Dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung - Heizkosten durch regenerative Keramikspeicher einsparen

 

Wussten Sie?

Wir verbringen ca. 90 % des Tages in Innenräumen und oft ist die Luftqualität im Raum deutlich schlechter als die der Außenluft. 
Gründe hierfür sind: Schadstoffe in der Raumluft, zu hohe Feuchtigkeit und fehlender Abtransport dieser Belastung durch energieeffizientes Bauen.

 

Nur eine intenstive Fensterlüftung alle 2 Stunden würde die schlechte Raumluft ausreichend durch Frischluft austauschen. Da dies laut aktuellen Gerichtsurteilen unzumutbar für jeden Bewohner ist, macht die neue Bauweise eine kontrollierte Wohnraumlüftung unumgänglich, um gesundheitliche Auswirkungen zu verhindern. Dezentrale Lüftungsanlagen sorgen mit Wärmerückgewinnung dabei zusätzlich noch zur Speicherung von bis zu 93% der Heizenergie.
So geht die Wärme trotz Luftaustausch nicht verloren und Sie reduzieren damit Ihre Heizkosten effektiv, was die Anschaffungskosten für Ihre Lüftung mit der Zeit amortisiert (Kosten für Lüftung). 

Welchen Einfluss hat schlechte Raumluft auf die Gesundheit?

Lüften Sie nicht regelmäßig, sinkt rapide die Luftqualität in Ihren Räumen. Sind mehrere Personen in einem Raum oder ist der Raum kleiner, geht die Luftqualität noch schneller verloren und die Kohlendioxidkonzentration steigt. Dabei macht zu viel CO2 krank. Hinweis: Als CO2 -Höchstdosis werden unter 1.000 ppm ("Parts per million“) genannt. Oft ist die Belastung aber um die 2500 ppm, gerade in Großstädten.

Steigt die CO2-Belastung, nimmt gleichzeitig die Anzahl verschiedener Keime zu. Neben Kohlendioxid gibt es weitere Schadstoffe, die die Atemluft belasten: Besonders häufig treten in Innenräumen schädliche Stoffe von Textilien, Tapeten und Möbeln oder Feinstaub auf. Falls Sie nicht genügend lüften, setzen Sie sich und Ihre Familie diesen Stoffen vermehrt aus und riskieren gesundheitliche Einschränkungen.

Auswirkungen schlechter Luftqualität auf einen Blick:

 

  • Verschlimmerung von Allergie- und Asthmasymptomen sowie Neurodermitis
  • Schimmelbildung durch zu hohe Feuchtigkeit
  • Angriff der Bausubstanz
  • Unwohlsein & Übelkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Schnellere Verbreitung von Krankheitskeimen

Eine saubere Raumluft ist notwendig für nachhaltige Gesundheit! Denn sie treibt unseren gesamten Körper an und gelangt über die Atmung in jedes Organ. Täglich pumpen wir ca. 17.000 mal 0,5 Liter Luft durch unsere Lungen. Bei ca. 22.000 Atemzügen am Tag kommen 16 kg Sauerstoff zusammen.

Luftbude-Tipp: Durch eine hohe Luftqualität steigt Arbeitsleistung und Wohlbefinden. Eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt permanent für ein gesundes Raumklima, die passende Luftfeuchtigkeit und weniger Krankheitserreger in Ihrem Zuhause. 

Das macht eine gesunde Raumluft aus:

   Von Schadstoffen freie Luft
   Behagliche Temperatur von 20 bis 22° C
   Geringe Luftfeuchte von 30 bis 45 % relativer Feuchtigkeit

Doch nicht nur Schadstoffe sind problematisch. Auch ein zu hoher Feuchtigkeitsanteil in der Raumluft mindert das Wohlgefühl und schädigt außerdem die Bausubstanz Ihrer Immobilie. In einem 4-Personenhaushalt entsteht beispielsweise eine tägliche Wasserdampfmenge von 6.000 bis 12.000 Gramm. Ist der Abtransport der Feuchtigkeit nicht gewährleistet, entstehen Feuchteschäden, die die Bausubstanz angreifen:


✔ 
 
Taupunktunterschreitung

   Wärmebrücken:z.B. durch Tauwasser auf kalten Oberflächen
   Zu hohe Luftfeuchtigkeit

Wie wird diese Feuchtigkeit abgetragen, wenn die Fenster geschlossen sind? Oder anders gefragt: kann eine Wand atmen? Die Wandatmung wird oft als Dampfdiffusion bzw. Feuchtetransport durch die Außenwand beschrieben. Inwieweit diese Feuchtigkeit über die Außenwände entweichen kann, zeigt die folgende Abbildung.

Außentemperatur in °C Feuchtigkeitdie über die Außenwand abgegeben wird [g/h] Feuchtigkeitdie durch Luftwechsel abgegeben wird [g/h]
-20 5 = 1,2 % 436
-10 4,8 = 1,3 % 378
0 3,2 = 1,3 % 242
10 0,4 = 2,6 % 15

Ein Luftwechsel ist also zwingend notwendig, um Feuchtigkeit ausreichend abzutransportieren und so Schimmel vorzubeugen – vor allem in kälteren Jahreszeiten. Aber wie verhält sich der Feuchteentzug durch Luftwechsel? Wir vergleichen die Fensterlüftung mit einer dezentralen Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung:

 Fensterlüftung (bei 3 Lüftungen pro Tag)Dezentrale Lüftungssysteme (bei kontinuierlichem Betrieb)
Abtragen Wasserdampf pro Lüftungseinheit 900 – 1.500 g pro Lüftungsvorgang 300 – 500 g pro Stunde
Abtragen Wasserdampf pro Tag 2.700 – 4.500 g 7.200 – 12.000 g

Beachten Sie außerdem: Je besser der energetische Standard der Immobilie ist, desto höher ist der Anteil an Lüftungsverlust ohne eine Lüftungsanlage. Damit Sie diese Verluste reduzieren können, sollten Sie eine auf eine kontrollierte Lüftung mit dezentralen Lüftungsgeräten und Wärmerückgewinnung setzen. 

Zu viel Feuchtigkeit und eine Schimmelbelastung sind ein verbreitetes Problem. Nach einer repräsentativen Umfragen von immowelt.de geben 17 % der deutschen Haushalte an, dass in mindestens einem Raum Schimmel bei ihnen auftritt. Bei 38 % der Fälle ist das Schlafzimmer betroffen, bei 55 % das Badezimmer. Die Häufigkeit der Schimmelbildung im Bad zeigt, dass besonders in diesen Räumen ein Luftwechsel stattfinden muss. Hier entstehen häufiger Feuchtespitzen: Wasserdampf nach einem warmen Bad oder einer Dusche und trocknende Wäsche - diese Feuchtigkeit muss kontinuierlich abgetragen werden. 

Achtung: In Deutschland leben einer Studie zur Folge mindestens 7 % der Kinder in einer Schimmelwohnung.

Bis zu 9.300 g mehr Feuchtigkeit kann täglich mit einer dezentralen Lüftungsanlage abgetragen werden.

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung: So profitieren Sie von einer dezentralen Lüftung mit Wärmerückgewinnung

Eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung bringt schnell, unkompliziert und automatisch eine hohe Luftqualität. Dabei sind die Frischluft-Wärmetauscher effizient und sehr ökonomisch. Denn Heizenergie geht nicht verloren, sondern wird in einem Keramikspeicher gespeichert und wiederverwendet. Wird die verbrauchte Raumluft aus dem Raum abtransportiert, geben die dezentralen Lüfter die Heizwärme an den Keramikspeicher ab. Strömt Frischluft nun in den Keramikspeicher zurück, wird diese Luft erwärmt. 

Spartipp: Durch die regenerative Ressourcennutzung bleiben bis zu 93 % der Heizenergie durch die Wärmerückgewinnung im Raum dauerhaft erhalten – es muss weniger geheizt werden.

Sie können Ihre Lüftung mit Wärmerückgewinnung sowohl bei einem Neubau unkompliziert einbauen als auch bei Ihrer Sanierung nachrüsten. Sollten Sie Hilfe bei der Planung oder der Montage haben, geben unsere entsprechenden Ratgeber eine Orientierung. Mit Hilfe spezieller Filter sorgt Ihre Lüftung mit Wärmerückgewinnung für angenehm saubere Raumluft ganz ohne Zugluft. Nutzen Sie hierfür beispielsweise Lüftungsaggregate mit Pollen- und Feinstaubfilter für Allergiker. Aktivkohlefilter und Feinfilter reinigen hingegen die einströmende Luft von Gerüchen. Um Ihre Lüftung mit Wärmerückgewinnung weiter zu individualisieren, sind  Regler notwendig. Mit diesen Reglern stimmen Sie Ihre dezentrale Wohnraumlüftung auf Ihre Vorlieben ab. Beispielsweise mit einer Zeitschaltuhr: So legen Sie Ruhezeiten mit einer geringeren Lüftungsintensität fest. Das ist besonders für Schlaf- und Kinderzimmer zu empfehlen. Da die Lüftung in dem eingestellten Zeitraum auf niedrigster Stufe läuft, können Sie und Ihre Kinder ungestört einschlafen. Eine weitere Möglichkeit sind Sensoren, die automatisch einen Feuchtigkeits- oder CO2-Anstieg bemerken und bedarfsgerecht die Lüftungsintensität und -dauer steuern. Besonders in Feuchträumen wie dem Badezimmer oder der Küche sind derartige Sensoren empfehlenswert. Sie möchten mehrere Räume gleich belüften? Dann hilft Ihnen ein intelligentes Reglersystem verschiedene Lüftungszonen im Haus zu definieren. Und steht Ihr Haus in einer Region mit hohem Winddruck, können Sie mit Windschutzblockern die Geräuschentwicklung durch den einströmenden Luftdruck reduzieren (Lüftungssteuerung).

Hinweis: Profitieren Sie auch finanziell von Ihrer Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung und nutzen Sie die Förderprogramme der KfW.

Ihre Vorteile einer Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung:
 

✔   Kontinuierlicher Luftaustausch mit hoher Energieeffizienz durch Wärmerückgewinnung

✔   Wertsteigerung Ihrer Immobilie & Schutz der Bausubstanz durch Feuchteabtransport zur Schimmelvermeidung

✔   Saubere Raumluft durch integrierte Filter (Pollen-, Fein- oder Aktivkohlefilter)

✔   Geringer Stromverbrauch (ca. 4 €/Jahr pro Gerät)

✔   Schnelle Montage in Neu- und Altbau

✔   Unkomplizierte Wartung und selbständige Reinigung in 5 Minuten pro Gerät

✔   Sensortechnik wie CO2-Sensoren oder Feuchtesensoren für eine bedarfsgeführte Lüftung

✔   Zusätzlicher Dämmschutz und Schallmaterialien (Schall reduzieren)

Zentrale und dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung: So funktioniert die Lüftung mit Wärmerückgewinnung

Da beim energieeffizienten Bauen eine reine Fensterlüftung den geforderten Luftaustausch nicht gewährleistet, werden immer häufiger mechanische und ventilatorgestützte Lüftungen mit Wärmerückgewinnung genutzt. Zusätzlich zum Vorteil konstanter Frischluft und Schimmelprävention im Wohnraum sind die Geräte DIN-konform. Neben den Vorgaben zum Luftaustausch stellt die EnEV ebenfalls Vorgaben zum  Energieeinsparpotenzial. Daher werden besonders effektiv arbeitende Lufttauscher mit  Wärmerückgewinnung bezuschusst. Einige Wärmetauscher bieten einen Erhalt der Wärme von bis zu 93 %. Die Ergebnisse der Wärmerückgewinnung hängen jedoch vom Geräteaufbau und der Methodik ab (Vergleich Lüftungsanlagen).

Hinweis: Auf welche Richtlinien der Energieeinsparverordnung (EnEV) besonders bei der Planung Ihrer dezentralen Belüftung achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber zur EnEV und der KfW

Um für Ihre Lüftung mit Wärmerückgewinnung die entsprechenden Fördergelder der KfW zu erhalten, sollte Ihre Wohnraumlüftung dem Lüftungskonzept entsprechen. Dezentrale Lüfter mit Wärmerückgewinnung lassen sich für die Nennlüftung auslegen. Das bedeutet, dass mit Ihrem Lüfter nicht nur die hygienischen Standards für Ihre Gesundheit eingehalten, sondern auch die Bausubstanz vor Schimmelbefall geschützt wird.

Arten der Wärmerückgewinnung: So funktionieren die Wärmetauscher bei der Lüftung

Wärmerückgewinnung wird dadurch erreicht, dass die thermische Energie der Abluft des Innenraums an die einströmende Frischluft von außen übertragen wird. Durch diese Nutzung benötigen Sie deutlich weniger Heizenergie und halten die Temperatur im Innenraum konstant. Technisch gesehen kann die Wärmerückgewinnung mittels zweier Varianten umgesetzt werden:

  •    rekuperative Wärmerückgewinnung (Wärme wiedergewinnen)

  • ✔   regenerative Wärmerückgewinnung (Wärme wieder erzeugen)

Rekuperative Wärmetauscher

Diese Art der Wärmerückgewinnung ist hauptsächlich in zentralen Lüftungsanlagen verbaut. Wichtigstes Merkmal dieser Lüftung mit Wärmerückgewinnung ist der getrennte Zu- und Abluftstrom. Über sogenannte Wärmetauscher wird die thermischen Energie weitergegeben. Die Wärmetauscher erhalten Sie entweder als Rohrbündel oder als Plattenform. Bevorzugte Materialien sind besonders leitfähige Metalle wie Aluminium oder spezielle Kunststoffe. Durch die getrennten Kanäle der Luftzirkel, kommen die Luftströme miteinander nicht in Berührung. Eine Vermischung der Zu- und Abluft ist daher unmöglich und Gerüche oder andere Partikel werden daher ebenfalls nicht oder kaum übertragen. Anlagen zur rekuperativen Wärmerückgewinnung sind dort ideal, wo konstant hohe Luftvolumenströme erforderlich sind.

Rekuperative Wärmetauscher auf einen Blick:

   ▪     Kreuzstromwärmetauscher

   ▪     Gegenstromwärmetauscher

   ▪     Gleichstromwärmetauscher

   ▪     Kreuzgegenstromwärmetauscher

   ▪     Enthalpiewärmetauscher

   ▪     Rohrbündelwärmetauscher

Zentralanlagen belüften mit einem Einzelgerät. Für eine zentrale Belüftung muss daher ein Rohrleitungssystem im gesamten Haus eingebaut und verschiedene Areale in Zu- und Ablufträume unterteilt werden. Typische Zulufträume: Wohn- und Schlafbereiche. Typische Ablufträume: sogenannte Feuchträume wie Küche und Bad, in denen öfter Feuchtespitzen entstehen. 

Über den Abluftraum wird verbrauchte Luft eingesogen, kommt in das Rohrleitungssystem und gelangt so als Fortluft nach außen. Zur gleichen Zeit wird Frischluft von außen eingesogen, über den Rekuperator des Zentralsystems in die Zuluftrohrleitungen geführt und in die entsprechenden Räume geleitet.

Hinweis: Zentrale Anlage bieten einen Wärmerückgewinnungsgrad von 70 bis über 90 %.

Als Frostschutz kann ein vorgeschaltetes Heizregister auch bei niedrigen Temperaturen einen Frostschutz für die dünnen Aluminium- oder Kunststoffplatten gewährleisten. Hierfür muss jedoch zusätzliche Energie aufgebracht werden, die die Betriebskosten erhöhen. Ein vorgeschalteter Erdwärmetauscher reduziert den zusätzlichen Energiebedarf des Vorheizregisters. Der Einbau ist jedoch mit zusätzlichem Aufwand und Kosten verbunden und nur bei großen Grundstücke empfehlenswert. Durch die feste Raumaufteilung sowie das Zentralgerät selbst ist ein nachträglicher Einbau dieser Systeme immer mit erhöhtem baulichen Aufwand verbunden (nicht zuletzt auch wegen der Rohrleitungen).

Luftbude-Tipp: Im Sommer kann durch ein Sommerbypass der Wärmetauscher im Gerät komplett umgangen werden.

Regenerative Wärmerückgewinnung

Diese Art der Wärmeerzeugung wird hingegen hauptsächlich in dezentralen Geräten angewandt. Wärmerückgewinnung wird bei diesem Lüftungssystem über einen Kurzzeit-Wärmespeicher realisiert, der abwechselnd von Zu- und Abluft durchströmt wird. Die thermische Energie wird kurzfristig in einem festen oder flüssigen Körper zwischengespeichert, der Regenerator genannt wird. Gelangt nun Frischluft zum Zwischenspeicher nimmt sie die Wärme über die Oberfläche des Regenerators auf. Durch den festen oder flüssigen Speicher strömt also abwechselnd kalte und warme Luft. Der Zwischenspeicher kann entweder im Lüftungsgerät als Festkörper fixiert sein oder sich als Rotationswärmespeicher im Lüftungsgerät frei bewegen.

Die meisten dezentralen Lüfter zur Wärmerückgewinnung besitzen einen Keramikkern zur regenerativen Nutzung der Heizenergie. Bei dieser Methode der Wärmerückgewinnung wird die Wärme der Abluft während sie durch den Keramikkern strömt gespeichert. Im Gegensatz zu zentralen Lüftungsanlagen lassen sich dezentrale Lüfter leichter einbauen und reinigen und sind daher auch für den nachträglichen Einbau einer Belüftung zu empfehlen.

Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung: Verschiedene Arten der Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung im Kurz-Test

Für die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung können Sie also zwischen zwei Methoden wählen und bei den Geräten ebenfalls unterschiedliche Varianten nutzen. Wie die verschiedenen Wärmetauscher funktionieren, erfahren Sie in unserem Kurz-Test der Wohnraumlüfter (siehe im weiteren Verlauf dieses Ratgebers).

Die Abluft gelangt nun abgekühlt nach außen, während die Wärme im Keramikern erhalten bleibt. Wird anschließend Frischluft angesaugt und durch den Keramikkern geleitet, wird die Frischluft hier erwärmt und die Heizenergie gelangt in den Wohnraum zurück. 

Plattenwärmetauscher für die mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung

Plattenwärmetauscher werden vor allem bei zentralen Lüftungsanlagen eingesetzt. Mehrere dünne Aluminiumplatten oder spezielle Kunststofffolien trennen hier die  Luftströme. Durch diese Trennwände entstehen Zwischenräume, durch die warme Abluft und frische Außenluft im Gleichstromprinzip strömen. Die Luftströme bewegen sich also immer identisch: entweder im Kreuzstromprinzip, also im rechten Winkel oder im Gegenstromprinzip, also in entgegengesetzter Richtung - jedoch stets aneinander vorbei. Durch das hohe Energieniveau überträgt sich die Energie der Raumluft auf den Wärmetauscher und anschließend wieder auf die Außenluft, da diese ein niedrigeres Energieniveau besitzt. Der Grad der Wärmerückgewinnung wird maßgeblich von der Zeit des Luftaustauschs bestimmt: 

Auswirkungen auf den Grad der Wärmerückgewinnung bei Plattenwärmetauscher:

  • Geometrie des Wärmetauschers
  • Material des Plattenwärmetauschers
  • Luftvolumenstrom
  • Temperaturdifferenz
  • Größe des Wärmetauschers
  • Durchströmungszeit

Je langsamer der Luftaustausch ist, desto effizienter ist die Wärmerückgewinnung. Gegenstromwärmetauscher bieten bei gleicher Fläche wie Kreuzstromwärmetauscher eine höhere Wärmeübertragung. Und ist der Aufbau des Kanalsystems umfangreicher, beispielsweise durch eine drei- oder viereckige Kanalbauweise, wird auch die Wärmeübertragungsfläche größer und der Grad der  Wärmerückgewinnung steigt.

Achtung Feuchterückgewinnung: Herkömmliche Wärmetauscher bieten nicht zwangsläufig eine Feuchterückgewinnung. Durch den Temperaturunterschied entstehen größere Mengen an Kondensat. Daher ist ein entsprechendes Rohr für den Ablauf notwendig, welches den Einbauaufwand und die Kosten steigert.

Rohrbündelwärmetauscher zur Wärmerückgewinnung

Eine weitere rekuperative Methode der Wärmerückgewinnung ist der Rohrbündelwärmetauscher. Auch hier sind die Luftströme voneinander getrennt und die Wärmeübertragung wird über die Rohrwand realisiert. Eine Vielzahl dünner Rohre verlaufen in einem Hohlzylinder aus Stahlblech. Bei der simpelsten Variante des Rohrbündelwärmetauschers steckt lediglich ein kleines Rohr in einem großem. Warme Luft wird über das größere Rohr angesaugt, während durch das kleinere Rohr kalte Luft strömt. Die kalte Luft erwärmt sich dann über die Trennwand. Diese Art der Wärmerückgewinnung ist jedoch veraltet und wird nur noch selten für die kontrollierte Wohnraumlüftung genutzt.   

Wärmerückgewinnung durch feste Keramikwärmespeicher


Wärmespeicher dezentraler Lüftungsanlagen bestehen meist aus hochwertigen Keramikkörpern. Durch einen Reversierventilator wechselt die Laufrichtung der Luft intervallartig alle 70 – 90 Sekunden. Im Abluftmodus strömt warme Luft durch den Keramikkern und der Wärmespeicher lädt sich mit Wärme auf. Anschließend wird im Zuluftintervall kalte Frischluft von außen eingesogen und durch den Keramikspeicher geleitet. Hier nimmt die Zugluft die zwischengespeicherte Wärme auf und strömt nun vorgewärmt in den Raum. Durch den wabenförmigen Aufbau der Keramik wird die Oberfläche des Speichers vergrößert, die Luft zirkuliert innerhalb der Waben und erwärmt sich zusätzlich. So wird eine hohe Effizienz der Wärmerückgewinnung erreicht. Durch den wabenförmigen Aufbau wird auch die Übergabefläche maximiert, sodass deutlich mehr thermische Energie im Kern zwischengespeichert werden kann.

 

✔   Einfache Montage
✔   Leichte Reinigung durch schmutzabweisende Oberfläche
✔   Nachträglicher Einbau bei einer energetischen Sanierung problemlos möglich
✔   Hohe Wärmekapazität von Keramik: Wärmerückgewinnung von 80 bis über 93 %
✔   Unbedenklicher Betrieb bis -20 Grad: kein Frostschutz notwendig
✔   Wärmebarriere für den Sommerbetrieb

 

Dezentrale Lüfter mit Keramikspeicher eignen sich auch für den Sommerbetrieb. Denn das Prinzip der Wärmerückgewinnung funktioniert auch in umgekehrter Richtung. Ist also die Außentemperatur besonders warm, agiert der Keramikspeicher wie eine Wärmebarriere: der Innenraum bleibt länger kühl. Merken Sie sich: Die Wärme bleibt immer auf der Seite der Außenwand erhalten, wo sie herkommt.

Wärmerückgewinnung für Industrielüftung durch Rotationswärmetauscher

Beim Rotationswärmetauscher ist der Wärmetauscher nicht fixiert, sondern die runde Speichermasse bewegt sich rotierend um eine Achse. Über einen Kanal gelangt auf einer Seite warme Abluft auf die Rotationsscheibe, die Scheibe erwärmt sich. Während sich die Rotationsscheibe dreht, strömt zeitversetzt auf der anderen Seite kühlere Zuluft auf die Scheibe. Die Zuluft wird durch die thermische Energie der Rotationsscheibe aufgewärmt und gelangt dann in das Gebäude. Da die Wärme an die Luft abgeben wurde, hat sich die Rotationsscheibe abgekühlt und kann nun wieder Wärme aufnehmen.

Der Rotationswärmetauscher sieht wie ein Rad aus und wird daher auch Wärmerad genannt. Viele 0,05 mm bis 0,12 mm dünne Folien aus Aluminium oder einem anderen leitfähigem Edelstahl sind gleich einer Wellpappe angeordnet: abwechselnd glatt und gewellt. So entsteht eine dreieckige Form, die einen Kanal bildet. Neben Wärme kann der Rotationswärmetauscher auch Feuchtigkeit übertragen. Entsteht auf der Abluftseite Kondensat kann die Feuchtigkeit von der Außenluft wieder aufgenommen werden. So kann der Rotationswärmetauscher der Zuluft Feuchtigkeit zuführen, wenn im Winter die Luft in den Räumen besonders trocken ist. Hierfür werden größere Kondensatmengen bereitgestellt. Die Wärmeräder der Rotationswärmetauscher sind sehr umfangreich und können einen Durchmesser von bis zu 2 Meter haben. Daher werden sie hauptsächlich in Industriegebäuden eingesetzt. 


Vorteile dezentraler Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung durch einen Keramikkern:

Für die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung stehen Ihnen also mehrere Methoden zur Verfügung. Die rekuperative Wärmerückgewinnung wird hauptsächlich als zentrale Variante eingesetzt und führt hohe Luftvolumenströme in getrennten Kanälen aneinander vorbei. Außerdem benötigen Sie hierfür eine zusätzliche Frostschutzstrategie. Regenerative Wärmerückgewinnung wird hingegen durch Rotationswärmetauscher oder Keramikspeicher in dezentralen Anlagen umgesetzt. Mit diesen Geräten ist eine Wärmerückgewinnung von bis zu 93 % möglich. Dezentrale Lüfter lassen sich mit einem vergleichsweise geringen Aufwand einbauen und überzeugen durch geringe Betriebskosten und eine einfache Wartung sowie Reinigung (Informationen zum Lüftungszubehör).

 



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