variieren von Mensch zu Mensch, können sich aber in ähnlichen Symptomen äußern.

Diese gesundheitlichen Symptome können sein:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Schwindelgefühl
  • Schwierigkeiten sich zu konzentrieren
  • Ein geschwächtes Immunsystem
  • Jucken der Augen

Diese Symptome könnten sich langfristig ohne die Verwendung eines Luftreinigers verstärken und Langzeitschäden verursachen. Krankheitsbilder wie Krebs, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten dabei langfristig durch schadstoffbelastete Luft entstehen. Wir empfehlen Ihnen daher grundsätzlich auf eine Luftreinigung in Ihrem Zuhause zurückzugreifen, um die Luft nachhaltig von einem hohen Anteil der Schadstoffe zu befreien – gerade bei gedämmten Gebäudehüllen ohne natürlichem Luftaustausch.

Luftreinigung: Filterung von Schadstoffen

Dank integrierter Filter befreien Luftreiniger die Räume eines Hauses von schwebenden Schadstoffpartikeln. Die Luftreinigung sorgt dabei für einen besseren Geruch, eine Feinstaubminimierung und kann zudem Bakterien und Viren wie Aerosole effektiv minimieren.

Grundsätzlich ist es mit einer Luftreinigung möglich, die Luft von folgenden Schadstoffen zu befreien bzw. den Schadstoffanteil in der Luft zu minimieren:

  • Bakterien
  • Viren
  • Pollen
  • Haare
  • Milbenkot
  • Gase
  • Tabak- und Ruß
  • Feinstaub
  • Mikroplastik
  • Schimmel
  • Tierschuppen
  • Kohlenmonoxid
  • Stickoxide
  • Blausäure
Ratgeber Luftreinigung - Wie funktioniert Luftreingung

Da ein Luftreiniger Schadstoffe wie Milbenkot, Tierschuppen und Feinstaub aus der Luft entfernen kann, sind Luftreiniger vor allem in Allergiker-Haushalten beliebt. Bei einer Hausstaub-, Milben- oder Tierhaarallergie ist eine Luftreinigung maßgeblich, um die eigene Lebensqualität zu verbessern.

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Wie funktioniert ein Luftreiniger?

Die Funktionsweise einer Luftreinigung ist einfach erklärt: In einem Luftreiniger ist immer mindestens ein Filter verbaut. Dieser ist maßgeblich für die Säuberung der Luft verantwortlich. Um die Luft zu reinigen, wird die verbrauchte Luft von einem Luftreiniger eingesogen. Anschließend gelangt die Luft in den Filter, der die Luft von bis zu 99,99 Prozent der Schadstoffpartikel befreit. Möglich ist dies durch den Sog, den ein Luftreiniger mittels eines integrierten Ventilators aufbaut.

Qualitative Luftreiniger beinhalten sowohl einen Vorfilter, einen Hauptfilter sowie einen Nachfilter, um verunreinigte Luft mehrfach in verschiedenen Stufen zu säubern. Sobald die Luft gereinigt ist, wird diese wieder aus dem Luftreiniger herausgeleitet.

Schritt-für-Schritt Erklärung: Diese Reinigungstechnik erfolgt bei der Luftreinigung

  1. Der Ventilator saugt die Luft an
  2. Die verbrauche Luft wird im Vorfilter gereinigt
  3. Eine Feinfilterung erfolgt im Nachgang
  4. Gerüche werden im gleichen Zuge aus der Luft gefiltert
  5. In der Nachfilterung kann die UV-Strahlung Bakterien aus der Luft entfernen
  6. Die saubere Luft wird wieder an den Raum zurückgegeben

Ein Luftreiniger filtert somit gesundheitsschädliche Stoffe wie Feinstaub, Allergene und Gerüche aus der Luft. Mehrstufige Filtersysteme überzeugen darüber hinaus besonders in der Anwendung, da die Kombination verschiedener Filtermethoden eine besonders intensive Luftreinigung ermöglicht.

Welche Aufgabe haben die verschiedenen Filter eines Luftreinigers?

Nicht jeder Luftreiniger besitzt das gleiche Filtersystem. Je nach Filter unterscheidet sich auch die Intensität der Lufteinigung. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es verschiedene Reinigungsverfahren für Filter gibt. Nicht jedes Reinigungsverfahren ist dabei empfehlenswert, weshalb es sinnvoll sein kann, sich die einzelnen Filtertechniken vor dem Kauf eines Luftreinigers genauer anzuschauen.

Merken Sie sich folgende Faustregel beim Kauf eines Luftreinigers:

Ein Luftfilter reicht für eine einfach Luftreinigung aus, jedoch ist ein mehrstufiges Filtersystem zu bevorzugen. Erst durch die Kombination verschiedener Filterkönnen auch kleinste Schadstoffpartikel in der Luft gefiltert werden.

Qualitative Luftreiniger beinhalten daher immer einen HEPA Filter in Kombination mit Aktivkohlefiltern, photokatalytischen Filtern, UV-Filtern und weiteren Filtertypen.

Was ist ein Vorfilter bei der Luftreinigung?

Wenn Luft im Luftreiniger angesogen wird, gelangen die in der Luft hängenden Teilchen zunächst in den Vorfilter. Dieser filtert bereits groben Staub und größere Schadstoffpartikel aus der Luft heraus, bevor die Luft in die Feinsäuberung gelangt. Unter anderem können Haare, Grobstaub und Hautschuppen in der ersten Phase der Reinigung aus der Luft entfernt werden.

Was sind HEPA Filter in Luftreinigern?

Der High Efficency Particulate Air Filter (HEPA) überzeugt mit einer hohen Wirksamkeit. Kleinste Teilchen in Form von Schwebestoffen können mittels eines HEPA Filters aus der Luft gefiltert werden. Schwebestoffe von bis zu 0,1 Mikron sind von dem HEPA Filter leicht zu absorbieren. Hierbei kann es sich um Staub, Pollen oder Rauchrückstände handeln. Möglich ist dies durch das engmaschige Gewebe des Filters, bestehend aus Synthetik und Zellulose. Neben einer hohen Wirksamkeit zeichnet sich der HEPA Filter auch mit einer langfristigen Nutzungsdauer als geeignete Filterart für einen Luftreiniger aus.

Wussten Sie schon? Filter werden in Klassen entsprechend der europäischen Normung eingeteilt. Die Bezeichnung HEPA Filter dürfen nur die Filter tragen, die der Filterklasse H12, H13 und H14 zuzuordnen sind. Diese Filter entfernen über 99,9 Prozent der Schadstoffe aus der Luft, die größer als 0,1 µm sind.

Um die Luft vor schädlichen Umwelteinflüssen zu befreien, bedient sich ein HEPA Filter vier Effekten:

  • dem Siebeffekt,
  • Trägheitseffekt,
  • Sperreffekt und
  • dem Diffusionseffekt.

Der Siebeffekt sorgt dafür, dass größere Partikel in den gewebten Filteröffnungen stecken bleiben und so buchstäblich aus der Luft gesiebt werden. Der Trägheitseffekt greift hingegen bei den Partikeln, die im Filter hängen bleiben, da die Partikel zu unflexibel sind, um sich durch die geometrischen Formen des Filters zu bewegen. Partikel, die grundsätzlich durch den Filter gelangen, werden durch die engen Fasern des angrenzenden HEPA Filters aufgehalten. Dieser Vorgang nennt sich auch Sperreffekt. Zuletzt greift bei einem HEPA Filter noch der Diffusionseffekt. Teilchen, die dem Luftstrom nicht folgen, bleiben in den Fasern des Filters hängen und werden so aus der Raumluft entfernt.

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Aufgrund der effizienten Säuberung der Luft gilt der HEPA Filter als beliebtester Filter für die Luftreinigung. Nachteile gibt es jedoch auch beim HEPA Filter. Beispielsweise können nicht alle Gerüche aus den Innenräumen mittels eines HEPA-Filters entfernt werden. Für eine effiziente Luftreinigung ist daher immer ein mehrstufiges Filtersystem empfehlenswert.

Welche Aufgabe haben Aktivkohlefilter bei der Luftreinigung?

Eine spürbar frischere Luft kann durch die Geruchsneutralisierung der Raumluft mittels eines Aktivkohlefilters erzielt werden. Der Filter besteht aus poröser Aktivkohle. Charakteristisch für die Optik des Filters ist zum einen die schwarze Farbe und zum anderen die großporige, wie ein Schwamm wirkende Oberfläche. Die Schadstoffe bleiben direkt in dem Filter stecken. Ein Austausch des Filters ist regelmäßig notwendig, um die Effizienz zu gewährleisten.

Photokatalytische Luftreinigung

Viren, Bakterien und Aerosole, die in der Luft herumschwirren, können mittels Photokatalysation aus der Raumluft gefiltert werden. Dies gelingt durch die Kombination aus Filterplatten und der direkten UV-Einstrahlung. Die photokatalytischen Filter werden daher auch als UV-Filter im Fachjargon bezeichnet.

Durch die Bestrahlung von Filterplatten aus Titanoxid mit UV-Licht entstehen chemische Verbindungen, die als freie Radikale organische Teilchen wie Viren und Bakterien zersetzen. Eine photokatalytische Luftreinigung kann sowohl für sich alleinstehen oder als Nachfilter in einem mehrstufigen Filtersystem Anwendung finden. Ein regelmäßiger Austausch des Filters ist nicht notwendig.

Achtung: Die photokatalytische Luftreinigung steht in der Kritik, aufgrund des UV-C-Lichts schädlich für Augen und Haut zu sein. Zudem enthalten manche UV-Filter Ozon, welches bei der Luftreinigung gesundheitsschädliche Stoffe ausstoßen könnte. Bei der Wahl eines Luftreinigers sollte daher stets darauf geachtet werden, dass chemischen Reaktionen nicht entstehen bzw. nicht aus dem Gerät austreten können.

Elektrostatische Filter bei der Luftreinigung

Anders als bei den anderen Filtern säubert der elektrostatische Filter, die Luft durch die Erzeugung einer elektrischen Spannung. Ein Austausch der Filter ist bei diesem hochwirksamen Filter nicht notwendig. Folgekosten können bei dieser Filterart somit eingespart werden.

Im Inneren des Luftreinigers befinden sich bei einem elektrostatischen Filter parallel angeordnete Metallplatten, die unter Spannung stehen. Drähte, die im Luftreiniger verbaut sind, leiten die Schadstoffe direkt zu den Metallplatten und saugen diesen an. Die elektronische Leitung der Schadstoffe verhindert, dass diese wieder an die Luft abgegeben werden können. Diese Filtermethode ist zwar wirksam, kann in puncto Effektivität aber mit den anderen Filtern nicht mithalten. Während die anderen Filter eine Wirksamkeit von über 99,9 Prozent garantieren, können bei der elektronischen Filterung nur ca. 95 Prozent der Schadstoffe aus der Luft gefiltert werden. Für ein mehrstufiges Filtersystem eignet sich dieser Filter nicht.

Was ist eine Silberionenmatte bei Luftreinigern?

Hocheffiziente, mehrstufige Filtersysteme enthalten oftmals eine Silberionenmatte. Silber gilt als Material, welches antiviral und antibakteriell wirkt. Aus diesem Grund werden Silberionen auch teilweise in Desinfektionsmitteln eingesetzt, um Bakterien abzutöten. Ähnlich verhält es sich bei einer Silberionenmatte. Bakterien in der Luft, die empfindlich auf Silber reagieren, werden in diesem Teil der Luftreinigung gebündelt und durch die Berührung mit der Silberionenmatte eliminiert.

Optimaler Aufbau eines mehrstufigen Filtersystems:

  1. Vorfilter
  2. HEPA-Filter
  3. Aktivkohlefilter
  4. Silberionenmatte
  5. UV-C-Licht

Worauf sollte ich beim Kauf eines Luftreinigers achten?

Um die Raumluftqualität zu verbessern, sollte neben dem regelmäßigen Luftaustausch auch eine Luftreinigung eingeplant werden. Neben den Filtersystemen gilt es auch beim Luftreiniger selbst auf einige Kriterien beim Kauf zu achten. Darüber hinaus können auch die Ausrichtung des Reinigers sowie persönliche Präferenzen die Wahl beeinflussen.

Wir möchten Ihnen die wichtigsten Kriterien vorstellen, die Sie bei der Wahl des richtigen Raumluftreiniger beachten sollten.

a) Filter

Bei der Filterauswahl sollte stets auf einen guten Mix der Filter geachtet werden. Nur so kann garantiert werden, dass auch kleinste Schafstoffpartikel aus der Luft gefiltert werden. Um auch Aerosole und Viren, abzufangen, bedarf es spezieller Filter wie UV-C-Licht oder Silberionenmatten. Auch ein HEPA Filter mit seiner hochwirksamen Luftfilterung sollte dabei betrachtet werden. Bei der Klassifizierung der HEPA Filter können sich Konsumenten an der H12 bis H14 Klassifizierung orientieren. Diese gilt nur für HEPA Filter und garantiert, dass auch Aerosole – und somit Tröpfchen in der Luft – zu filtern sind.

In der Regel empfiehlt es sich Filter alle 12 Monate zu wechseln. Während HEPA-Filter in längeren Abständen gewechselt werden können, benötigt ein Aktivkohlefilter einen regelmäßigen Austausch, um die Wirksamkeit der Luftreinigung zu garantieren.

Luftbude Tipp: Mittlerweile werden auch Raumluftreiniger entwickelt, die wiederverwendbare Filtersysteme besitzen (Bsp: Plasma). Diese können genau so effektiv arbeiten wie HEP-Filter, müssen aber nicht regelmäßig erneuert werden.

b) Lautstärke

Luftreiniger unterscheiden sich in der Geräuschentwicklung und im Eigenschall voneinander. Während einige Modelle kaum wahrzunehmen sind, können andere Luftreiniger teilweise in Wohnräumen als störend erachtet werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Lautstärke bei Luftreinigern zwischen 20 und 55 Dezibel schwankt. Ein Qualitätsmerkmal für einen Luftreiniger ist daher, dass dieser im unteren Drittel dieser Eigenschall-Werte liegt. Je kleiner dieser technische Wert dabei ausfällt, desto leiser arbeitet der Luftreiniger.

Praxistipp: Für ruhige Nächte empfiehlt sich ein Luftreiniger mit einer Lautstärke von maximal 25 Dezibel. Dies entspricht der Lautstärke eines leisen Flüsterns. Wer wirklich ungestört schlafen möchte, kann den Luftreiniger auch während der Nachtruhe ausgeschaltet lassen.

Geräusche in Dezibel messen: Das sagen die Dezibel über die Geräuschkulisse aus

  • 0 bis 10 Dezibel: nimmt das menschliche Gehör kaum wahr
  • 11 bis 20 Dezibel: wie ein kaum wahrnehmbares Hintergrundgeräusch
  • 21 bis 30 Dezibel: Vergleichbar mit der Lautstärke von leisen Gesprächen
  • 31 bis 40 Dezibel: Permanentes Rauschen hörbar
  • 41 bis 50 Dezibel: Lautstärke von klassischen Entertainment-Inhalten wie TV, Radio oder Gesprächen
  • >51 Dezibel: Zu hohe Lautstärke, die als unangenehm erachtet wird

c) Leistungsvermögen

Wenn Sie besonders große Flächen durch einen einzelnen Raumluftreiniger gefiltert haben möchten, sollten Sie auch auf Raumluftreiniger mit einem entsprechenden Leistungsvermögen achten.

Wer eine Fläche von 40 Quadratmetern sauber halten möchte, benötigt beispielsweise einen Luftreiniger, der mindestens 20 m³ Luft filtern kann.

Die Effizienz eines Luftreinigers wird grundsätzlich im CADR-Wert gemessen. CADR steht für Clean Air Delivery Rate und bezeichnet, wie gut Schadstoffe aus der Luft gefiltert werden.

Folgende Kategorien werden für die Bewertung herangezogen:

  • Rauch 0,09 – 1,0 Mikrometer
  • Staub 0,5 – 3 Mikrometer
  • Pollen 5,0 – 11 Mikrometer
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d) Betriebsdauer

Ein Luftreiniger stellt eine größere Investition dar, die langfristig angelegt ist. Die Betriebsdauer des Luftreinigers ist daher ebenfalls ein wichtiges Qualitätsmerkmal, welches es beim Kauf zu beachten gilt.

Achten Sie bei Ihrer Auswahl daher auf Kundenbewertungen zu diesen Geräten hinsichtlich der Lebensdauer. Bedenken Sie, dass Sie abhängig vom Händler meist nur die zwei Jahre gesetzliche Gewährleistung auf die Raumluftreiniger erhalten.

Muss mit einem Luftreiniger noch gelüftet werden?

Luftreiniger können kontinuierlich Schadstoffe aus der Raumluft filtern. Den Lüftungsprozess (und damit den Luftaustausch) ersetzen diese jedoch nicht.

Ohne die Zufuhr von frischer Luft können Kohlenstoffdioxid oder Luftfeuchtigkeit nicht minimiert werden. Es empfiehlt sich daher, je nach Gebäudedichtheit zwischen drei und fünfmal täglich stoßzulüften – unabhängig von der Luftreinigung.

Diese Fehler gilt es beim Lüften zu vermeiden:

  1. Nur mit einem Fenster lüften: Feuchtigkeit kann mit dem Lüften über ein Fenster nicht entweichen. Alle Fenster im Haus gleichzeitig zu öffnen und für 5 Minuten Stoßlüften, ist deutlich effektiver als über einen längeren Zeitraum ein Fenster zu öffnen.
  2. Nur einmal am Tag lüften: Pro Tag stauen sich mehrere Liter Wasser in einem Haushalt an, die in Form von Feuchtigkeit das Klima der Wohnung beeinflussen. Um diese Feuchtigkeit aus dem Kreislauf zu entfernen, sollte mindestens zwei bis dreimal pro Tag gelüftet werden.
  3. Lüftungsanlagen nutzen und gleichzeitig Lüften: Hierbei handelt es sich um Energieverschwendung.

Können luftreinigende Pflanzen einen Luftreiniger ersetzen?

Ratgeber Luftreinigung - Luftreinigende Pflanzen

Um eine noch bessere Luftqualität zu erreichen, eignen sich zudem luftreinigende Pflanzen. Die Enzyme dieser Pflanzen können Schadstoffe in Sauerstoff, Aminosäuren und andere Stoffe umwandeln und so als natürlicher Luftfilter genutzt werden. Darüber hinaus können luftreinigende Pflanzen die Luft auch mit mehr Sauerstoff versorgen, was wiederum zu einer Verbesserung der Luftqualität beiträgt. Ersetzen können diese Pflanzen einen leistungsstarken Luftreiniger jedoch nicht, da die Wechselrate hier deutlich höher ausfällt.

Welche luftreinigen Pflanzen sind besonders zu empfehlen?

  1. Efeutute – wandelt Schadstoffe in Sauerstoff, Aminosäuren und Zucker um
  2. Calathea – fügt der Luft Sauerstoff hinzu
  3. Flamingoblume – filtert Schadstoffe wie Formaldehyd, Tulole und Ammoniak
  4. Bogenhanf – eine der wenigen Pflanzen, die auch nachts viel Sauerstoff produziert
  5. Scheidenblatt – entfernt unter anderem Trichlorethylen aus der Luft

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