Wohnraumlüftungsanlage – So finden Sie die richtigen Wohnraumlüfter

Wir Menschen verbringen durchschnittlich etwa 90% der Zeit in Innenräumen. Dabei ist die Luft im Inneren meist bis zu 5-mal schädlicher als die Luft draußen. Schadstoffe können aus Plastik, Holzverkleidungen, Wohntextilien oder Reinigungsmitteln entweichen. Wenn nicht ausreichend gelüftet wird, sammelt sich zudem vermehrt Feuchtigkeit an, die im Wohnraum zur Schimmelbildung führen kann.

Eine Wohnraumlüftungsanlage hilft Ihnen dabei, all diese Probleme zu verhindern. Somit schützen Sie Ihr Gebäude und Ihre Gesundheit vor Feuchtigkeit und Schimmelschäden.

Wir zeigen Ihnen, welche Arten einer Wohnraumlüftungsanlage es gibt und welche Vor- und Nachteile diese mit sich bringen. So können Sie für sich herausfinden, welche Wohnraumlüftungsanlage am besten zu Ihrem Eigenheim passt.

Was ist eine Wohnraumlüftungsanlage und warum ist sie notwendig?

Noch vor 20 Jahren konnte die Luft im Haus durch durchlässige Gebäudehüllen (Altbau) auf natürlicher Weise beispielsweise über Fugen oder Ritzen zirkulieren. Heutzutage werden Neubauten oder sanierte Gebäude dank energiesparender Bauweise immer dichter. Heizenergie soll zum Beispiel durch mehrfachverglaste Fenster oder stark gedämmte Fassaden eingespart werden. Dadurch ist eine natürliche Frischluftzufuhr nahezu unmöglich und ungesunde Raumluft wird unzureichend abgetragen – eine Schadstoffkonzentration steigt im Inneren schneller an. Bauherren sollten daher den Einsatz einer Wohnraumlüftungsanlage in Betracht ziehen, um sowohl die Immobilie vor Feuchteschäden und Schimmelbildung als auch die Gesundheit der Bewohner zu schützen. Für Sanierungen und Neubauten mit stärkerer Dämmung fordert die Energieeinsparverordnung (EnEV) beziehungsweise das aktuelle Gebäudeenergiegesetz eine Sicherstellung des Mindestluftwechsels. Ein Lüftungskonzept ist hier bereits verpflichtend.

Eine kontrollierte Wohnraumlüftungsanlage sorgt für einen regelmäßigen Luftaustausch bei konstant hoher Luftqualität. Benutzerunabhängig können Wohnraumlüfter optimale Luftverhältnisse in Innenräumen schaffen, indem die Luftfeuchtigkeit sowie Schadstoffe abgetragen und verbrauchte Luft durch Frischluft ersetzt wird. Die Entstehung von Luftfeuchte ist unvermeidbar – ob Kochen, Duschen, Waschen oder das Atmen der Bewohner.

Wussten Sie schon?

In einem 4-Personen-Haushalt entsteht eine tägliche Wasserdampfmenge von 6.000 – 12.000 Gramm. Das entspricht einem 12 Liter Wassereimer pro Tag. Wird dieser nicht abgetragen, zieht die Feuchtigkeit in die Wände und sorgt für Feuchteschäden.

Schadstoffe stecken oft in alltäglichen Gegenständen, wo man sie erst gar nicht vermuten würde. Schädliche Bestandteile von Möbeln (Lacke, Farben), Reinigungsmitteln oder Kosmetikartikeln dünsten kontinuierlich aus und werden an die Raumluft abgegeben. Enthaltene Lösungsmittel, Gase oder chemische Verbindungen in Produkten, Gegenständen, Textilien oder Materialien entweichen und gelangen als Schadstoffe kontinuierlich in die Raumluft und somit auch in die Atemwege der Bewohner. Je „muffiger“ Sie die Raumluft wahrnehmen, desto mehr Partikel atmen Sie in diesem Moment ein.

Daher ist es notwendig, die Luft in einem Raum regelmäßig mit Frischluft auszutauschen, um die Konzentration an Feuchtigkeit und Luftschadstoffen zu verringern. Einfaches Fensterlüften reicht oftmals nicht mehr aus, da in energetischen Gebäuden alle 2-3 Stunden stoßgelüftet werden müsste – auch nachts oder während der Arbeitszeiten. Lüftungstechnische Maßnahmen sind meist unumgänglich, zum Beispiel mit Hilfe einer Wohnraumlüftungsanlage.

Dabei handelt es sich um eine mechanische Lüftung, unterstützt durch einen integrierten Ventilator. Mit der zusätzlichen Funktion der Wärmerückgewinnung (bis 94% möglich) können nachhaltig Heizkosten und Heizenergie eingespart werden. Die weiteren Vorteile der kontrollierten Wohnraumlüftungsanlage sind weitreichend.

Wir haben diese für Sie als Übersicht zusammengefasst.

Die Vorteile einer Wohnraumlüftungsanlage

  • Verbesserung der Luft- und Lebensqualität
  • garantierter regelmäßiger Luftwechsel
  • rundum gesundes Raumklima
  • attraktive Förderprogramme und finanzielle Zuschüsse
  • Schutz vor Pollen, Schadstoffen, Feinstaub und Luftpartikeln
  • Filterung von Gerüchen
  • Vermeidung von Schimmelbildung und Feuchteschäden
  • Steigerung des Immobilienwerts
  • überschaubarer Eigenaufwand
  • Senkung des Energieverbrauchs durch Wärmerückgewinnung
  • Erhalt der Bausubstanz
Lunos e² - Die perfekte Lüftungsmontage

Der kompakte Wohnraumlüfter

  • nur 160 mm Durchmesser
  • bis 30 m³/h Volumenstrom
  • bis 88% Wärmerückgewinnung

Welche Arten von Wohnraumlüftern werden unterschieden?

Die mechanische Lüftung sorgt mit einem oder mehreren Ventilatoren bedarfsgerecht, vollautomatisch und benutzerunabhängig für einen kontrollierten Luftaustausch. Grundsätzlich werden zwei Varianten unterschieden: zentrale und dezentrale Wohnraumlüfter.

Neben den kontrollierten Wohnraumlüftungsanlagen gibt es auch noch die freie Lüftung - eine Lüftung ohne Ventilator. Zur freien Lüftung zählt neben der manuellen Stoßlüftung (Fensterlüftung) auch die Fensterfalzlüftung, bei der der Luftaustausch über einfache Lüftungsschlitze im Fensterrahmen unkontrolliert erfolgt. Bei dieser Art von Lüftung geht jedoch die Wärme und Heizenergie mit verloren.

Die Funktionsweise einer Wohnraumlüftungsanlage

Die zentrale und dezentrale Wohnraumlüftungsanlage unterscheiden sich im Aufbau, der Funktionsweise und einigen Vor- und Nachteilen.

Funktionsweise der zentralen Wohnraumlüftungsanlage

Zentrale Wohnraumlüftungsanlagen bestehen aus einem zentralen Wohnraumlüfter, welcher innerhalb der Wohneinheit den Luftaustausch über umfassende Lüftungskanäle regelt. Im Zentralgerät verbaut sind ein oder mehrere Ventilatoren, sowie alle Zubehörteile wie Filter und Wärmetauscher. Da das Gerät schwer und groß ist, muss es fest verbaut werden - meistens im Keller oder auf dem Dachboden. Die daran angeschlossenen Belüftungskanäle werden im Fußbodenaufbau, im Beton oder in einer abgehängten Decke verlegt und ziehen sich durch das gesamte Gebäude.

Ratgeber Wohnraumlüftungsanlage - Funktionsweise einer zentralen Wohnraumlüftungsanlage

Zentrale Wohnraumlüftungsanlagen gibt es als reine Abluftsysteme, die lediglich die verbrauchte Luft absaugen, oder als Zu- und Abluftsysteme mit getrennten Leitungssystemen, innerhalb dieser die Luft abgesaugt und Frischluft eingesaugt wird. Zentrale Wohnraumlüftungsanlagen sind außerdem mit oder ohne Wärmerückgewinnung (WRG) zu erwerben. Die WRG erfolgt über einen Wärmetauscher, welcher der Abluft die Wärmeenergie entzieht und diese der Raumluft zuführt.

Bei zentralen Wohnraumlüftern als Zu- und Abluftsystem werden die einzelnen Räume in Zu- und Abluftzonen eingeteilt. Dabei werden Räume mit regelmäßig hoher Luftfeuchtigkeit wie Badezimmer, Küchen oder Hauswirtschaftsräumen zu Abluftzonen, aus denen die feuchte Luft abgesaugt und aus der Wohneinheit geleitet wird. Wohnzimmer und andere Aufenthaltsräume werden zu Zuluftzonen, die direkt mit Frischluft versorgt werden. Die angesaugte Frischluft kann über diverse Funktionen gefiltert beziehungsweise ent- oder befeuchtet werden.

Achtung: Zu- und Abluftzonen können nachträglich nicht mehr geändert werden, ohne auf großen baulichen und finanziellen Aufwand zu verzichten. Auch ein Einbau von zentralen Wohnraumlüftungsanlagen in Bestandsgebäuden ist schwer zu realisieren. Zentrale Systeme eignen sich daher eher für Neubauten. Die zentrale Lüftung gilt eher als unflexibel und aufwendig in der Realisierung. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten lohnt sich eine Zentralanlage erst bei großen Anlagen in Mehrfamilienhäusern.

Vor- und Nachteile zentraler Wohnraumlüftungsanlagen

Vorteile Nachteile
Luftqualität ✔ Garantierter Mindestluftwechsel
✔ Effektive Belüftung
✔ Filterung der Luft von Staub, Pollen und Schadstoffen
✔ Klimatisierung, Temperierung, Be- und Entfeuchtung der Zuluft
✘ Oft überdimensioniert in Bezug auf Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften
Einsatzort ✔ gut einsetzbar in Neubauten ✘ eher nur für Neubauten geeignet
✘ Der nachträgliche Einbau in Bestandsgebäuden ist mit sehr hohem finanziellem und baulichem Aufwand verbunden
Planung ✔ Kostenfreie Planung über Luftbude möglich ✘ aufwendige Planung der Lüftungskanäle
Einbau und Montage ✔ keine Gefahr des Luftkurzschlusses (bei korrekter Planung) ✘ komplexes Rohrsystem
✘ unflexibler Einbauort
✘ von Fachfirma zu erledigen
Kosten ✔ Förderfähigkeit, z.B. durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
✔ Einsparung von Heizkosten dank Wärmerückgewinnung
✘ hohe Anschaffungskosten
✘ erhöhte Stromkosten bei laufendem Betrieb
✘ Wartungskosten für ausgebildetes Fachpersonal
Geräuschentwicklung ✔ Geringe Geräuschentwicklung durch zentrales Gerät und Schallschutzkappen ✘ Teleskopschall durch die Kanäle möglich
Wartung und Reinigung ✘ die Reinigung alle zwei Jahre für den hygienischen Betrieb wird empfohlen
✘ nur durch Fachfirma ausführbar
✘ finanzieller Aufwand
Energieeffizienz ✔ hohe Energieeinsparungen realisierbar dank verbauter Wärmerückgewinnung

Funktionsweise einer dezentralen Wohnraumlüftungsanlage

Während die Luft bei zentralen Anlagen über das geschlossene Luftkanalsystem zirkuliert, erfolgt der Luftwechsel bei dezentralen Systemen über das Luftvolumen der Wohneinheit.

Mehrere kompakte dezentrale Wohnraumlüfter werden paarweise in die Außenwände der zu belüftenden Räume installiert. Jedes Gerät enthält im Wesentlichen einen Ventilator, Wärmespeicher, Wandeinbauhülse, Filter sowie die Innen- und Außenabschlüsse. Der Einbau ist zum Vergleich zu den zentralen Lüftungskanälen einfach und auch in Bestandsgebäuden leicht zu realisieren. Bei Sanierungen wird mittels Kernlochbohrung eine Öffnung in der bestehenden Wand für die Lüftungsgeräte geschaffen. Im Neubau werden Mauersteine oder Wandeinbaublöcke direkt während der Rohbauphase eingesetzt, um Platz für die Geräte einzuplanen. In die entstandenen Öffnungen werden die Wandeinbauhülse mit dem Wärmespeicher und Ventilator eingesetzt und zum Schluss von außen mit einer Wetterschutzhaube, von innen mit einer Innenblende verschlossen.

Ratgeber Wohnraumlüftungsanlage - Aufbau einer dezentralen Wohnraumlüftungsanlage
Ratgeber Wohnraumlüftungsanlage - Funktionsprinzip einer dezentralen Wohnraumlüftungsanlage

Der paarweise Einsatz der dezentralen Wohnraumlüfter funktioniert im Gegentakt. Die Drehrichtung der Ventilatoren beider Lüftungsgeräte ändert sich alle 70 Sekunden. Im Abluftmodus wird die verbrauchte Luft nach außen abtransportiert und die Wärme der Raumluft im Keramikkern gespeichert. Nach der geänderten Drehrichtung der Ventilatoren strömt im Zuluftmodus nun Frischluft von außen in den Wohnraum. Dank Wärmerückgewinnung gibt der Wärmespeicher die gespeicherte Wärme wieder an die Frischluft ab, die nun vorgewärmt im Inneren des Wohnbereichs ankommt. Bei der dezentralen Wohnraumlüftungsanlage wird somit an mehreren Stellen der Wohneinheit für Frischluft und Abluft gesorgt.

Luftbude Tipp: Mit der integrierten Wärmerückgewinnung können bis zu 94 % der Wärme erhalten bleiben, wodurch nachhaltig Heizkosten eingespart werden können. Kombinieren Sie die Anschaffung mit attraktiven Förderungen oder Zuschüssen der KfW, damit sich Ihre Investition schnell amortisiert.

Einsatzbereiche der kontrollierten Wohnraumlüftungsanlage

Die dezentralen Wohnraumlüfter werden an Regler angeschlossen, um die Lüfter miteinander zu verbinden und die richtige Drehrichtung der Ventilatoren abzusichern. Mit den Reglern lässt sich die dezentrale Lüftung bedarfsgerecht und individuell steuern.

Vor- und Nachteile einer dezentralen Wohnraumlüftungsanlage

Vorteile Nachteile
Luftqualität ✔ eingebaute Filter gegen Gerüche, Feinstaub, Pollen und Partikel
✔ durchgehend gesundes Raumklima
Einsatzort ✔ für Neubauten und Sanierungen geeignet
✔ flexibler Einsatzort
✔ geringer Platzbedarf
✔ auch für innenliegende Räume
Einbau und Montage ✔ unkomplizierter, abschnittsweiser Einbau
✔ selbstständiger Einbau durch den Nutzer möglich
✘ Oft wird eine Stromzufuhr oder ein Kabel vom Regler benötigt
Kosten ✔ kostengünstigere Anschaffung als zentrale Wohnraumlüfter
✔ Förderfähigkeit, z.B. durch KfW
Geräuschentwicklung ✔ Es gibt mittlerweile Geräte speziell für Schlafzimmer, die bis zu 70 dB Außenschall reduzieren – dies kommt einem geschlossenen Fenster gleich. Setzen Sie bei der Planung auf spezielle Schalldämmlösungen. ✘ Geräuschentwicklung durch Außen- und Eigenschall
Luftbude-Tipp: Schalldämmlösungen auf dem Lüftungsmarkt können dieses Problem beheben. Planen Sie direkt einen Schalldämmlüfter ein
Wartung und Reinigung ✔ unkomplizierte Reinigung durch den Nutzer selbst
✔ keine Zusatzkosten bei der Wartung
✘ Filteraustausch verursacht bei allen Wohnraumlüftern nachträgliche Kosten. Einige Filter können mehrfach verwendet werden
Energieeffizienz ✔ hohe Energieeffizienz dank Wärmerückgewinnung und geringem Stromverbrauch
✔ dezentrale Wohnraumlüfter erhalten durchgehend das Energieeffizienzlabel A und A+

Vergleich von unterschiedlichen Wohnraumlüftungsanlagen

Bei einer zentralen Wohnraumlüftungsanlage wird der Luftstrom durch umfangreich verlegte Rohrleitungen transportiert – verbrauchte Luft wird aus den Räumen gesaugt, frische Luft von draußen eingeblasen. Durch die langen Kanalwege und großen Querschnitte entsteht ein erhöhter Energieverbrauch, vor allem dann, wenn die Zuluft auch noch durch eine Wärmepumpe beheizt werden muss.

Verbrauchte Luft gelangt bei einer dezentralen Wohnraumlüftungsanlage hingegen durch eine Außenwandöffnung direkt nach draußen. Durch dieselbe Öffnung gelangt auch die Frischluft wieder ins Rauminnere. Der Lüftungsweg ist daher sehr kurzgehalten und dadurch expliziter auf das Bedürfnis des einzelnen Raumes zu dimensionieren. Da sich der Lüftungskanal auf die Breite der Außenwand beschränkt, kann die Reinigung direkt vom Bewohner selbst durchgeführt werden, ohne dass eine Fachfirma verständigt werden muss.

Aufgrund der unterschiedlichen Aufbauweisen zentraler und dezentraler Wohnraumlüfter ergeben sich auch verschiedene Einsatzbereiche, die am besten zur jeweiligen Lüftungsvariante passen.

Sinnvolle Einsatzbereiche der kontrollierten Lüftungsanlage

Vorteile Nachteile

✔ große Werkhallen
✔ Lagerhallen bzw. -räume
✔ eher für Neubauten geeignet
✔ Gewerbelüftung wie Großraumbüros

--> Der beste Einsatzort zentraler Lüftungen stellen eher größere Hallen/Räume dar. Überall dort, wo ein sehr hoher Luftaustausch erfolgen muss, kann eine zentrale Wohnraumlüftungsanlage sinnvoll sein.

✔ verschiedene Einsatzbereiche möglich: von Wohngebäude, über Wohnheime, bis zu normalen Büroräumen oder Arztpraxen
✔ für Neubauten und Bestandsgebäude geeignet

--> Dezentrale Lüftungen überzeugen mit vielseitigen Mehrwerten für eine Wohnraumlüftungsanlage und wird mittlerweile am meisten verkauft.

Dezentrale Wohnraumlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Im Vergleich der beiden kontrollierten Wohnraumlüftungsanlagen gewichten die Mehrwerte der dezentralen Wohnraumlüfter stärker gegenüber zentralen Wohnraumlüftern.

Vorteile dieser Wohnraumlüftungsanlage auf einen Blick

1.Gesundheit

  • Reinigung der schadstoffhaltigen Innenraumluft
  • Schutz vor Feinstaub, Pollen und Viren
  • durchgehend sauerstoffhaltige Luft mit geringem CO2-Anteil
Ratgeber Wohnraumlüftungsanlage - Vorteile einer Wohnraumlüftungsanlage

Fast 90% des Tages verbringen wir in Innenräumen. Dabei ist die Raumluft sogar bis zu fünfmal stärker mit Schadstoffen angereichert, als die Außenluft. Wird schadstoffbelastete Luft über einen längeren Zeitraum eingeatmet und unzureichend gelüftet, können die Bewohner gesundheitliche Einschränkungen entwickeln. Möglich Symptome sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Reizungen der Augen und Schleimhäute, Konzentrationsschwäche, Allergien oder Atemwegserkrankungen. Dezentrale Wohnraumlüftungsanlagen mit kontrolliertem Luftaustausch verhindern dabei eine unzureichende Versorgung des Körpers mit gesunder Frischluft und somit gesundheitliche Einschränkungen.

2.Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

  • Erhalt von bis zu 94% der Heizenergie durch Wärmerückgewinnung
  • Geringer Stromverbrauch
  • Geringe Betriebskosten (ca. 4€ im Jahr/Gerät)
  • Flexible Montage und geringer Arbeitsaufwand
  • Einfache Reinigung durch den Nutzer – kein finanzieller oder energetischer Aufwand notwendig
  • finanzielle Förderung der Energieeffizienz durch die KfW

Mit einer dezentralen Wohnraumlüftungsanlagen können Sie:

Umwelt schützen

Energieeffizient leben

Kosten einsparen

3.Werterhalt der Immobilie

  • Abtransport und Regulierung der Luftfeuchte
  • Effizienter Schutz vor Schimmelbefall und Feuchteschäden
  • Modernste Gebäudetechnologie steigert die Wertigkeit der Immobilie
  • Schutz der Gebäudehülle durch bedarfsgerechte Lüftung
  • Modernste Ausstattung für erhöhten Wohnkomfort

4.Wohnkomfort

  • Effizienter Schadstoffabtrag
  • Bedienungsfreundlichkeit, z.B. einfache Auswahl unterschiedlichster Lüftungsmodi
  • bedarfsgerechte Lüftung, individuell anpassbar zur jeweiligen Raumeinheit
  • Leise Akustik dank speziellem Schallschutzzubehör
  • Erhalt der Wärme trotz Permanentlüftung
  • Einbruchschutz dank geschlossener Fenster
  • Gesundes und leistungssteigerndes Raumklima dank sauerstoffhaltiger und kohlenstoffdioxidarmer Luft
  • platzsparend und leicht einzubauen
  • dezent und kaum sichtbar
  • Schutz vor Pollen, Feinstaub und Gerüchen von außen
Ratgeber Wohnraumlüftungsanlage - Wohnkomfort

Planung der Wohnraumlüftungsanlage mittels Lüftungskonzept

Die Anschaffung einer Wohnraumlüftungsanlage sollte vorab gut geplant und kalkuliert werden, um mögliche spätere Probleme zu vermeiden. Ein Lüftungskonzept unterstützt die Lüftungsplanung essenziell. Für Neubauten und bei umfangreichen Sanierungen sind Lüftungskonzepte sogar erforderlich.

Wann wird ein Lüftungskonzept benötigt?

  • bei einem Neubau
  • bei der Sanierung mit einem Austausch von mehr als einem Drittel aller Fenster
  • bei der Dachsanierung mit einem Austausch von mehr als einem Drittel der Dachfläche

Mit dem Lüftungskonzept nach der Lüftungsnorm DIN 1946-6 wird der Mindestluftwechsel bestätigt, der von der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) verlangt wird. Das Konzept überprüft, ob eine Fensterlüftung in Kombination mit einer noch vorhandenen Undichtigkeit der Gebäudehülle ausreichen oder eine mechanische Lüftung für den Mindestluftwechsel benötigt wird.

Welche Daten werden zur Erstellung eines Lüftungskonzepts benötigt?

✔ Geografische Bedingungen des Gebäudes

Befindet sich das Haus in einer windstarken oder -armen Region?

✔ Fassadenausrichtung mit Fenstern

Beinhaltet die Nutzungseinheit mindestens zwei Fassadenseiten mit Fenstern, sodass eine freie Lüftung möglich ist?

✔ Geschosse der Nutzungseinheit

Eingeschossig oder mehrgeschossig? Verbundene Wohneinheiten?

✔ Angaben zur Wohnfläche und Raumanzahl

✔ Zuordnung der Räume in Nutzungskategorien

  • Feuchträume: Badezimmer, Küche
  • Wohnräume: Wohnzimmer, Aufenthaltsräume, Schlaf- oder Kinderzimmer
  • Nebenräume, z.B. Keller, Stellplätze, Abstellkammer
Blauberg Vento-Expert - Funklüfter ohne Kabel

Der Wohnraumlüfter ohne Kabel

  • Funksteuerung via App
  • Rohbauträger zum Schnelleinbau
  • Auslass via Fassade / Laibung
Ratgeber Wohnraumlüftungsanlage - Lüftungskonzept liefert nötige Informationen

Ein Lüftungskonzept liefert mit den benötigten Daten außerdem eine energetische Bewertung und umfasst einen Positionierungsvorschlag der einzelnen dezentralen Lüftungsgeräte. Neben der Wahl der Geräte soll während der Planung zudem aus einer Vielzahl an Lüftungszubehörteilen entschieden werden. Passen Sie die Lüftung an Ihre eigenen Bedürfnisse an und statten Sie die Wohnraumlüfter mit speziellen Filtern zum Schutz vor Pollen und Staub, zur Neutralisierung von Gerüchen, zum Wind- und Schallschutz aus. Dank der Flexibilität dezentraler Wohnraumlüftungsanlagen lassen sich die dezentralen Geräte auch nachträglich noch mit Lüftungszubehör versehen

Luftbude Tipp: Für einen tieferen Einblick in eine Lüftungsplanung von unterschiedlichen Wohneinheiten (Wohnungen sowie Häuser) empfehlen wir einen Einblick in unsere Lüfter-Sets. Hier haben Sie Einblick auf Positionierungsvorschläge sowie Anschaffungskosten und einer energetischen Bewertung von Musterplanungen.

Benötigen Sie Hilfe bei der Lüftungsplanung? Luftbude plant Ihre Lüftung kostenfrei & neutral

Schicken Sie uns hierfür Ihren Grundriss zu und unsere Lüftungsexperten zeichnen Positionsvorschläge aller benötigten Lüftungseinheiten direkt hier ein. Der Lüftungsvorschlag von Luftbude ist für Sie kostenlos.

Einbau und Nachrüstung einer Wohnraumlüftungsanlage

Einbau und Nachrüstung einer dezentralen Wohnraumlüftungsanlage sind deutlich leichter realisierbar als bei zentralen Wohnraumlüftern. Dies liegt vor allem daran, dass kein komplexes Rohrleitungssystem verbaut werden muss, sondern die dezentralen Wohnraumlüfter direkt in die Außenwand installiert werden können.

1) Einbau im Neubau

Schon im Rohbau Ihres neuen Eigenheims können Wandeinbaublöcke integriert werden, um eine vorgefertigte Öffnung für die Lüftungskanäle der Einzelgeräte zu schaffen. Der Lüftungskanal wird nun an den Strom angeschlossen. Problemlos können die Lüftungshülsen in das Wandeinbausystem geschoben, mit Bauschaum versiegelt und mit einer Innenblende und Wetterschutzhaube geschützt werden.

2) Nachrüsten in Bestandsgebäuden

Bei Sanierungen ist für die Nachrüstung Ihrer Lüftungsanlage eine Kernlochbohrung notwendig. Mit einem Fräsbohrer kann somit eine Öffnung in der Außenwand geschaffen werden. Nach dem Einsatz des Lüftungskanals wird der Einschub an den Strom angeschlossen.

Wie bei der Montage im Neubau müssen die Kanäle noch mit Bauschaum fixiert und mit Innen- und Außenblenden versehen werden.

Den Einbau Ihrer Lüftungsanlage können Sie entweder Experten überlassen oder mit handwerklichem Geschick selbstständig übernehmen. Lediglich den Anschluss an den Strom sollten Sie einer Fachfirma überlassen. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Lüftungsmontage.

Kosten für eine Wohnraumlüftungsanlage

Ratgeber Wohnraumlüftungsanlage - Kosten für Wohnraumlüfter

Eine dezentrale Wohnraumlüftungsanlage ist generell kostengünstiger in der Anschaffung als eine zentrale Anlage. Auch die laufenden Betriebskosten dezentraler Geräte fallen deutlich geringer aus. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht aller Kosten einer dezentralen Wohnraumlüftungsanlage

Anschaffungskosten - Kosten für Lüftungs- und Abluftgeräte
- Kosten für Lüftungsregler
- Kosten für Zubehör

Rechenbeispiele für die Anschaffungskosten:

✔ 3-Raum-Wohnung mit ca. 100 m²: 2.000 – 3.500 Euro
✔ Einfamilienhaus mit ca. 120 m²: 3.000 – 6.000 Euro

Montagekosten
(abhängig vom Bauvorhaben, Stundensätzen der Handwerker und Installateure)

Luftbude-Tipp: Bei handwerklichem Geschick kann die Montage auch selbst übernommen werden.

Kosten im Neubau:

- Verzicht auf Kernlochbohrung
- Wandeinbausystem von ca. 35 € pro Gerät mit einer Arbeitszeit von ungefähr jeweils 1,5 Stunden

Kosten bei Sanierung:

- Kernlochbohrung (KLB) notwendig
- Kosten für eine KLB zwischen 70€ - 150 €
- Ca. 2-3 Arbeitsstunden pro Lüfter

Betriebskosten ✔ Geringe Betriebskosten dank hoher Energieeffizienz
✔ Jährliche Stromkosten: ca. 4 € pro Lüfter
Kosten für Reinigung und Wartung ✔ selbstständige, kostenlose Reinigung durch die Bewohner
✔ lediglich Kosten für die Anschaffung neuer Filter (Austausch-Intervall von ca. einem Jahr wird empfohlen)

Förderung einer Wohnraumlüftungsanlage

Luftbude Tipp: Erhalten Sie Förderungen für Ihre dezentrale Wohnraumlüftungsanlage und sparen Sie bis zu 30.000 Euro bei Ihrem Hausbau! Beachten Sie bei der Planung Ihrer Lüftungsanlage frühzeitig, einen Förderantrag bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu stellen. Wenn Ihre dezentrale Anlage mit Wärmerückgewinnung nachweislich die Bestimmungen der Lüftungsnorm DIN 1946-6 einhält, können Sie Unterstützung in Form von Krediten, Tilgungs- oder Investitionszuschüssen erhalten.

Achtung: Die Förderung müssen Sie mit dem Ausfüllen eines Online-Antrags vor Beginn Ihres Bauvorhabens beantragen!

Welche Wohnraumlüftungsanlage passt zu Ihnen?

Die Wahl der passenden Wohnraumlüftungsanlage ist abhängig von vielen Faktoren:

  • Integration in Neubau oder Bestandsgebäude
  • Gebäudegröße
  • Anzahl der Raumeinheiten
  • Individuelle Bedürfnisse

Die Nachfrage nach dezentralen Wohnraumlüftungsanlagen stieg in den letzten Jahren stetig an. Dezentrale Wohnraumlüfter überzeugen mit etlichen Mehrwerten auf dem Lüftungsmarkt und werden mittlerweile mengenmäßig am meisten verkauft. Im Vergleich zur Zentralanlage weist das dezentrale System sowohl bei der Planung und dem Einbau eindeutige Vorteile auf.

Jedoch sollte beim Kauf und bei der Planung einer dezentralen Wohnraumlüftungsanlage einiges beachtet werden. Nicht nur ein guter Wohnraumlüfter, sondern vor allem einer, der zu Ihrem Gebäude und den dort vorhandenen Voraussetzungen sollte ausgewählt werden.

Luftbude unterstützt Sie dabei mit einer neutralen Fachberatung und findet mit Ihnen gemeinsam durch gezielte Fragestellungen die richtige Wohnraumlüftungsanlage für Ihre Immobilie.

Ihre Vorteile mit Luftbude auf einen Blick:

Ratgeber energetische Sanierung - Luftbude als Partner
  • neutrale und kostenfreie Fachberatung
  • aussagekräftige Lüftungskonzepte dank professionellen Lüftungsexperten
  • maßgeschneidertes und individuelles Angebot
  • Qualitätsprodukte von renommierten Herstellern zu fairen Preisen
  • Händlergarantie von 5 Jahren auf fast alle Produkte

Ihre Vorteile bei Luftbude

Neutrale Beratung

Die meisten Händler, Vertreter und Handwerker beraten nur auf einen einzigen Hersteller – unabhängig von Ihren Wünschen und Ihrem Objekt. Wir haben alle Lüftungshersteller im Portfolio und finden innerhalb einer neutralen Fachberatung die richtige Lüftung für Sie.

Kostenfreie Planung

Wir bieten Ihnen eine kostenfreie Lüftungsplanung an – auf Nachfrage sogar mit energetischer Bewertung sowie Positionsvorschlägen. Schicken Sie uns Ihren Grundriss per E-Mail zu und wir erarbeiten für Sie eine kostenfreie Lüftungsplanung.

Rundum-Service

Mit uns haben Sie einen Ansprechpartner für alle Anliegen zu Ihrer Lüftung – vor und nach der Bestellung. Wir beraten Sie neutral und planen Ihre Lüftungslösung kostenfrei. Am Telefon unterstützen wir Ihren Handwerker beim Einbau und unterstützen Sie in Zukunft bei allen Fragen.

Garantie & Umtausch

Wir pflegen langjährige Kontakte zu allen Herstellern und können unseren Kunden daher eine besondere Gewährleistung anbieten. Bislang konnten wir bei allen Anliegen eine kundenfreundliche Lösung finden – sogar nach Ablauf des Garantieanspruchs.

Unterstützung und Beratung unter:

+49 (0) 9184 - 34 90 89 9
Mo-Fr, 09:00 - 16:30 Uhr

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