Wohnraumlüftung nachrüsten: Diese Lüftungsanlagen eignen sich für den nachträglichen Einbau

Sie haben eine Immobilie und wollen deren Wert steigern und Ihre Wohnqualität optimieren? Dann ist eine Wohnraumlüftung ideal: Sie erhalten kontinuierlich frische Luft - selbst bei geschlossenen Fenstern und schützen die Bausubstanz, indem Feuchtigkeit verlässlich abgetragen und somit die Entstehung von Schimmel verhindert wird.

Wussten Sie, dass Sie Lüftungsanlagen problemlos auch nachträglich einbauen können? Für eine kontrollierte Wohnraumlüftung können Sie entweder zentrale oder dezentrale Lüftungssysteme wählen - wir vergleichen die nachrüstbaren Lüftungssysteme und zeigen Ihnen, worauf Sie bei den einzelnen Geräten achten sollten.

Lüftungsanlage nachrüsten: Gründe für das nachträgliche Einbauen

Europäer verbringen durchschnittlich zwischen 80 und 90 % des Tages in Innenräumen, die Raumluft sollte also frisch und sauber sein. Bei mangelnder Luftqualität hingegen können vermehrt gesundheitliche Probleme auftreten: beispielsweise Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindel. Ist zu wenig Sauerstoff im Raum, sinkt die Leistungsfähigkeit und die Immunabwehr kann durch eine erhöhte Schadstoffkonzentration in der Luft geschwächt werden. In Innenräumen wirken sich jedoch nicht nur erhöhte CO2-Konzentrationen negativ auf das Wohlbefinden aus. Eine weitere Belastung sind Ausdünstungen schädlicher Stoffe aus Möbeln und Textilien. Neben gesundheitlichen Problemen wird durch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit die Bausubstanz des Hauses oder der Wohneinheit beschädigt.

Diese Auswirkungen hat eine verschmutzte Raumluft:

✔   Mangelhafter Austausch verbrauchter Innenluft gegen Frischluft

✔   Zu hoher CO2-Gehalt in der Raumluft

✔   Gesundheitsschädlicher Schadstoffgehalt in der Raumluft

✔   Hohe Luftfeuchtigkeit durch geringeren Luftaustausch als Nährboden für Schimmel

✔   Reduzierte Leistungsfähigkeit und gesundheitliche Belastung

Eine Lüftungsanlage kann Schadstoffe verlässlich abtransportieren. Indem Sie eine Lüftungsanlage nachrüsten, optimieren Sie Ihren Wohnkomfort, verhindern Schimmelentstehung durch Feuchtigkeit und werten so Ihre Immobilie auf.

Vorteile einer kontrollierten Wohnraumlüftung auf einem Blick:


✔   
Stetig saubere Frischluft

✔   Spezielle Filter reinigen Ihre Raumluft von Pollen, Gerüchen, Staub und anderen Schmutzpartikeln

✔   Kontinuierlicher Luftwechsel reduziert Feuchtigkeit, verhindert Schimmelbildung und garantiert so einen nachhaltigen Werterhalt Ihrer Immobilie

✔   Weniger Heizkosten durch Wärmerückgewinnung

✔   Geringe Schallentwicklung durch Schallschutz-Zubehör

 

Eine kontrollierte Wohnraumlüftung im Nachhinein einzubauen ist also eine lohnende Investition. Bei umfangreicheren Sanierungen an Ihrer Immobilie sind diese Maßnahmen auch gesetzlich vorgeschrieben. So fordert beispielsweise die DIN 1946-6 bei Sanierungen ein Lüftungskonzept. Ein Lüftungskonzept bei einer Sanierung von Ein- und Mehrfamilienhäusern ist immer dann Vorschrift, sobald Sie mehr als ein Drittel der Fenster austauschen oder mehr als ein Drittel der Dachfläche neu abdichten. Hintergrund hierfür ist die Sicherstellung eines Mindestluftwechsels: Kann der natürliche Luftstrom im Haus nicht mehr für diesen sorgen, muss ein Lüftungssystem nachgerüstet werden. Ob Sie für Ihr Haus oder Ihre Wohnung eine Wohnraumlüftung einbauen sollten, prüft ein Experte und gibt eine Empfehlung im Lüftungskonzept ab. Reicht die natürliche Belüftung nicht aus, sollten Sie dringend lüftungstechnische Maßnahmen ergreifen.

Warum reicht Fensterlüftung nicht mehr aus?

Beachten Sie, dass vor allem neue Immobilien stark in ihrer Gebäudehülle und den Fenstern gedämmt sind, sodass die Feuchtigkeit deutlich schneller ansteigt als noch im Altbau früher (Schimmelrisiko). Studien belegen, dass hier bei einer vierköpfigen Familie alle zwei Stunden stoßgelüftet werden müsste, um den Schadstoffgehalt sowie die entstandene Feuchtigkeit abtransportieren zu können. Eine vierköpfige Familie produziert umgerechnet einen Wassereimer voller Feuchtigkeit pro Tag, dessen Inhalt ohne eine kontinuierliche Lüftung ins Mauerwerk einziehen würde. Eine Fensterlüftung müsste zudem auch nachts und während Urlaubs- oder Arbeitszeiten durchgeführt werden, was mittlerweile unzumutbar für die Bewohner ist. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung wird dadurch immer unverzichtbarer. Es lohnt sich, wenn Sie eine Lüftungsanlage nachrüsten - nicht nur für ein besseres Raumklima und den Schutz Ihrer Bausubstanz, sondern auch durch die eingesparten Heizkosten. 

Zentrale vs. dezentrale Lüftungsanlagen nachrüsten?

Wenn Sie eine Wohnraumlüftung nachrüsten wollen, kommen entscheidende Fragen auf: komplexes Rohrleitungssystem oder Kernlochbohrung? Zentrales oder dezentrales Lüftungssystem? Welches Lüftungssystem ist einfacher nachzurüsten, kostengünstiger und passt besser zu meinen Ansprüchen? Wir haben Ihnen die wichtigsten Fragen rund um zentrale vs. dezentrale Lüftungssysteme gegenübergestellt:

 zentrales Lüftungssystemdezentrales Lüftungssystem

Fördermöglichkeiten

Kann die nachträglich eingebaute Lüftungsanlage gefördert werden?

förderfähig, bspw. mit der KfW

förderfähig, bspw. mit der KfW

Einbau & Montage

Kann die Lüftungsanlage leicht nachträglich eingebaut werden?

x

- komplexes Rohrsystem muss in einem Schritt eingebaut werden

- fester Aufstellort muss vorhanden sein

- flexibles System, das abschnittsweise eingebaut werden kann

- Verkabelung und Kernlochbohrung notwendig

Fachkompetenz

Benötigt man einen Fachmann für die Montage?

- mehrere Gewerke notwendig

- Inbetriebnahme nur durch Fachmann möglich

- Fachmann für den Elektroanschluss notwendig

- mit handwerklichem Geschick kann der Rest der Montage selbständig umgesetzt werden

Nachrüsten im Altbau

Ist der nachträgliche Einbau in einem Altbau möglich?

-

jedoch mit sehr umfangreichen Baumaßnahmen verbunden

Reinigung

Wie wird die Lüftungsanlage gereinigt?

über Wartungsfirma unkompliziert, kann der Bewohner selbst durchführen

Kosten

Welchen Kostenumfang bringt der nachträgliche Einbau?

hohe Anschaffungskosten mittlere Anschaffungskosten

Wärmerückgewinnung

Kann die Lüftungsanlage Wärme nachhaltig speichern?

Wohnraumlüftung nachrüsten: Zentrale Geräte im Praxis-Check

Falls Sie eine zentrale Lüftungslösung nachrüsten möchten, müssen Sie mit einem umfangreichen baulichen und finanziellen Aufwand rechnen. Für das verzweigte Luftverteilsystem müssen Rohrleitungen verlegt und verkleidet werden. Da bei diesem nachträglichen Einbau erheblich in die Bausubstanz eingegriffen wird, können Sie das Haus für den Zeitraum in dem die Lüftung nachgerüstet wird nicht bewohnen. Für die Umsetzung der Baumaßnahmen sind außerdem mehrere Gewerke notwendig.

Damit Sie das zentrale Lüftungsgerät nachrüsten können, benötigen Sie einen festen Aufstellort mit einem Stromanschluss und einer Kondensatabführung. Zentrale Lüftungsanlagen bestehen aus einem kompakten mit Ventilatoren ausgestatteten Gerät und sind mit einem Luftverteilsystem verbunden. Die zentrale Anlage saugt über Dach oder Fassade frische Luft von außen an, bereitet diese auf und leitet die Frischluft anschließend in die Zulufträume des Hauses. Verbrauchte Luft wird gleichzeitig aus den Ablufträumen wie Küche oder Bad abgesaugt und nach außen geleitet (Badlüfter). Kostenpunkt: Für eine solche Anlage müssen Sie abhängig von Ausstattung und Gebäudegröße mit 4.000 bis 10.000 Euro rechnen.

Aus hygienischen Gründen müssen die verbauten Luftkanäle regelmäßig gereinigt werden. Da Sie selbst in das verzweigte Netz nicht gelangen, muss die Reinigung und Wartung von einer Fachfirma übernommen werden. Beachten Sie demnach bei Ihrer Planung auch die Folgekosten für die externe Reinigung Ihrer zentralen Lüftungsanlage.

Fazit: Anschaffung und Einbau zentraler Lüftungssysteme sind recht teuer und aufwendig, daher eignet sich dieses Lüftungssystem eher für einen Neubau als für eine Nachrüstung.

Wohnraumlüftung nachrüsten: Dezentrale Geräte im Praxis-Check  

Dezentrale Lüftungsanlagen bestehen aus mehreren Einzelgeräten und sind im Vergleich zu zentralen Lüftungsanlagen preiswerter. Der Kostenpunkt für dezentrale Lüftungsanlagen liegt ungefähr zwischen 2.000 und 5.000 Euro pro Haus (Wohnungen entsprechend günstiger). Ausführliche Informationen rund um die Kosten einer dezentralen Lüftungsanlage finden Sie in unserem Ratgeber zur Kostenübersicht einer dezentraler Wohnraumlüftung. Auch der geringere Aufwand für den nachträglichen Einbau der Lüftungsgeräte ist positiv, denn Sie können die Anlage ohne großen Aufwand oder umfängliche bauliche Eingriffe in die Gebäudehülle nachrüsten. Dabei sind dezentrale Geräte durch ihre kompakte Baugröße sowohl im Neubau als auch in bestehende Gebäude leicht einbaubar: Denn die Geräte lassen sich in die bestehenden Außenwände installieren.

Sie können dezentrale Lüftungsanlagen auch als Einzelraumlösung nutzen, zum Beispiel als Lüftungsmodul zur reinen Absaugung im Badezimmer oder mittels Luftkollektor, um einen Raum ausschließlich mit vortemperierter Frischluft zu versorgen.

Luftbude-Tipp: Bei innenliegenden Bädern benötigen Sie immer einen Lüftungsschacht. Nutzen Sie bereits vorhandene Schächte für die Nachrüstung Ihrer kontrollierten Wohnraumlüftung. Bei innenliegenden Bädern gibt es oft diese Schächte, deren Öffnungen für den Nachstrom dienen - So ist eine konstante und kontrollierte Frischluftzufuhr und ein Austausch zwischen Zu- und Abluft möglich, auch wenn der innenliegende Raum über keine Außenwand verfügt (Lüftungssteuerung).

Montieren Sie alle dezentralen Geräte direkt in die Außenwände Ihrer Immobilie. Hier ist ein Wanddurchbruch mit einer Kernlochbohrung notwendig. Mit dieser Bohrung lässt sich eine dezentrale Wohnraumlüftung einfach nachrüsten.

Hinweis: Je nach Beschaffenheit, Material und Wandstärke ändert sich der Aufwand der Kernlochbohrung. Rechnen Sie pro Lüftungsgerät mit maximal 3,5 Stunden Montage- sowie  24 Stunden Aushärtungszeit. Dann können Ihre Geräte verkabelt und anschließend in Betrieb genommen werden.

Planen Sie ungefähr 2 Tage für Ihren nachträglichen Einbau des dezentralen Lüftungssystems ein: von der Vorbereitung bis hin zur Inbetriebnahme. Da dezentrale Lüftungssysteme paarweise in die Außenwände verbaut werden, benötigen Sie in der Regel ein bis zwei Geräte pro Raum. Über Türspalte können Lüfter auch zwischen den Räumen interagieren (Querlüftung). So können Sie den nachträglichen Einbau auch schrittweise pro Zimmer oder Wohnabschnitt umsetzen und müssen nicht auf einem Mal Ihr komplettes Haus oder Ihre gesamte Wohnung umrüsten. Wählen Sie außerdem den Einbauort flexibel je Außenwand, denn dezentrale Anlagen benötigen kein zentrales Gerät mit einem festen Aufstellort. Mehr zum Thema: Funktionsweise dezentraler Lüftungsgeräte.

Luftbude-Tipp: Mit etwas handwerklichem Verständnis und Geschick können Sie den nachträglichen Einbau Ihrer Wohnraumlüftung selbst umsetzen und auf Spezialfachleute verzichten. Für den elektrischen Anschluss empfehlen wir hingegen einen Fachmann. Zum Ratgeber für Lüftungsmontage. 


Außerdem überzeugen dezentrale Lüftungsgeräte mit einfacher Wartung und Reinigung, denn Sie können dies in nur wenigen Schritten selbst erledigen - ganz ohne Wartungsfirma. Die einzelnen Schritte erfahren Sie in unserem Ratgeber: „Dezentrale Lüftungsanlagen richtig und einfach reinigen“.

Seit der Jahrtausendwende existiert die Branche für dezentrale Lüftungsanlagen. Diese konnten sich aufgrund stetiger Weiterentwicklungen schnell am Markt etablieren, sodass dezentrale Lüftungssysteme mengenmäßig zentrale Anlagen bereits überholt haben. Die Innovationskraft der Branche sorgt für immer leistungsstärkere, energiesparendere Geräte bei leiserem Betrieb und einer umfangreichen Palette an passendem Lüftungszubehör.

Sie möchten eine Lüftungsanlage nachrüsten? Wir helfen Ihnen gerne weiter und planen Ihre Sanierung kostenfrei! Bestellen Sie jetzt Ihre Lüftungsplanung und erhalten Sie bei Ihrer Bestellung den vollen Kaufpreis zurück. Jetzt Lüftungsplanung bestellen.

Besonders nachhaltig und kostensparend ist eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Hier wird die Heizwärme der verbrauchten Raumluft beim Hinausströmen durch einen Keramikspeicher aufgenommen und anschließend an die einströmende Frischluft übertragen. Durch diese Methode bleibt bis zu 93 % der Energie erhalten.

Achtung: Auch die Fensterfalzlüftung wird zur Nachrüstung angeboten, diese eignet sich jedoch nur eingeschränkt. Denn die „freie Lüftung“ bringt aufgrund der Lüftungsschlitze im Fensterrahmen deutliche Wärmeverluste und in der Praxis meistens nicht die geforderten Luftvolumenströme. Außerdem müssen gewisse bauliche Gegebenheiten für die Fensterfalzlüftung vorhanden sein, um einen ausreichenden Feuchteschutz zu gewährleisten. Für den Luftstrom benötigen Sie parallel zueinander liegende Gebäudefronten. Da diese Lüftungsvariante wenig energieeffizient ist, vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) keine Förderung

Fazit: Dezentrale Lüftungsanlagen sind meist kostengünstiger in der Anschaffung und können schnell und einfach nachgerüstet werden.

Luftbude-Tipp: In unserem Systemcheck finden Sie einen detaillierten Vergleich der Systeme. Zum Ratgeber: Vergleich Lüftungsarten.

Dezentrale Lüftungsgeräte nachträglich einbauen

Dezentrale Lüfter arbeiten paarweise, daher werden immer zwei Geräte in die Außenwand eingesetzt. Abwechselnd befördern die Lüfter Frischluft in und verbrauchte Raumluft aus dem Wohnbereich. Bei diesem Reversierbetrieb bewegt sich der Ventilator im Lüftungsgerät erst in die eine Richtung und danach in die andere Richtung, um Luft entweder ab- oder anzusaugen. Mittels Wärmespeicher wird die Heizenergie der verbrauchten Raumluft in der Keramik gespeichert und anschließend an die angesaugte Frischluft wieder abgegeben. Ihr Profit von einer dezentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung: Bis zu 93 % der Heizwärme kann gespeichert werden. So sparen Sie Heizenergie und Heizkosten ein.

Luftbude Tipp: Achten Sie beim Nachrüsten Ihrer Lüftungsanlage unbedingt vorrangig auf den Luftvolumenstrom für einen ausreichenden Luftaustausch.

Die Wärmerückgewinnung ist abhängig vom eingestellten Luftvolumenstrom und den Lüftungszyklen der Wohnraumlüftung. Bei einem niedrigen Luftvolumenstrom wird der Keramikkern langsamer durchströmt und so mehr Wärme an den Speicher abgeben. Stellen Sie zusätzlich noch einen langen Lüftungszyklus ein, so erreichen Sie bei entsprechenden Temperaturen Maximalwerte bei der Wärmerückgewinnung. Das bedeutet für die kalten Monate, dass die nachgerüstete Lüftungsanlage im standardmäßigen Reversierbetrieb warme, verbrauchte Raumluft nach draußen leitet und dabei die Heizwärme an den Keramikspeicher abgibt. Anschließend strömt Frischluft von außen nach innen und nimmt im Keramikspeicher die vorhandene Wärme wieder auf, sodass erwärmte Frischluft zurück in den Wohnbereich einströmt.

In den Wintermonaten hält eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung also die warme Heizungsluft in Ihrem Haus - doch was ist im Sommer? Im Sommer funktioniert das Lüftungsgerät genau umgedreht: Anders als im Winter wird im Sommer der Keramikspeicher nicht von der geheizten Raumluft, sondern von der warmen Außenluft aufgeladen. Die warme Außenluft bleibt kurz im Wärmetauscher des Keramikspeichers. Strömt nun verbrauchte Wohnraumluft nach außen, wird diese Luft mit der gespeicherten Wärme angereichert und nach außen geleitet. Die dezentralen Lüfter funktionieren im Sommer wie eine passive Klimaanlage. Merken Sie sich für diese Systeme: Die Wärme bleibt immer auf der Seite, von der sie kommt. Eine dezentrale Wohnraumlüftung sorgt somit für ideale Luftverhältnisse - unabhängig von den Außentemperaturen.

Hinweis: Bei einer Fensterfalzlüftung wird im Winter hingegen die Heizwärme nach außen abgegeben und im Sommer warme Außenluft in den Raum hinein gelassen.

Kontrollierte Wohnraumlüftung nachrüsten und von lukrativen Förderungen profitieren

Im Falle einer größeren Sanierung oder wenn es die EnEV  (Energieeinsparverordnung) vorschreibt, sollten Sie eine Wohnraumlüftung nachrüsten. Wenn Sie Ihre dezentrale Lüftungsanlage nachträglich einbauen möchten, dann nutzen Sie die lukrativen Förderungender Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Für Einzelmaßnahmen wie die Erneuerung oder den Einbau einer Lüftungsanlage sind zum Beispiel die Programme „151/152 Energieeffizient Sanieren – Kredit“ ideal.

Die Vorteile der KfW-Programme für Ihre nachgerüstete Lüftungsanlage:

✔   zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschuss in Höhe von 7,5 % (KfW-Programm 152)

✔   einmalige Zuschüsse in Höhe von 10 % der Kosten (KfW-Programm 430)

Luftbude-Tipp: Schöpfen Sie die KfW-Förderungen optimal aus, indem Sie Ihre Lüftung nachrüsten und gleichzeitig eine Sanierungsmaßnahme an der Gebäudehülle umsetzen. So profitieren Sie von besseren Konditionen: In diesem Fall steigt der Tilgungszuschuss auf 12,5 % und die einmaligen Zuschüsse erhalten Sie in Höhe von bis zu 15 % der Kosten.
Wir helfen Ihnen gerne bei Ihrem Sanierungsvorhaben und unterstützen Sie mit unserer Energieberatung. Unsere Experten wiederum sorgen dafür, dass Sie alle Fördermöglichkeiten nutzen.

Wählen Sie einen Sachverständigen, der Ihr Sanierungskonzept erstellt und Ihre Sanierung begleitet. Mit dem Sanierungskonzept beantragen Sie den Kredit oder den Zuschuss bei der KfW. 

Achtung: Beantragen Sie die KfW-Förderung unbedingt vor dem Baubeginn. Alles rund um die KfW-Förderungen erklären wir Ihnen in unserem Ratgeber: „KfW-Fördermittel: Welche KfW-Förderprogramme gibt es und für wen eignet sich welche Förderung“.

Lüftungsanlage nachrüsten: In nur acht Schritten zu Ihrer individuellen Wohnraumlüftung

Um Ihre ideale Lüftungsanlage zum Nachrüsten zu finden, sollten Sie zuerst Ihre Wünsche und Anforderungen abklären. Wollen Sie beispielsweise nur einzelne Räume belüften, dann sind Einzelgeräte ideal. Beispielsweise, wenn Sie Ihr Schlafzimmer belüften möchten ohne Straßenlärm in den Raum hinein zu lassen (Ratgeber: Schall reduzieren). Belüften Sie in diesem Fall nur einen Teil der Wohneinheit. So ist das Lüftungssystem zwar nicht nach der Lüftungsnorm DIN ausgelegt, erfüllt jedoch Ihre Anforderungen. Wünschen Sie hingegen einen verlässlichen Feuchteschutz für Ihre Immobilie, dann sollten Sie eine Lüftungsplanung für Ihre komplette Wohneinheit erstellen lassen (Richtig Lüften).

Luftbude-Tipp: Wir empfehlen ein Lüftungskonzept und eine entsprechende Planung für die gesamte Wohneinheit - wir unterstützen Sie gerne.

Haben Sie sich für ein Lüftungssystem entschieden, können Sie Ihre Lüftungsanlage in nur acht Schritten nachrüsten:

✔   Machen Sie eine Kernlochbohrung je Gerät

   Setzen Sie die Wandeinbauhülse ein

✔   Fixieren Sie die Wandeinbauhülse

✔   Bringen Sie die Dichtungsbänder an

✔   Verschrauben Sie die Wetterschutzhaube an der Fassade

✔   Setzen Sie den Keramikwärmespeicher ein und schließen Sie den Reversierventilator an

✔   Bringen Sie die Innenblende an

✔   Setzen Sie den elektrischen Anschluss und installieren Sie den Regler

Luftbude-Tipp: Weitere Hilfe, wie Sie den Lüfter nachrüsten inkl. Montage- und Bedienungsanleitung finden Sie in unserem Ratgeber zur Montagehilfe.

Darauf sollten Sie bei der Wartung & Reinigung achten

Schritt 1: Abdeckung der Innenblende entfernen und reinigen

Nehmen Sie als erstes die Abdeckung der Innenblende ab und wischen Sie diese mit einem feuchten Tuch ab.

Luftbude-Tipp: Reinigen Sie die Innenblende jährlich

Schritt 2: Filter Ihrer Lüftungsanlage reinigen

Entnehmen Sie anschließend den Filter aus der Grundplatte. Feinfilter, Pollenfilter und Aktivkohlefilter sind Einwegfilter, die nicht wiederverwendet werden können. Staubfilter sind hingegen langlebiger und können unter warmem Wasser mit etwas Spülmittel ausgewaschen und wiedereingesetzt werden.

Luftbude-Empfehlung

✔   Tauschen Sie den Fein- und Pollenfilter halbjährlich aus

✔   Reinigen Sie den Staubfilter vierteljährlich (Austausch spätestens nach 18 Monaten)

✔   Tauschen Sie den Aktivkohlefilter halbjährlich aus

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Schritt 3: Wärmespeicher Ihrer dezentralen Wohnraumlüfter reinigen

Halbjährlich sollten Sie den Reversierventilator bzw. den Einschub mit dem Keramikwärmespeicher auf Verschmutzungen überprüfen und gegebenenfalls mit einem feuchten Tuch waschen. 

Luftbude-Empfehlung

 ✔   Reinigen Sie den Wärmespeicher jährlich

✔   Reinigen Sie das Leitwerk, den Ventilator und das Schutzgitter am Ventilator halbjährlich

Schritt 4: Wandeinbauhülse Ihres Lüfters reinigen

Sind alle Bauteile (Innenblende, Filter, Wärmespeicher und Ventilator) entfernt, kann die Wandeinbauhülse ausgewischt werden.

 Luftbude-Empfehlung: 

✔   Reinigen Sie die Wandeinbauhülse jährlich

Schritt 5: Außenabschluss reinigen

Abschließend wischen Sie den Außenabschluss ab.


Schritt 6: Komponenten des Lüftungsgerätes in umgekehrter Reihenfolge zusammenbauen



Haben Sie Ihre Lüftungsanlage gereinigt, bauen Sie diese in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammen. Achtung: Lassen Sie die Keramik Ihres Wärmespeichers vollständig trocknen, bevor Sie die Komponenten wieder zusammensetzen. Da Sie Ihre dezentrale Lüftungsanlage jederzeit selbständig reinigen können und hierfür nur Pinsel, Tuch und warmes Wasser benötigen, ist die Reinigung sehr günstig. Es fallen lediglich die Anschaffungskosten für Fein-, Pollen- und Aktivkohlefilter an.

Für eine ausführliche Anleitung zum Reinigen Ihrer dezentralen Lüftungsgeräte empfehlen wir Ihnen unseren Ratgeber zur Reinigung Ihrer dezentralen Wohnraumlüftung.

Luftbude-Fazit:

Um den Wohnkomfort anzuheben lohnt es sich in vielen Fällen nachträglich eine Wohnraumlüftung einzubauen, da die Lüftungssysteme für ein gesundes Raumklima sorgen, Schimmelbildung vermeiden und durch Wärmespeicherung Heizkosten senken. Wenn Sie eine Lüftung nachrüsten möchten, haben Sie die Wahl zwischen zentralen und dezentralen Anlagen. Zentrale Lüftungssysteme bieten einen umfangreichen Komfort, sind jedoch beim Einbau, Wartung und Kosten aufwändiger. Dezentrale Anlagen lassen sich hingegen einfacher selbst in Altbauten integrieren. Finanzieren können Sie beide Systeme mit günstigen Darlehen oder einmaligen Zuschüssen der KfW.

Bei dezentralen Lüftungsanlagen profitieren Sie von einer leichten und schnellen Reinigung und Pflege, denn die hochwertigen Lüftungssysteme sind weitgehend wartungsfrei. Reinigen Sie lediglich Filter, Wärmespeicher und Wandeinbauhülse Ihrer Wohnraumlüfter regelmäßig. Das schaffen Sie in nur 6 Schritten, sodass Sie die Reinigung Ihrer Lüftungsanlage selbständig in nur wenigen Minuten kostenfrei erledigen können.

 

Achtung: Trennen Sie unbedingt das Lüftungsgerät von der Stromversorgung bevor Sie es reinigen.

 


 

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