Kellerlüfter - effektive Kellerbelüftung für ein gesundes Raumklima

Lüftungstechnisch stellen Keller eine Herausforderung dar. Während Sie bei oberirdischen Räumlichkeiten Fenster und Türen bedenkenlos öffnen können, um Frischluft hereinzulassen, können Sie damit im Untergeschoss auf lange Sicht Schaden anrichten. Besonders im Sommer sollten Sie vorsichtig sein. Lassen Sie feucht-warme Luft von draußen in den Keller, kühlt diese im Inneren rasch ab und kondensiert an den Wänden. Die überschüssige Nässe zieht in die Kellerwände ein und dringt schlimmstenfalls bis ins Mauerwerk vor. Dadurch drohen Schimmel und Schäden in der Bausubstanz. Dieses Problem können Sie vermeiden, indem Sie einen hochwertigen Lüfter im Keller installieren. Hierfür gibt es spezielle Kellerlüfter mit unterschiedlichen Eigenschaften.

Neue Nutzungsarten erfordern geringere Luftfeuchtigkeit im Keller

Der Begriff "Keller" entstammt dem Lateinischen "cellarium", was so viel wie Vorratskammer bedeutet. Ursprünglich dienten Keller nur als Pufferzone zum feuchten und kalten Erdreich. Es dauerte jedoch nicht lange, bis die Menschen bemerkten, dass sich die feucht-kühle Kelleratmosphäre optimal zur Lagerung von Lebensmitteln eignete. Damals galt ein Keller als trocken, wenn kein Wasser in tropfenflüssiger Form zu sehen war. Ähnliche Bedingungen bieten heutzutage beispielsweise Weinkeller. Dort liegt die relative Luftfeuchte zwischen 70 und 80 Prozent, während die Temperatur zwischen 10 und 16 °C pendelt.

Die Notwendigkeit deutlich trockenerer Keller resultiert aus dem heute völlig veränderten Nutzungsverhalten. Viele Kellerräume werden als Hobbyraum, Hobbywerkstatt, Umkleideraum, Technikraum, Waschküche oder Lager für feuchteempfindliche Dinge genutzt. Nicht selten birgt das Kellergeschoss Wohnräume, Büros und Aufenthaltsräume. Damit ist auch eine Anpassung der Luftfeuchtigkeit erforderlich. Optimal für die genannten Nutzungsarten ist ein Wert von 40 bis 60 Prozent. Um diese Luftfeuchte sicherzustellen, ist ein regelmäßiger Luftaustausch durch manuelles Lüften oder über einen Lüfter im Keller unverzichtbar.

Woher kommt die Feuchtigkeit im Keller?

Da sie tief im Erdreich liegen, sind Keller meist sehr kühl und dunkel. Die Kälte bewirkt eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Das liegt daran, dass kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann als warme Sommer- oder Heizungsluft. Dadurch sind die Untergeschosse besonders anfällig für gesundheitsgefährdenden Schimmel, Feuchteschäden und Salzausblühungen.

Dass der Keller im Sommer von allein "austrocknet" ist ein Trugschluss. Lassen Sie in diesem Irrglauben die Kellerfenster rund um die Uhr gekippt oder nutzen Sie einen ungeeigneten Kellerlüfter, erzielen Sie den gegenteiligen Effekt - mit fatalen Folgen. Die schwül-warme Sommerluft heizt den Keller nicht auf, sondern wird durch die feucht-kalte Raumluft schlagartig abgekühlt. Die Luft verliert die Eigenschaft, Feuchtigkeit zu speichern und gibt sie an den Keller ab. Das dabei entstehende Kondensat schlägt sich an der Decke, den Wänden, dem Boden und dem Mobiliar des Kellers nieder. Dadurch begünstigt es besonders hinter Möbeln, die direkt an der Wand stehen, Schimmelbildung. Zudem dringt die Nässe mit der Zeit in die Bausubstanz ein und beschädigt diese nachhaltig.

Ratgeber Kellerlüfter Bild von Wassertropfen am Fenster

Feuchtigkeit gelangt jedoch nicht nur von innen her in die Kellerwände, sondern auch über das umliegende Erdreich. Wasser hat den Drang, von einer kalten Umgebung aus in eine wärmere vorzudringen, in diesem Fall vom kalten Erdreich in das wärmere Umfeld des Kellers. Ist der Temperaturunterschied zwischen außen und innen groß genug, kann das Wasser nicht nur dicke Natursteinmauern, sondern auch Beton durchdringen. Dieses Problem kommt vor allem bei älteren Gebäuden ohne äußere Feuchtigkeitssperre zum Tragen.

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Kellerlüfter - So kriegen Sie die Feuchtigkeit aus Ihrem Keller

Grundsätzlich ist Luftfeuchtigkeit nicht automatisch etwas Schlechtes. Für jeden Raum des Hauses gibt es Optimal-Werte, die Sie möglichst konstant einhalten sollten, um eine hohe Luftqualität zu gewährleisten. Unabhängig von der Nutzungsart ist es wichtig, dass überschüssige Feuchtigkeit über die Fenster oder einen Kellerlüfter abtransportiert wird. Nur so lassen sich schlechte Gerüche und Schimmelbildung dauerhaft vermeiden.

Kellerlüfter für einen unisolierten Altbau

Nicht oder unzureichend isolierte Gebäude belüften sich zu einem gewissen Teil allein. Sie haben undichte Stellen oder Fugen, durch welche die feuchte Raumluft aus dem Keller nach draußen gelangt. In Verbindung mit regelmäßigem Stoßlüften reicht dies häufig aus, um die Luftfeuchtigkeit auf dem gewünschten Niveau zu halten.

Wenn Sie beim manuellen Lüften Ihres Kellers auf folgende Dinge achten, schaffen Sie ein angenehmes Klima und beugen der Schimmelbildung langfristig vor.

  • Beobachten Sie das Nässebild. Feuchte Flecken an den Wänden können ein Hinweis auf eine schlechte Abdichtung sein. Ziehen Sie in diesem Fall einen Fachmann zurate. Großflächige Kondensationsnässe bekommen Sie hingegen durch richtiges Lüften in den Griff.
  • Sorgen Sie täglich für Frischluft im Keller. Dadurch beugen Sie Schimmel und modrigen Gerüchen am besten vor.
  • Lüften Sie den Keller im Sommer in den frühen Morgen- und späten Abendstunden, wenn die Außenluft nicht durch die Sonne erwärmt wurde oder wieder abgekühlt ist.
  • Nutzen Sie ein Hygrometer. Das Messgerät gibt Aufschluss darüber, wann ein erhöhter Feuchtigkeitswert erreicht wurde. Öffnen Sie die Kellerfenster nicht, wenn die Außenluft-Luftfeuchtigkeit höher ist als die Luftfeuchtigkeit im Keller.
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  • Befördern Sie die Feuchtigkeit durch Stoßlüften (am besten mit Durchzug) nach draußen. Beschränken Sie sich an schwül-warmen Sommertagen auf einmal täglich. Bei kalten Temperaturen können Sie die Fenster auch mehrmals am Tag öffnen.
  • Vermeiden Sie im Winter das vollständige Auskühlen des Kellers. Mehrmals täglich stoß- und querzulüften, bringt an kalten Wintertagen mehr, als die Fenster permanent in Kippstellung zu lassen. Herrschen milde Temperaturen, ist nichts gegen angekippte Fenster einzuwenden.
  • Lüften Sie weniger bei Regen. Auch in der kalten Jahreszeit kann die Luftfeuchtigkeit der Außenluft hier höher sein als die Raumfeuchte im Keller.
  • Stellen Sie Möbel und Regale nicht direkt an die Kellerwände. Wenn Sie etwas Platz lassen, können Sie den Keller großflächiger und damit effektiver lüften.

Kellerlüfter für energetisch sanierte Gebäude

Nach einer energetischen Sanierung ist die Gebäudehülle für gewöhnlich so dicht, dass die feuchte Raumluft nur über die geöffneten Fenster oder einen Kellerlüfter nach draußen gelangen kann. Allerdings finden sich in Alt- und betagten Bestandsbauten häufig nur sehr kleine Kellerfenster, durch die kein effizienter Luftaustausch möglich ist. Spätestens, wenn Sie das Feuchtigkeitsproblem im Keller nicht durch regelmäßiges manuelles Lüften in den Griff bekommen, sollten Sie in Erwägung ziehen, einen Lüfter für Ihren Keller zu montieren.

In bewohnten Kellergeschossen sind meist größere Kellerfenster installiert, sodass Sie durch Stoß- und Querlüften die gewünschte Wirkung erzielen. Es empfiehlt sich aber dennoch, einen Kellerlüfter zu installieren, um die Räume ausreichend mit Frischluft und Sauerstoff zu versorgen.

Kellerlüfter - das sollten Sie bei der Auswahl beachten

In Neubauten wird die Belüftung der Kellerräume bereits vorab mit geplant und der Lüfter im Keller schon in der Bauphase installiert. In aller Regel wird das Untergeschoss an die Wohnhausbelüftung angeschlossen, sodass sich die Bewohner über die Luftfeuchtigkeit keine Sorgen machen brauchen. In Altbauten ist meist ein dezentraler Kellerlüfter die bessere Alternative, da er sich relativ einfach nachträglich einbauen lässt.

Hierfür gibt es verschiedene Varianten:

  1. als Abluftanlage ausgelegter Kellerlüfter
  2. als Zu- und Abluftanlage ausgelegte Kellerlüfter
  3. Kellerlüfter mit Wärmerückgewinnung

Kellerlüfter als Abluftanlage

Hierbei handelt es sich um die simpelste Form des Kellerlüfters. Feuchte oder muffige Abluft wird über ein Rohr oder Auslässe in der Hauswand nach draußen geführt. Der Lüfter im Keller ohne Wärmerückgewinnung erzeugt einen Unterdruck, durch den frische Luft durch Luftdurchlässe in Fenstern, Kellertüren oder Hauswänden nachströmt. Solche Kellerlüfter punkten durch einen geringen Kostenaufwand, ermöglichen jedoch keine kontrollierte Belüftung.

Kellerlüfter als Zu- und Abluftanlage

Diese Art von Kellerlüftern regelt sowohl die Abluft als auch die Zuluft und erlaubt damit einen kräftigeren Luftaustausch. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine besteht darin, die feuchte Abluft und die Frischluft gleichzeitig über zwei separate Lüftungskanäle nach draußen bzw. drinnen zu führen. Bei der anderen realisiert der Lüfter im Keller die Luftab- und -zufuhr abwechselnd über einen gemeinsamen Lüftungskanal.

Keller-Lüfter mit Wärmerückgewinnung

Keller-Lüfter mit Wärmerückgewinnung arbeiten im Prinzip wie Zu- und Abluftanlagen. Jedoch besitzen sie einen Wärmetauscher, über den der Abluft Wärme entzogen und auf die Frischluft übertragen wird. So lassen sich über den Lüfter im Keller bis zu 94 Prozent der Wärmeenergie zurückgewinnen. Diese Kellerlüfter sind vor allem für bewohnte Kellerräume zu empfehlen. Wer mit einer Nutzung im Schlafzimmer liebäugelt, sollte jedoch bedenken, dass die Geräte nicht völlig geräuschfrei arbeiten und hier mit entsprechendem Schallzubehör versehen werden sollten.

Ratgeber Kellerlüfter Bild von Keller

Keller-Lüfter mit Feuchtigkeitssensor - das sind die Vorteile

Aufgrund der besonderen Bedingungen eignet sich nicht jeder Lüfter für den Keller. Viele dezentrale Lüftungsanlagen berücksichtigen nur die Luftqualität im Raum, während die Feuchtigkeit und die Temperatur der von außen zugeführten Frischluft keine Rolle spielt. Dadurch kann die Luftfeuchtigkeit auch mit einem Kellerlüfter weiter ansteigen. Die Lösung sind Keller-Lüfter mit Feuchtigkeitssensor, die dank Taupunktsteuerung nur bei optimalen Bedingungen anspringen.

Wie funktioniert die Taupunktsteuerung bei einem Kellerlüfter?

Ein Keller-Lüfter mit Feuchtigkeitssensor arbeitet nur, wenn die Außenluft Feuchtigkeit absorbieren kann. Ob das der Fall ist, stellt der Lüfter im Keller eigenständig mittels automatischer Taupunktmessung fest. Hierzu werden sowohl im feuchtesten Kellerraum als auch außen am Haus Feuchte- und Temperatur-Sensoren installiert, die ständig die relative Luftfeuchte und die Temperatur in ihrer Umgebung messen. Aus diesen Werten lassen sich die jeweiligen Taupunkte errechnen und miteinander vergleichen. Der Kellerlüfter springt nur an, wenn der Taupunkt im Keller höher ist als der Taupunkt draußen.

Um eine optimale Belüftung des Kellers zu gewährleisten, empfiehlt es sich, den Lüfter im Keller als Querlüftung in den Fenstern oder der Wand zu installieren. Auf diese Weise gelangt die trockene Zuluft über eine Kellerseite nach innen, nimmt die dort vorhandene Feuchtigkeit auf und wird anschließend wieder nach außen abgeführt. Damit ist sichergestellt, dass feuchte und trockene Luft vom Lüfter im Keller nicht einfach nur durcheinandergewirbelt werden, sondern ein bestmöglicher Luftaustausch stattfindet.

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Um den unterschiedlichen Bedingungen in den verschiedenen Kellern gerecht zu werden, verfügen Keller-Lüfter mit Feuchtigkeitssensoren über diverse Konfigurationsmöglichkeiten. Ein zu häufiges An- und Abschalten des Lüfters im Keller lässt sich beispielsweise über Parameter wie die Taupunktdifferenz vermeiden. Zudem ist es meist möglich, die minimale Raumtemperatur und die Lüftungsintervalle individuell anzupassen. Letzteres empfiehlt sich vor allem bei Verwendung der Taupunktsteuerung in Kombination mit einem reinen Abluftsystem, bei dem die Gefahr einer zu starken Auskühlung des Kellers besteht.

In Sachen Kellerlüfter am besten den Fachmann fragen

Ratgeber Kellerlüfter Bild von Lüftungsberatung

Unter unzähligen Modellen den richtigen Lüfter für Ihren Keller zu finden, ist nicht ganz einfach. Um einen teuren Fehlkauf zu vermeiden, ist es ratsam, einen Lüftungsexperten hinzuzuziehen, der Sie durch eine neutrale und fachliche Beratung bei der Auswahl unterstützt. Leider sind viele Händler, Vertreter und Handwerker nur auf einen bestimmten Hersteller fokussiert und vermitteln dadurch ein sehr einseitiges und unvollständiges Bild.

Wir bieten Ihnen als unabhängiger Spezialfachhandel für Wohnraumlüftung eine neutrale Beratung zum Thema Kellerlüfter. Da wir alle Produkte selbst testen, bevor wir sie in unser Angebot aufnehmen, wissen wir genau, was jeder einzelne Lüfter im Keller leisten kann und welcher sich für welchen Keller am besten eignet. Dank eines großen Netzwerks von mehr als 4.500 Handwerkern können wir auf einen langjährigen Erfahrungsschatz zurückblicken. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch nach der Inbetriebnahme Ihrer Lüftung im Keller bei allen Fragen rund um Ihren Kellerlüfter als Ansprechpartner zur Seite.

Sollten Sie auf eine fachgerechte Kellerlüftung setzen wollen, unterstützen wir Sie gerne bei Ihrem Kellerprojekt mit einer neutralen Fachberatung sowie mit einer kostenfreien Lüftungsplanung für Ihren Keller.

Ihre Vorteile bei Luftbude

Neutrale Beratung

Die meisten Händler, Vertreter und Handwerker beraten nur auf einen einzigen Hersteller – unabhängig von Ihren Wünschen und Ihrem Objekt. Wir haben alle Lüftungshersteller im Portfolio und finden innerhalb einer neutralen Fachberatung die richtige Lüftung für Sie.

Kostenfreie Planung

Wir bieten Ihnen eine kostenfreie Lüftungsplanung an – auf Nachfrage sogar mit energetischer Bewertung sowie Positionsvorschlägen. Schicken Sie uns Ihren Grundriss per E-Mail zu und wir erarbeiten für Sie eine kostenfreie Lüftungsplanung.

Rundum-Service

Mit uns haben Sie einen Ansprechpartner für alle Anliegen zu Ihrer Lüftung – vor und nach der Bestellung. Wir beraten Sie neutral und planen Ihre Lüftungslösung kostenfrei. Am Telefon unterstützen wir Ihren Handwerker beim Einbau und unterstützen Sie in Zukunft bei allen Fragen.

Garantie & Umtausch

Wir pflegen langjährige Kontakte zu allen Herstellern und können unseren Kunden daher eine besondere Gewährleistung anbieten. Bislang konnten wir bei allen Anliegen eine kundenfreundliche Lösung finden – sogar nach Ablauf des Garantieanspruchs.

Unterstützung und Beratung unter:

+49 (0) 9184 - 34 90 89 9
Mo-Fr, 09:00 - 16:30 Uhr

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