Wohnraumlüftung mit kontrollierter Be- und Entlüftungsanlage

Häuser werden mittlerweile gedämmt, isoliert und dreifachverglast. Ab dem Jahr 2021 ist außerdem  der Bau von Niedrigstenergiehäusern vorgeschrieben.

Das sichert die Energieeffizienz und die Heizenergie wird in den Räumen gehalten. Der Bewohner muss jetzt jedoch einen ausreichenden Luftaustausch gewährleisten.

Wenn dies nicht passiert, erhöht sich die Gefahr von Schimmel und Feuchteschäden. 

Lüftungen mit kontrollierter Be- und Entlüftung: Diese Arten und Funktionen stehen Ihnen zur Auswahl 

Alle drei Systeme können entweder mithilfe zentraler oder dezentraler Lüftungsanlagen realisiert werden. Wir schauen uns die einzelnen Systeme detailliert an und stellen Vor- und Nachteile der jeweiligen Hausbelüftung heraus.

Zentrale Lüftungsanlagen

Vorteile einer zentralen, kontrollierten Be- und Entlüftung auf einen Blick:

✔ Zentrale Be- und Entlüftungsanlagen eignen sich besonders für Neubauten.

✔ Kaum Geräuschentwicklung: Zentrale Be- und Entlüftungsanlagen funktionieren bei fachgerechtem Einbau sehr geräuscharm.

✔ Klimatisierung: Über spezielle zentrale Lüftungssysteme können Sie Ihre Räume in den warmen Monaten kühlen.

✔ Energieeffizient und Heizkosten einsparend: Zentrale Anlagen mit einem Wärmetauscher agieren sehr energieeffizient. Anlagen mit einem Vorheizregister verbrauchen hingegen verhältnismäßig viel Energie.

Dezentrale Lüftungsanlagen 


Die drei verschiedene Lüftungsprinzipien dezentraler Be- und Entlüftungsanlagen im Überblick:

1.   Abluftanlage: Bei der dezentralen Wohnraumlüftung gelangt die Abluft über eine Öffnung in der Außenwand nach draußen.

2.   Zuluftanlage: Aufgrund des Unterdrucks wird frische Außenluft durch Lüftungsklappen oder Außenluftdurchlässe passiv in den Wohnraum gesaugt.

3.   Zu- und Abluftanlage: Frischluft wird mithilfe eines Ventilators angesaugt. Die verbrauchte Raumluft wird gleichzeitig über einen eigenen Kanal nach außen transportiert. Bei dieser Variante können Sie einen zusätzlichen Wärmetauscher integrieren, der eine Wärmerückgewinnung gewährleistet und somit eine verbesserte Energieeffizienz ermöglicht.

Be- und Entlüftungsanlagen im Check: Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung 

Wenn Sie Wärme über die Lüftung verlieren, dann verlieren Sie gleichzeitig Energie. Besonders bei der Fensterlüftung gelangt über das geöffnete Fenster ein Großteil der Heizenergie nach draußen. Diese verlorene Wärme muss nach dem Lüften erst wieder  durch einen erhöhten Heizaufwand hergestellt werden. Um diesen Wärme- und Energieverlust auszugleichen, sind neue Be- und Entlüftungsanlagen in der Lage, Wärme zurückzugewinnen. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung gewährleisten je nach Gerät eine Wärmerückgewinnung von bis zu 93 %.

Wie funktioniert die Wärmerückgewinnung bei Be- und Entlüftungsanlagen? Die Wärme der ausströmenden Raumluft wird auf die einströmende Zufluft übertragen. Für eine optimale Energieeinsparung sollte die Bauweise natürlich möglichst luftdicht sein, um einen Energieverlust über das Mauerwerk oder die Glasflächen zu verhindern. In der Anschaffung sind Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung zwar etwas teurer als Geräte ohne Wärmerückgewinnung, durch die Einsparungen bei den Heizkosten amortisieren sich die Be- und Entlüftungsgeräte jedoch auch wieder von ganz allein. Außerdem steigern Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung deutlich die Energieeffizienz des Gebäudes, sodass die Geräte förderfähig sind.

Hinweis: Sie erhalten Be- und Entlüftungen mit Wärmerückgewinnungstechnik sowohl als zentrale als auch als dezentrale Lüftungssysteme.

Vor- und Nachteile einer kontrollierten Be- und Entlüftung

Wozu sollte man auf eine kontrollierte Be- und Entlüftung setzen? Der wichtigste Punkt ist der Werterhalt Ihrer Immobilie sowie die gesunde Raumluft. Mit einer bedarfsorientierten Lüftung beugen Sie einer etwaigen Schimmelbildung vor und schützen somit die Bausubstanz. Ein weiterer Pluspunkt ist die deutliche Verbesserung des Raumklimas und die damit verbundene Steigerung der Wohnqualität. Da Sie für das Lüften nicht mehr die Fenster öffnen müssen, sperren Sie außerdem Straßenlärm und Abgase aus. Durch patentierte Schalldämmlüfter reduzieren Sie Straßenlärm im Inneren auf ein Minimum. Mit den entsprechenden Filtern können Sie die Raumluft zusätzlich von Staub, Allergenen und Pollen reinigen lassen. So sorgen Sie mit einem Lüftungsgerät für eine gesündere Raumluft, tragen kontinuierlich Schadstoffe aus der Raumluft ab und stärken somit die Gesundheit Ihrer Familie. Das lässt besonders Allergiker aufatmen. Und mit den richtigen Geräten sparen Sie Energie und Heizkosten ein.
Von Nachteil bei den Be- und Lüftungsanlagen sind die Anschaffungs- und Wartungskosten. Wobei Sie bei dezentralen Geräten die Reinigung und Wartung eigenständig umsetzen können.

Kosten für eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage 

Die Kosten für eine dezentrale oder eine zentrale Be- und Entlüftungsanlage variieren sehr stark. Abhängig von der Gebäudegröße, der gewählten Geräte sowie der technischen  Funktionen fallen die Kosten unterschiedlich aus. Da aber der Staat ein energieeffizientes Bauen fordert, fördert er auch Lüftungsanlagen mit zinsgünstigen Darlehen oder auch kostenfreien Zuschüssen. Beispielsweise unterstützt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Einsatz von Lüftungsanlagen: sowohl für Neu- als auch Bestandsbauten. Zinsgünstige Kredite erhalten Sie daher für den Neubau der Effizienzhäuser 55, 40 oder 40 Plus. Mehr zu den einzelnen Förderprogrammen erfahren Sie hier.

Hierauf sollten Sie bei der Planung achten


Achten Sie bei der Planung Ihrer Be- und Entlüftungsanlage auf:

✔ Luftvolumenstrom (LVS): Die Angaben zum Luftvolumenstrom sind wichtig, um die Leistung des Geräts und die damit verbundene Schallentwicklung zu beurteilen. Achten Sie besonders auf die Werte des jeweiligen LVS in den einzelnen Lüftungsstufen und die zusammenhängenden Schallemissionen. Interessant sind dabei die Schallwerte in höheren Leistungsstufen: Meist werden nur die geringeren Lüftungsstufen angegeben, um mit niedrigen Schallwerten zu überzeugen. Diese Lüftungsstufen reichen jedoch meist nicht aus, um die Räume ausreichend zu be- und entlüften. Schalten Sie jedoch in eine höhere Leistungsstufe, steigt auch die Lärmentwicklung.

✔ Persönliche Beratung: Suchen Sie sich einen Ansprechpartner in Ihrer Nähe. So können Sie Rückfragen abklären und die Geräte von ihm installieren lassen.

✔ Experte: Wählen Sie einen Lieferanten, der sich auf etablierte Hersteller für Lüftungsanlagen spezialisiert hat. Seine Erfahrung hilft Ihnen, das passende Gerät zu finden.

✔ Qualität: Eine hochwertige Verarbeitung ist wichtig, da Sie Ihre Be- und Entlüftungsgeräte zur Wartung regelmäßig öffnen müssen. Besonders das Qualitätssiegel „Made in Germany“ oder eine langjährige Garantieleistung gewährleisten, dass die verwendeten Materialien langlebig sind.

Neutrale Beratung und kostenfreie Planung bei Luftbude

Luftbude kooperiert mit den Herstellern für Lüftungsgeräte, die sich am Markt am meisten durchgesetzt haben. Durch eine kostenfreie Lüftungsplanung Ihrer Immobilie finden wir das passende Produkt in unserem Produktportfolio. Wichtig: Setzen Sie bei der Wahl Ihres Lüftungsberaters unbedingt auf neutrale Beratungsstellen, die nicht nur ein Produkt vermarkten. So finden Sie das passende Lüftungsgerät für Ihre Bausituation und werden nicht einseitig auf einen Produktehersteller beraten.

Wir beraten Sie gerne neutral unter Berücksichtigung aller Ihrer Anforderungen. In einem persönlichen Beratungsgespräch klären wir Ihre individuelle Bausituation und entwickeln darauf hin ein kostenfreies Lüftungskonzept. Alle Serviceleistungen, die Lüftungsplanung und auch eventuelle Handwerkervermittlungen sind für Sie absolut kostenfrei.

Als Unterschied zwischen den Lüftungssystemen findet man bei den zentralen Lüftungsanlagen vorrangig eine rekuperative Wärmerückgewinnung. Hierbei werden Zu- und Abluft in getrennten Kanälen transportiert und durch die Nähe der Wärmeaustausch realisiert. Häufig wird ein Plattenwärmeübertrager genutzt. Dezentrale Geräte setzen vorrangig auf die regenerative Methode der kontrollierten Wärmerückgewinnung. Hierbei wird die Wärme der Raumluft zunächst auf ein Speichermedium übertragen (meist Keramikwärmespeicher). Da Zu- und Abluft abwechselnd durch das Speichermedium strömen, wird anschließend die Energie und somit die Wärme übertragen.

In nur drei Schritten gelangen Sie zu Ihrer kontrollierten Be- und Entlüftung:

1.   Sie benötigen ein Lüftungskonzept gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) erstellen (dies erhalten Sie kostenfrei bei Luftbude)

2.   Stellen Sie einen KfW-Förderantrag, um die Anschaffung und Installation Ihrer Lüftungsanlage zu finanzieren. Tipp: Ein Lüftungsexperte oder Energieberater unterstützt Sie bei der Beantragung der KfW-Förderung.

3.   Planen Sie die Umsetzung mit Ihrem Handwerker.

Nachteile einer dezentralen, kontrollierten Be- und Entlüftung auf einen Blick:

✘ Geräuschentwicklung: Entstehen eines höheren Geräuschpegels als bei zentralen Anlagen, da die Geräte in den jeweils zu belüftenden Raum integriert sind. Hier muss spezielles Schalldämmzubehör eingesetzt werden, um Stille im Innenraum gewährleisten zu können.

Vorteile einer dezentralen, kontrollierten Be- und Entlüftung auf einen Blick:

✔ Individuell steuerbar: gezielte Be- und Entlüftung einzelner Räume

✔ Leichte Montage: geringer baulicher Aufwand über Kernlochbohrung oder bei Ihrem Neubau mithilfe eines Montageblocks (vorgefertigtes Einbausystem, das während der Rohbauphase in den Neubau integriert wird).

✔ Kostensparend: geringer Stromeinsatz; geringere Gerätekosten sowie Einsparen der Wartungskosten durch die eigenständige Wartung und Reinigung innerhalb von ca. 10 Minuten pro Gerät

✔ Klimafreundlich: Da viele Geräte auch bei Minusgraden komplett ohne Heizregister arbeiten, fallen die jährlichen Betriebskosten niedrig aus (ca. 3€ Stromkosten pro Gerät im Jahr)

✔ Leichte Reinigung und Wartung: Dezentrale Geräte können Sie mit nur wenigen Handgriffen selbst reinigen und warten. Außerdem benötigen Sie keine speziellen Reinigungsmittel. Verwenden Sie ausschließlich ein feuchtes Tuch, um die Einzelteile abzuwischen und einen Pinsel, um den Ventilator zu reinigen.

Eine Lüftungsanlage tauscht verbrauchte Raumluft gegen frische Außenluft aus und garantiert Ihnen nicht zuletzt durch feine Filtersysteme so eine gesunde Luft. Hierfür wird die Außenluft mit einem Ventilator angesaugt und über einen Kanal in die Innenräume geleitet. Integrierte Filter in den Lüftungsanlagen sorgen nicht nur für Frischluft, sondern reinigen die einströmende Luft außerdem von Insekten, Pollen oder Staubpartikeln. Bei der ventilatorgestützten Lüftung unterscheidet man Abluft-, Zuluft- und Zu-/Abluftsysteme.

Die drei verschiedenen Lüftungsprinzipien im Überblick:

1.   Abluftanlagen: 
Abluftanlagen werden vorrangig in Feuchteräumen wie Küche, Hauswirtschaftsräumen und Bädern eingesetzt. Sie saugen die verbrauchte Innenluft sowie situativ entstehende Feuchtigkeit bedarfsgenau auf und transportieren diese nach außen.

2.   Zuluftanlagen: 
Über die Rohre der Zuluftanlage wird frische Luft in die Räume geleitet.

3.   kontrollierte Be- und Entlüftung: 
Als Kombination beider Lüftungssystem sorgen Be- und Entlüftungssystem dafür, dass Luftströme effektiv kontrolliert und gesteuert werden.

Zentrale Lüftungsanlagen bestehen meist aus einem Netz von Lüftungskanälen. Über dieses Lüftungsnetz werden alle Räume mit einem zentralen, leistungsstarken Ventilator verbunden.
Bei der einfachen und vor allem kostengünstigen Abluftvariante wird die verbrauchte Luft über Abluftrohre abtransportiert. Frische Zuluft wird über andere Leitungen den Räumen hinzugegeben

Nachteile einer zentralen, kontrollierten Be- und Entlüftung auf einen Blick:

✘ Hoher Planungsaufwand und Verlege-Arbeiten: Für ein zentrales Lüftungssystem wird ein einzelnes Aggregat mit allen Räumen vernetzt. Hierfür sind viele Rohrleitungen oder Luftschächte notwendig. Dies bedeutet besonders für die Gesamtarchitektur eine gewissenhafte Planung. Außerdem sind die Reinigungs- und Wartungsaufwände recht umfangreich.

✘ Auffällige Optik: Zentrale Lüftungsanlagen müssen in die Gesamtarchitektur integriert werden. Rohrleitungen und Lüftungsschächte werden in der Regel zusätzlich verkleidet, damit diese nicht auffallen. Außerdem benötigen die Leitungen Platz

✘ Höhere Kosten: Rechnen Sie neben den Anschaffungs- und Montagekosten von rund 7.000 bis 15.000 € für das zentrale Lüftungsgerät mit zusätzlichen Materialkosten, um die Anlage einzubauen und zu integrieren. Beachten Sie, dass Sie zentrale Be- und Entlüftungsanlagen nicht selbständig warten und reinigen können. Wartungskosten entstehen beispielsweise für Filteraustausch, die Reinigung der Gitter und des Wärmetauschers sowie für den Ablauf der Kondensatwanne. Rechnen Sie mit regelmäßigen Wartungsarbeiten abhängig vom Anlagentyp.

Im Gegensatz zu den zentralen Be- und Entlüftungssystemen werden dezentrale Lüftungsanlagen raumweise eingesetzt. Je nach Raumnutzung wird ein entsprechendes Gerät verbaut: beispielsweise Abluftgeräte in Feuchträumen wie Bad oder Küche und dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung in Wohnräumen. So be- und entlüften Sie jeden Raum passgenau mithilfe der kleinen und individuell angepassten Aggregate. Über eine Kernlochbohrung oder mittels eines vorgefertigten Einbausets setzen Sie das dezentrale Be- und Entlüftungsgerät direkt in die Außenwand ein. Per Sensorik können Sie dann die Lüftung bedarfsgenau für jeden Raum steuern. Diese individuelle Steuerung ermöglicht eine nachträgliche Nutzungsänderung des Raumes, indem Sie die Luftvolumenströme je nach Raumnutzung jederzeit verändern und anpassen könnten. Sie können die dezentralen Be- und Entlüftungsanlagen entweder automatisch über Sensoren oder manuell steuern. Für eine automatische Steuerung stehen Sensoren, die auf Feuchtigkeits- oder CO2-Werte in der Luft reagieren zur Wahl. Außerdem können Sie die Anlagen ebenfalls über eine Zeitschaltung einstellen.

Da die Geräte auch ohne größeren Aufwand nachgerüstet werden können, eignen sich dezentrale Lüftungen sowohl für den Neubau als auch für Sanierungen. Wie bei den zentralen wird auch bei den dezentralen Anlagen zwischen den Systemen Abluftanlage, Zuluft- sowie Zu- und Abluftanlage unterschieden.

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Sollten Sie also gerade einen Hausbau planen, dann sind Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung für Sie ideal.

Denn diese reduzieren die Lüftungswärmeverluste auf ein Minimum und sind dadurch sogar förderfähig.

Die kontrollierte Be- und Entlüftung Ihres Eigenheims ist eine wesentliche Planungs- und Bauentscheidung - egal, ob bei Ihrem Neubau oder Ihrer Sanierung. 

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