Zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Wärmedämmung, mehrfachverglaste Fenster, luftdichtes Gebäude – durch Neubauten oder Sanierungen werden die Gebäudehüllen immer dichter, um Energie und Geld einzusparen. Oftmals haben so jedoch Schadstoffe und Feuchtigkeit bessere Möglichkeiten, sich im Inneren festzusetzen. Wird noch dazu unzureichend gelüftet, kann keine Luftzirkulation stattfinden. Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und worauf Sie bei der Anschaffung unbedingt achten sollten.

Warum ist eine zentrale Lüftungsanlage notwendig?

Frische und saubere Luft im Innenraum bestimmt maßgeblich unser Wohlbefinden. Deshalb werden Lüftungssysteme für ein gesundes Wohnraumklima immer bedeutender.

Für Neubauten und bei Sanierungen, die eine gedämmte Außenhülle vorsehen, wird sogar laut Lüftungsnorm DIN 1946-6 ein Lüftungskonzept vorgeschrieben. Die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV) sowie das im November 2020 eingeführte Gebäudeenergiegesetz (GEG) fordern die Sicherstellung eines Mindestluftwechsels. Dieser beschreibt den notwendigen Luftaustausch, der für ein gesundes Raumklima und die Gewährung des Gebäudeschutzes sorgt. Mit einem Lüftungskonzept lässt sich klären, welche lüftungstechnischen Maßnahmen getroffen werden müssen.

Um die Bedingung des Mindestluftwechsels zu erfüllen, eigenen sich verschiedene Lüftungssysteme. Hier wird unterschieden zwischen mechanischen Lüftungen mit Ventilator und der freien Lüftung ohne Ventilator. Letzteres können beispielsweise Luftdurchlässe in Form von Fensterfalzlüftern oder die händische Fensterlüftung sein. Mechanische Lüftungen sind kontrollierte Wohnraumlüftungen in Form von dezentraler oder zentraler Lüftung.

Luftbude-Tipp: Beachten Sie bitte, dass die freie Lüftung nur schwer den Mindestluftwechsel für bewohnte Gebäude sicherstellen kann. Sollte Ihnen eine freie Lüftung empfohlen werden, so prüfen Sie bitte explizit die darauf aufbauende Lüftungsplanung zur Sicherstellung des Mindestluftwechsels in einem Wohngebäude.

Die Wahl des passenden Lüftungssystems ist abhängig von verschiedenen Faktoren: Sanierung oder Neubau, Größe des Gebäudes, Zimmeranzahl, individuelle Lüftungswünsche, Anzahl der Bewohner sowie weitere Kriterien. Ein grundlegendes Verständnis über die verschiedenen Lüftungsmöglichkeiten bietet die Voraussetzung, die passende Wahl zu treffen. Lassen Sie sich daher unbedingt von einem fachkundigen Lüftungsexperten in Bezug auf Ihre Bausituation beraten und achten Sie darauf, dass dieser ein breites Portfolio an Lüftungslösungen anbietet – nur so stellen Sie sicher, dass die Beratung auch neutral in Ihrem Sinne geführt wird und der Händler nicht nur auf einen bestimmten Typus hin berät. Im Folgenden werden die Funktionsweisen, der Aufbau und die Bedienung einer zentralen Lüftungsanlagegenauer erklärt.

Aufbau einer zentralen Lüftungsanlage

zentrale lüftungsanlage - zentrale wohnraumlüftung

Die gesamte Lüftung für ein Gebäude wird bei einer zentralen Lüftungsanlage über ein zentrales Einzelgerät gesteuert. Dabei werden die unterschiedlichen Wohnräume über ein spezielles Luftkanalsystem, bestehend aus einem Netz aus Lüftungskanälen, mit dem zentralen Gerät verbunden. Das Kanalsystem wird entweder im Fußboden oder in der Decke des jeweiligen Gebäudes verlegt.

Die Systeme einer zentralen Lüftungsanlage eigenen sich vor allem für Neubauten, da eine solche Anlage bereits vorab eingeplant werden muss und diese die Zu- und Abluft fest regelt. Eine Nachrüstung von Bestandsgebäuden mit einer Zentralanlage ist ebenfalls möglich, jedoch ist dies durch das notwendige Luftkanalsystem mit hohem baulichem und auch finanziellem Aufwand verbunden. Die nachträgliche Installation einer dezentralen Lüftungsanlage hingegen erweist sich durch einen abschnittsweisen Einbau als deutlich flexibler und weniger aufwändig als die einer zentralen.

Der grundlegende Unterschied zwischen der zentralen und dezentralen Lüftung liegt in ihren Bauweisen. Während bei einer zentralen Lüftungsanlage ein zentrales Lüftungsgerät Frischluft durch ein Luftverteilsystem in die Räume leitet, werden bei einer dezentralen Lüftung hingegen mehrere Einzelgeräte direkt in die Außenwand eingebaut und sorgen somit an mehreren Stellen für Frischluft.

Achtung: Bei der Planung einer zentralen Lüftungsanlage werden die Räume in Zuluft- und Ablufträume unterteilt. Diese können später nicht mehr verändert werden, sodass eine andere Nutzung der Räume schwierig ist. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Kinder aus dem Familienhaus ausziehen und das Gebäude fortan anders genutzt werden soll. Seien Sie sich daher bei der Planung über die langfristige Nutzung der Räume im Klaren.

Die zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Je nach Bauart unterscheidet sich die Funktionsweise zentraler Lüftungsanlagen in Ihrer Funktion sowie Ihrem Aufbau. Die zentrale Lüftung kann in drei Gruppen unterschieden werden:

  • Zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • einfache Abluftanlagen
  • kombinierte Ab- und Zuluftanlagen

Die zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung stellt dabei die effizienteste Lösung für Neubauten dar, um Frischluft durch das Gebäude zu leiten und dabei möglichst viel Energie einzusparen. Diese Art von Anlage ist ebenfalls mit einem Luftverteilsystem und einem zentralen Lüftungsgerät ausgestattet. Dieses Lüftungsgerät besitzt einen Wärmetauscher sowie zwei Ventilatoren.

In der Zentralanlage wird das Funktionsprinzip der sogenannten rekuperativen Wärmerückgewinnung angewandt, da Zuluft- und Abluftströme in getrennten Kanälen aneinander vorbeigeführt werden. Dementsprechend wird das Gebäude in Zu- und Ablufträume unterteilt. Dabei gehören Wohn- und Schlafzimmer beispielsweise zu den Zulufträumen und Räume, in denen häufiger Feuchtespitzen entstehen wie in Küchen oder Bäder zu den Ablufträumen.

Verbrauchte Luft gelangt von den Ablufträumen über das Rohrsystem in den Plattenwärmetauscher des zentralen Lüftungsgeräts und wird als „Fortluft“ nach außen abgetragen. Zeitgleich wird gesunde Frischluft eingesogen und über den Rekuperator des zentralen Rohrsystems in die entsprechenden Räume geführt. Mit dieser Art der zentralen Lüftungsanlage lässt sich ein Wärmerückgewinnungsgrad von 70% bis über 90% erreichen.

Im Winter kann ein vorgeschaltetes Heizregister auch bei niedrigen Temperaturen den Frostschutz des Wärmetauschers gewährleisten. Dieses Heizprinzip erhöht den Energieaufwand deutlich und lässt auch die Betriebskosten im Vergleich zu dezentralen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung ansteigen.

Zentrale Lüftungsanlagen im Sommer

Im Sommer wird üblicherweise ein Sommerbypass in das Lüftungsgerät eingesetzt, um dem Wärmetauscher zu entgehen. Das Problem des zusätzlichen Energieaufwands lässt sich mit einem vorgeschalteten Erdwärmetauscher lösen. Der Einbau ist jedoch mit hohem baulichem und finanziellem Aufwand verbunden und nur für große Grundstücke geeignet.

Sonstige Arten einer zentralen Lüftungsanlage

Einfache Abluftanlagen

Verbrauchte und feuchte Luft wird mithilfe eines großen Ventilators angesaugt und in die Außenluft abgeführt. Ablufträume mit vermehrten Feuchtespitzen, wie Küche, Bad oder WC sind mit Abluftkappen ausgestattet.

Frische Luft gelangt jedoch nur passiv über natürliche Luftdurchlässe, beispielsweise über Fensterfugen, Türschlitze oder undichte Gebäudehüllen in das Gebäude.

Kombinierte Ab- und Zuluftanlagen

Eine kombinierte Anlage führt nicht nur verbrauchte Luft nach außen, sondern saugt frische Außenluft zusätzlich aktiv an. Durch das Luftverteilsystem gelangt somit die gesunde Frischluft in die verschiedenen Wohnräume.

Während Abluftanlagen in einigen Fällen auch für einen nachträglichen Einbau in Altbauten durch einen geringeren baulichen Aufwand geeignet sind, finden kombinierte Anlagen eher Anwendung bei Passiv- oder Nullenergiehäusern.

Die Planung einer zentralen Lüftungsanlage

Ist die Entscheidung für eine zentrale Wohnraumlüftung gefallen, sind bei Ihrer Planung einige Dinge zu beachten. Nur so können Sie dabei sichergehen, dass die zentrale Lüftung zuverlässig für gesundes Raumklima sorgt und die Bewohner hinsichtlich Hygiene, Energiekosten und Komfort zufrieden sind.

Grundlegend sollten das Kanalnetz sowie die Luftdurchlässe vorab sorgfältig geplant werden. Eine effiziente Planung dieser Zubehörteile reduziert hinterher die Kosten sowie den Einbauaufwand. Dabei stellen Aufenthaltsräume wie Wohn- oder Essbereich üblicherweise Zulufträume und Küchen, Bäder oder Hauswirtschaftsräume Ablufträume dar. Dieser Aufbau begünstigt den Kreislauf der Luft, um Schadstoffe, unangenehme Gerüche und Feuchtigkeit vom Entstehungsort abzuführen. Das zentrale Lüftungssystem koordiniert hinterher die Luftvolumenströme, indem aus den Ablufträumen die Luft abgeführt und in den Zulufträumen Frischluft abgegeben wird.

Planung zentrale Lüftungsanlage

Achtung: Die Anpassung der Luftdurchlässe sollte dabei einem Fachmann überlassen werden, um durch die passende Luftführung Zugluft, störende Geräusche oder eine Unterversorgung mit Luft zu vermeiden.

Um rundum mit der Funktion der installierten Zentralanlage zufrieden zu sein, sollten folgende Planungsanforderungen gestellt werden:

  1. Anforderungen an die Energieeffizienz

    Zentrale Lüftungsgeräte werden mit einer Energieeffizienzklasse versehen, um die Einsparung von Strom, Energie und auch die Kosten für die zentrale Lüftungsanlage einstufen zu können. Bei der Planung einer zentralen Lüftung sollte daher ein möglichst energiesparender Ventilator als Zentralanlage gewählt werden.

    Weitere Faktoren, die bei der Planung für eine hohe Energieeffizienz beachtet werden sollten:

    • Installation einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
    • Richtige Regelung der Wärmerückgewinnung  unterschiedliche Sommer- und Winterbedienung beachten
    • Bedarfsgerechte Einstellung der Zu- und Abluftmengen
    • Kontrolle des Luftdrucks im Luftverteilsystem innerhalb der Kanäle und Auslässe
    • Notwendigkeit für ein Vorheizregister sowie einen Sommerbypass klären
  2. Anforderungen an die Raumluftqualität und Hygiene

    Schon die Planung bestimmt, ob die zentrale Wohnraumlüftung bei späterem Betrieb hygienisch und sauber gehalten werden kann. Achten Sie daher auf folgende Hygienekriterien:

    • Investition in qualitativ hochwertige Filter
    • Installation einer Filterwechselanzeige
    • Passende Positionswahl der Ansaugstelle der Außenluft (Beachtung äußerer Bedingungen wie Wind, Lärm oder Abgase)
    • Ermöglichung eines gesamten Wartungszugang bei der Einbauplanung berücksichtigen
  3. Anforderungen an den Schallschutz

    Ein störender Faktor für viele Bewohner eines Gebäudes mit Lüftungsanlagen sind laute Geräusche während des Betriebs. Oftmals liegt die hohe Geräuschentwicklung an einer verschmutzten Anlage oder bereits an der falschen Planung der zentralen Lüftung. Achten Sie daher an folgende Anforderungen:

    • Einhaltung der Maximalwerte der Luftgeschwindigkeit (Nach DIN 1946-6: Hauptkanal ≤ 5 m/s, Nebenkanal ≤ 3 m/s)
    • Einplanung von (Telefonie-)Schalldämpfern
    • Ausführung der Montage mit flexiblen Rohren zur Gewährleistung geringer Schallübertragung
    • Integration einer Wärmepumpe zur Vermeidung von Körperschall-Übertragungen
    • Höheres Schalldämmmaß der Innenwand
    • Körperschalldämmung von Rohrbefestigungen und Wanddurchführungen
    • Fester und waagerechter Untergrund zum Aufstellen des zentralen Lüftungssystems
  4. Berechnung und Realisierung der Luftvolumenströme

    Die Berechnung der Zu- und Abluftmengen innerhalb eines Lüftungskonzepts erfolgt auf Grundlage der Lüftungsnorm DIN 1946-6.

    • Bestimmung des Gesamtvolumenstroms nach Wohnfläche, Nutzungseinheiten, Zu- und Ablufträumen
    • Bestimmung der Zuluft-Volumenströme
    • Bestimmung der Abluft-Volumenströme
    • Bestimmung der Lüfterstufen

    Um das Lüftungskonzept gemäß Richtlinien zu erstellen und auch eine sorgfältige Planung zu gewährleisten, empfiehlt es sich, die Planung an den Fachmann abzugeben.

Kosten einer zentralen Lüftungsanlage

Die Kosten einer zentralen Wohnungslüftungsanlage sind abhängig von verschiedenen Faktoren.

Einflussfaktoren der Kosten

  • Anzahl der Bewohner
  • Größe des Gebäudes
  • Energetischer Zustand des Gebäudes
  • Gewünschte Luftqualität
  • Bauliche Gegebenheiten

Bei der Sanierung ergibt sich ein erhöhter Kostenaufwand, da die Zentralanlage im Ganzen montiert werden muss. Die Kostenangaben können nur grob dargestellt werden, um die variierenden Einflussfaktoren zu berücksichtigen.

Art der zentralen Lüftung Anschaffungskosten
Zentrale Abluftanlagen 2.000 – 3.500 Euro
Zentrale Abluftanlagen mitWärmepumpe 10.000 – 13.000 Euro
Zentrale Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung 4.000 – 10.000 Euro

Achtung: Die Kosten bei einer zentralen Lüftungsanlage sind abhängig von der Planung der Lüftungskanäle. Diese fällt bei jedem Gebäude unterschiedlich aus, sodass nur dies nur als grobe Kostenorientierung verstanden werden sollte.

Luftbude-Hinweis: Im Vergleich zu den angegebenen Kostenschätzungen liegen die Investitionskosten für eine dezentrale Wohnraumlüftung im Rahmen von 3.000 bis 5.000 Euro. In vielen Fällen können hier dieselben Anforderungen abgedeckt werden, wie bei einer zentralen Wohnraumlüftung.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen zentralen und dezentralen Lüftungen ist der Kostenaufwand für die Wartung der Lüftungsgeräte. Während die dezentralen Lüftungsgeräte eigenständig von den Bewohnern gereinigt werden können, muss die Wartung des komplexen Rohrsystems einer Zentralanlage von einer Fachfirma durchgeführt werden, was ebenfalls wiederkehrende Kosten verursacht. Eine Reinigung der Kanäle kostet etwa zwischen 400 bis 800 Euro im Jahr.

Die Anschaffungskosten einer zentralen Lüftungsanlage können durch staatliche Fördermittel gesenkt werden. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert sowohl durch die Vergabe von lukrativen Krediten als auch durch die Bezuschussung baulicher Veränderungen und energetischer Sanierungen mit Lüftung. Um die Voraussetzungen für die Förderung zu erfüllen, muss das Lüftungssystem die Vorgaben gemäß DIN 1946-6 einhalten.

Zentrale Wohnraumlüftung fördern lassen

Es muss also der notwendige Luftwechsel zur Einhaltung hygienischer und gesundheitlicher Standards sowie zum Gebäudeschutz gewährleistet werden. Außerdem ist ein n50-Wert (Luftdichtheit der Gebäudehülle) von höchstens 1,5 nachzuweisen.

Zur Beantragung der KfW-Förderung muss ein Lüftungskonzept inklusive aller energetischen Kenndaten für einen KfW-Nachweis erbracht werden.

Einbau und Nachrüstung einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Neubau zentrale Lüftungsanlage für Wohnraumlüftung

Eine zentrale Wohnraumlüftung kommt vorwiegend in Neubauten zum Einsatz. Dabei kann die Installation des Luftverteilsystems schon während der Rohbauphase erfolgen. Die Rohrleitungen werden entweder in der Dämmschicht des Fußbodens oder in der Betondecke installiert.

Eine Nachrüstung von Altbauten kann durch die Integration der Rohre in eine abgehängte Decke erfolgen. Das ist vor allem bei Altbauten mit hohen Zimmerdecken möglich. Auch die nachträgliche Integration der Rohrsysteme in den Fußboden oder die Gebäudehülle ist denkbar.

Grundlegend erweist sich der nachträgliche Einbau einer zentralen Lüftung im Altbau als schwierig, da ein Eingriff in die grundlegende Bausubstanz erforderlich ist und zusätzlich die Luftleitungen verkleidet werden müssen.

Wartung und Reinigung einer zentralen Lüftungsanlage

Eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sollte alle 1- 2 Jahre von einer Fachfirma gereinigt werden. Empfohlen wird dabei ein längerfristiger Wartungsvertrag, um Kosten einsparen zu können. Die Lüftungswartung sollte bestenfalls regelmäßig durchgeführt werden, um technische Störungen, steigende Betriebskosten und Gefährdungen für die Gesundheit durch falschen Betrieb zu vermeiden.

Folgen einer verschmutzten Lüftungsanlage

  • Erhöhte Betriebskosten durch verstopfte Filter
  • Verstopfte Luftdurchlässe und somit weniger Frischluft in Wohnräumen
  • Fehlende Regulierung der Feuchtespitzen, Schadstoffe, Schimmelbildung und störenden Gerüchen
  • Gesundheitsgefährdungen, z.B. Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme
  • Höhere Ventilatorleistung erforderlich --> Steigende Energie- und Betriebskosten
  • Erhöhte Geräuschentwicklung in Innenräumen
Folgen verschmutzter zentraler Lueftungsanlagen

Zentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung im Test

Die Vorteile zentraler Lüftungsanlagen im Überblick:

  • Energieeffizienz mit Wärmerückgewinnung
  • Förderfähig, z.B. mit KfW
  • Geräuscharmer Luftaustausch durch indirektem Schalldurchgang
  • Einsetzbarkeit von Sensoren und zusätzlichen Partikelfiltern
  • Individuelle Lüftungssteuerung möglich

Die Nachteile zentraler Lüftungsanlagen im Überblick:

  • Erhöhte Anschaffungs- und Betriebskosten
  • Wartung nur durch Fachfirma realisierbar
  • Einsatz im Bestand ungeeignet, nur Neubau
  • Planung komplexer Rohrsysteme
  • Eingeschränkter Einbauort
  • Telefonieschall möglich
  • Festgelegte Raumaufteilung

Der große Lüftungsanlagen - Test – Zentral vs. Dezentral vs. Fensterfalz

Die Anschaffung einer Lüftungsanlage ist mit Kosten, Aufwand und Zeit verbunden. Da eine Lüftungslösung die Bewohner der Wohneinheit langfristig begleitet, sollte die Wahl der Lüftungseinheit gut überlegt sein und die Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.

Dezentral Zentral Fensterfalz
Einsatzbereich

✔ Bestand
✔ Neubau

✘ Bestand ungeeignet
✔ Neubau

✔ Bestand
✔ Neubau
Lüftungsplanung

✔ Flexibler Einbauort
✔ Luftvolumenströme (LVS) berechenbar

✔ LVS berechenbar
✘ Komplexe Rohrsysteme
✘ eingeschränkter Einbauort

✘ Einbau nur bei Fenstern möglich
✘ geringer LVS
Montage

✔ abschnittsweiser Einbau
✔ eigenständige Montage möglich
✘ Kernlochbohrung und Verkabelung

✘ komplexes Rohrsystem
✘ Ein-Schritt-Prinzip

✔ einfache Installation ohne elektrischen Anschluss
Kosten

✔/✘ mittlere Anschaffungskosten
✔ kaum Betriebskosten

✘ erhöhte Anschaffungskosten
✘ hohe Stromkosten
✘regelm. Wartungskosten

✔ geringe Anschaffungskosten
✔ keine Betriebskosten
Förderung

✔ förderfähig (z.B. KfW)

✔ förderfähig

✘ nicht förderfähig
Reinigung &
Wartung

✔ eigenständige Wartung durch Nutzer möglich
✔ schnell und unkompliziert
✔ Erinnerungsfunktion möglich

✘ Durchführung von Fachfirma
✔ Erinnerungsfunktion möglich

✔ durch Nutzer möglich
✘ keine Erinnerungsfunktion
✘ erschwerte Reinigung (modellabhängig)
Zubehör

✔ vielfältige Filter
✔ hohe Filterklassen
✔ Sensoren verfügbar
✔ bedarfsgerechte Lüftung (VOC, CO2, Feuchte)
✘ LVS-Verlust möglich

✔ Sensoren verfügbar
✔ bedarfsgerechte Lüftung
✔ geringer LVS-Verlust

✘ Keine Sensorik
✘ Keine bedarfsgerechte Lüftung
✘ Keine Filter
Energieeffizienz

✔ geringe Betriebskosten
✔ hohe Wärmerückgewinnung

✘ erhöhte Betriebskosten
✔ hohe Wärmerückgewinnung

✘ 100% Wärmeverlust
✔ keine Betriebskosten
Schall & Geräuschentwicklung

✔ Schallschutzzubehör
✘ direkter Schalldurchgang

✔ kein direkter Schalldurchgang
✘ Telefonieschall

✘ direkter Schalldurchgang
✘ keine Schalldämmung

Fazit – Die Vorteile der dezentralen Lüftung überwiegen

Festgehalten werden kann: Es gibt kein Richtig oder Falsch. Die Entscheidung für eine Lüftungslösung ist abhängig von den individuellen Bedürfnissen und dem Bauvorhaben. Während zentrale Lüftungsanlagen aufgrund der hohen Leistungsfähigkeit vor allem im Gewerbe unverzichtbar ist, konnten sich dezentrale Systeme in den vergangenen Jahren am Markt durchsetzen.

Dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung zeigen sich aktuell als etablierteste Lüftungsart am Markt. In den vergangenen Jahren stieg die Nachfrage nach dezentraler Wohnraumlüftung kontinuierlich an. Die Endverbraucher sind zunehmend überzeugt, von der Einsatzfähigkeit in Neubauten sowie Bestandsgebäuden. Individuelle Planung, flexibel im Einbau, eigenständige Wartung. Die hohe Energieeffizienz und der geringe Stromverbrauch bieten Argumente für die Anschaffung einer dezentralen Wohnraumlüftung.

Worauf gilt bei der Entscheidung zu achten?

Wie bereits erwähnt, ist die Wahl der passenden Lüftungsanlage immer mit dem jeweiligen Gebäude zu begutachten. Um dabei die richtige Entscheidung für sich treffen zu können, unterscheiden Sie zwischen Lüftungsexperten und Lüftungshändlern. Nur wer eine fachliche Beratung leistet, kann für Ihre individuellen Situation die passende Anlage ausfindig machen. Achten Sie dabei vor allem auf Neutralität innerhalb der Beratung. Verschiedene Akteure haben einen präferierten Lüftungshersteller in der Hinterhand, sodass die Beratung häufig auf diese Geräte ausgelegt wird. Das Prinzip ist ähnlich wie bei der Suche nach einer Versicherung – je weniger Lüftungslösungen der Händler im Portfolio hat, desto geringer ist die Chance, das richtige Gerät am Markt für Ihre Situation zu finden.

Luftbude profitiert von direkten Kooperationen mit den Lüftungsherstellern ohne Zwischenhändler. Dadurch können die fairen Preise an unsere Kunden weitergegeben werden. Wir möchten innerhalb einer neutralen und ehrlichen Beratung, mit Ihnen gemeinsam die richtige Lüftungslösung ausfindig machen. Dabei unterstützen wir Sie mit einer kostenfreien Planung und klären mit Ihnen alle offenen Fragen zu Ihrer zukünftigen Lüftung.

Damit Sie sich ein Leben lang an Ihrer Lüftung erfreuen werden.

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