Darum ist kontrollierte Wohnraumlüftung wichtig

Gebäudehüllen werden immer dichter: durch stärker gedämmte Fassaden und dreifachverglaste Fenster. So werden Energie- und Wärmeverluste zwar auf ein Minimum reduziert, gleichzeitig jedoch ein Luftaustausch über eine natürliche Fugenlüftung unmöglich.

Um Schimmelbildung zu vermeiden und ein gesundes Raumklima zu sichern, muss die verbrauchte Raumluft und hohe Luftfeuchten abgetragen werden.

Daher fordert die Bundesregierung für alle Neubauten und Sanierungen laut aktueller Energieeinsparverordnung (EnEV) einen Mindestluftwechsel in Wohnräumen nach DIN 1946-6.

Welche Vorteile bietet kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung?

Man verbringt circa 90 % des Tages in Innenräumen. Doch die Luft im Inneren ist bis zu zehn Mal stärker mit Schadstoffen belastet als die Außenluft.

Wie entstehen diese Schadstoffe und eine erhöhte Feuchtigkeit?

• Ausdünstungen verschiedener Baumaterialien
• Elektrosmog
• Chemikalien aus Reinigungsmitteln
• Kochen und Wäsche trocknen
• Duschen und Baden
• Kerzen anzünden
• Atmen

Welche Auswirkungen hat eine schlechte Raumluft? Nachweislich steigt das Asthmarisiko um 40 % durch das Wohnen in feuchten oder mit Schimmel belasteten Gebäuden. Wobei Kinderzimmer häufig am stärksten mit Schadstoffen belastet sind. Eine schlechte Raumluft führt zu gereizten Augen, Nase und Rachen, Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen und Müdigkeit. Langfristige Folgen sind Atemwegs- und Herzerkrankungen. Jährlich sterben weltweit ca. 3,3 Millionen Menschen vorzeitig an den Folgen von Luftverschmutzung. In der Großstadt zeigt sich die Brisanz der Thematik in den Dieselfahrverboten innerhalb der Innenstadt. Auch auf dem Land ist Luftverschmutzung ein wichtiges und unterschätztes Thema, hohe Feinstaubbelastung, Düngung und Massentierhaltung sorgen für eine ungesunde Luftqualität.

Ob Stadt- oder Landleben: dezentrale Lüftungsanlagen garantieren eine saubere und gesunde Raumluft. Denn dezentrale Lüftungsanlagen tragen die verbrauchte Raumluft sowie anfallende Feuchtespitzen verlässlich ab und sorgen somit für eine kontrollierte Wohnraumlüftung. Durch zahlreiche Zusatzfunktionen, Zubehör wie Filter oder nutzerfreundliche Bedienelemente integrieren sich Lüftungsgeräte für eine dezentrale Wohnraumlüftung ideal in verschiedene Raumkonzepte.

Was ist nun für die Planung und Gerätewahl Ihrer kontrollierten Wohnraumlüftung wichtig? Achten Sie bei der Gerätewahl unbedingt auf die Angaben zum Luftvolumenstrom (LVS), denn dieser Wert ist eng verknüpft mit der entstehenden Schallentwicklung. Relevant ist hierbei: Welcher LVS wird jeweils in den einzelnen Lüftungsstufen erzielt und welche Schallemissionen werden dadurch erreicht?

Hinweis: Oft verschleiern Angaben zu niedrigen Schallwerten in geringer Lüftungsstufe die eigentlichen Real-Werte. Achten Sie daher unbedingt auf die notwendigen Leistungen aus Ihrem Lüftungskonzept: Welche Auslegung wird ausgewiesen (Bsp: Nennlüftung)? Wie viele Geräte werden mit welcher Leistungsstufe benötigt?

Achtung: Die Auslegung auf „Feuchteschutz“ stellt eine minimale Grundlüftung dar und sichert den Bestand ohne Bewohner vor Feuchtigkeit. Wenn das Gebäude bewohnt werden soll, empfehlen wir unbedingt die Auslegung auf Nennlüftung oder höher (Intensivlüftung).


Checkliste: Das ist für Ihre kontrollierte Wohnraumlüftung wichtig

  • Lassen Sie sich von einem Experten beraten. Am besten ist jemand, der Ihr Bauvorhaben sowie die Installation komplett begleitet.
  • Vertrauen Sie auf das Fachwissen etablierter Hersteller für Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung.


Tipp:
Weisen Sie Ihren Lüftungsplaner und Handwerker auf typische Planungs- oder Einbaufehler hin, die wir Ihnen im Ratgeber zur Schallentwicklung zusammengestellt haben

  • Wählen Sie ein Gerät aus, das nicht nur mit dem Preis, sondern auch der Leistung überzeugt. Da Sie die Lüftungsgeräte zur kontrollierten Wohnraumlüftung regelmäßig für die Reinigung öffnen, sollte das Material entsprechend hochwertig sein. Billigkonstruktionen und minderwertige Materialien verlieren schnell an Qualität, haben eine geringere Lebensdauer und sorgen meist für unnötigen zusätzlichen Schall
  • Entscheiden Sie sich für eine Lüftungsanlage mit hochwertiger Verarbeitung und Qualität - diese Geräte überzeugen mit Langlebigkeit. Das Qualitätssiegel „Made in Germany“ oder eine langjährige Garantieleistung sind ein Indiz hierfür. Etablierte Hersteller bieten Ihnen zudem 5-Jahresgarantie.
  • Achten Sie auf die korrekte Angabe der technischen Werte einer Anlage, relevant sind Werte wie Normschallpegeldifferenz, Wärmerückgewinnung, Schallemission und Luftvolumenstrom. Diese können in Prüfprotokollen öffentlicher Institutionen (Bsp: Tüv oder DIBt) nachgelesen werden, die die Hersteller auf Nachfrage versenden.
  • Suchen Sie sich ein Lüftungsgerät mit hoher Energieeffizienz aus: ideal sind Anlagen für eine bedarfsgeführte Lüftung mit der höchsten Energieeffizienzklasse A+. Hierfür spielt auch der Grad der Wärmerückgewinnung eine entscheidende Rolle.

 

Was ist kontrollierte Wohnraumlüftung und wie funktionieren dezentrale Lüftungsanlagen?

Bei der dezentralen, kontrollierten Wohnraumlüftung handelt es sich um eine mechanische, mittels Ventilator unterstützte Lüftung. Die dezentralen Lüftungsanlagen sind äußerst flexibel plan- und einsetzbar. Jeweils zwei Geräte kombinieren sich zu einem Lüftungspaar, sodass die kompakten Einzelgeräte paarweise in die Außenwand des Hauses oder der Wohnung eingesetzt werden und anschließend den Luftstrom durch Ihren Wohnraum leiten. Für eine dezentrale Wohnraumlüftung ist kein zentrales Lüftungsgerät mehr notwendig, welches ein verzweigtes Rohrleitungssystem verwaltet (Vergleich Lüftungsanlagen). Vielmehr wird durch die verschiedenen, gezielt platzierten Lüftungsgeräte ein auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes Lüften möglich. Daher können Sie einzelne Räume oder gesamte Wohnbereiche individuell ansteuern und je nach Bedarf belüften. So ist beispielsweise in Feuchträumen wie Badezimmer, Küche oder Waschraum ein intensiveres (Ab)Lüften als im Wohnzimmer notwendig – da hier je nach Aktivität mehr Feuchtigkeit entstehen kann, die schnellstmöglich abgetragen werden sollte.

Das Lüftungspaar sorgt mit dem integrierten Reversierventilator für den Wechsel von Zu- und Abluft und somit für eine kontrollierte Wohnraumlüftung. Für die Lüfter ist ein ausgeglichener Luftvolumenstrom notwendig, der über eben diesen paarweisen Betrieb umgesetzt wird. Das bedeutet, die Lüftungsgeräte arbeiten im Gegentakt: Durch ein Gerät wird verbrauchte, warme Raumluft nach außen abgetragen, während das zweite Gerät frische Außenluft in den Raum führt. 70 Sekunden dreht sich der Reversierventilator in eine Richtung und wechselt anschließend die Laufrichtung für den periodischen Wechsel zwischen Ab- und Zuluftmodus. Hierfür tauschen die Geräte ihre Rollen und wechseln von Abtragen zu Zuführen. Aufgrund der unterschiedlichen Luftrichtungen wird diese Lüftungsvariante auch als Push- und Pull-Prinzip bezeichnet. Es gibt auch spezielle dezentrale Einzelraumgeräte (Twin), die beide Luftströme in einem Gerät verwalten – in den Räumen mit solch einem Twin-Gerät kann auf die paarweise Anordnung verzichtet werden.

Hinweis: Dezentrale Lüftungsanlagen überzeugen mit einer hohen Energieeffizienz.  Wärmerückgewinnung und ein geringer Stromverbrauch sorgen hierfür.

Einziger Nachteil dezentraler Wohnraumlüftungsanlagen kann bei ungünstiger Planung eine Geräuschentwicklung durch Außen- und Eigenschall sein. Jedoch reduzieren stets verbesserte Schalldämmlösungen die diese geringen Geräuschbilder. In unserem Ratgeber zur reduzierten Geräuschentwicklung von dezentralen Geräten zeigen wir Ihnen, wie Sie jeden Lüfter leise bekommen.

Neben verlässlichem Luftaustausch sorgen dezentrale Lüftungsanlagen auch für eine energieeffiziente Wärmerückgewinnung: so geht Ihnen warme Heizungsluft bei der kontrollierten Wohnraumlüftung nicht verloren. Mit der Verbindung von kontrollierter Wohnraumlüftung und Wärmerückgewinnung sparen Sie also nachhaltig Heizkosten durch die regenerative Methode der Wärmespeicherung. Wärme wird zuerst durch den im Inneren der Lüfter integrierten Speicher aufgenommen, um dann an die einströmende Frischluft abgegeben zu werden: dies sorgt für die hohe Energieeffizienz dezentraler Lüftungsanlagen. Für die Speicherung der Wärme trotz Zufuhr an Frischluft sorgt ein Keramikwärmespeicher im Inneren der Lüftungsanlage. Dieser nimmt die Wärme der verbrauchten Innenluft beim Transport nach außen auf. Anschließend ändert sich die Drehrichtung der Ventilatoren beider Lüftungsgeräte. Nun strömt frische Luft von außen in den Wohnraum. Die einströmende Luft wird mit der gespeicherten Wärme angereichert. Mit der Wärmerückgewinnung können bis zu 93 % der Wärme erhalten und gespeichert bleiben.


Bestandteile des dezentralen Lüfters und Aufbau der Lüftungsanlage


Bei dezentralen Lüftungsanlagen werden die Lüftungsgeräte stets paarweise verbaut. Sie müssen jedoch nicht beide Lüfter in einem Raum platzieren. Die zwei Geräte können via Überströmöffnungen miteinander kommunizieren, für diese Querlüftung genügen kleine Türspalte, sodass ohne Probleme raumübergreifend geplant werden kann. Durch dieses Prinzip wird der gesamte Wohnraum effektiv mit Frischluft durchströmt.
Zudem erhalten Sie Systeme, bei denen der Luftaustausch über einen Kreuzstromwärmetauscher realisiert wird.

Aus diesen Bauteilen besteht ein dezentrales Lüftungsgerät:

  • Innenblende mit Luftfilter
  • Reversierventilator
  • Keramikwärmespeicher
  • Wandeinbauhülse
  • Wetterschutzhaube

Bestandteile dezentraler Lüfter zur kontrollierten Wohnraumlüftung: Innenblende

Innenblenden verschließen die Innenabdeckung des Lüftungssystems und enthalten standardmäßig einen Staubfilter. Entscheiden Sie sich für eine Innenblende, die nach allen Seiten gekippt werden kann. So wird der Luftstrom nach oben oder unten geleitet. Für eine angenehme Geräuschreduzierung erhalten Sie Innenblenden für Ihre Wohnraumlüftung auch mit Schalldämmeinsatz. Bei diesen Varianten ist natürlich der Betrieb in Schallschutzstellung (oben) möglich. Innenblenden sind unkompliziert in der Handhabung – beispielsweise durch den Schnellverschluss, der durch einfache Druckbewegung bedient wird. Als Zubehör können Sie verschiedene Spezialfilter wählen und mit diesen den Standardstaubfilter ersetzen. Als Spezialfilter können Sie folgende wählen:

  • Pollenfilter: diese Filter beseitigen allergene Partikel
  • Feinfilter: diese Filter beseitigen feine Ablagerungen in der Luft
  • Aktivkohlefilter: Entfernung Ablagerungen, Gerüche und Schadstoffe


Die Handhabung ist auch bei der Wartung unkompliziert. Da die Komponenten gut erreichbar sind, können Sie die Filter problemlos und ohne Expertenhilfe wechseln.

Bestandteile dezentraler Lüfter zur kontrollierten Wohnraumlüftung: Reversierventilator

Der Ventilator gewährleistet die Frischluftzufuhr und die Luftabführung. Der Ventilator wechselt im Reversierbetrieb im regelmäßigen Zeitintervall seine Drehrichtung, so dass sich Ab- und Zuluft im ungefähren Minutentakt abwechseln. Ein stetiger Wechsel von Zu- und Abluft wird im Modus Wärmerückgewinnung umgesetzt.

Achten Sie bei Ihrem Reversierventilator auf eine geringe Leistungsaufnahme von 1 – 3 Watt. Geräuscharme, langlebige Ventilatoren laufen in der Regel im Dauerbetrieb.

Bestandteile dezentraler Lüfter zur kontrollierten Wohnraumlüftung: Keramikwärmespeicher 

Keramikwärmespeicher bieten aufgrund ihrer Isolation eine effektive Wärmedämmung und sorgen mittels Regenerator-Prinzip für eine Wärmerückgewinnung. Durch abwechselndes Auf- und Entladen des Innenkerns mit der durchströmenden Raumwärme, kann die Raumwärme gespeichert und erhalten werden. Durch den Richtungswechsel des Luftvolumenstroms kann bis zu 93 % der Raumwärme an die Frischluft wieder hinzugegeben werden. Leistungsfähige Industriekeramik sowie die spezielle Bauform als Wabenstruktur vergrößern die Oberfläche für den Wärmeaustausch und schaffen dadurch eine hohe Wärmekapazität.

Außerdem ist der Werkstoff Keramik äußerst langlebig und hygienisch. Da Sie die Keramikeinheit unkompliziert und schnell entnehmen können, ist der Keramikspeicher einfach zu reinigen. Säubern Sie die Komponenten unter fließendem Wasser. Eine Fachfirma ist bei dezentralen Geräten nicht notwendig.

Bestandteile dezentraler Lüfter zur kontrollierten Wohnraumlüftung: Wandeinbauhülse

Wandeinbauhülsen erhalten Sie als runde Wanddurchführung, die Sie direkt in die Außenwand einsetzen. Mit der Wandeinbauhülse integrieren Sie den Wärmespeicher, den Ventilator und weitere Zubehörteile.

Das stabile Material passen Sie an Ihre Wandstärke an und schneiden es in der gewünschten Länge zu. Ein eingebautes Gefälle sorgt dafür, dass möglicherweise entstehendes Kondensat über die Wetterschutzhaube abgeführt wird und somit nicht die Fassade beschädigt.

Luftbude Tipp: Besonders einfach funktioniert die Montage mit vorgefertigten Wandeinbaublöcken. Mit diesen gelingt der Einbau ohne Kernbohrung: Integrieren Sie den Block schnell und einfach in Ihren Neubau, sparen Sie Montagezeit und verhindern Sie damit typische Einbaufehler.

Bestandteile dezentraler Lüfter zur kontrollierten Wohnraumlüftung: Wetterschutzhaube

Die Wetterschutzhaube deckt das Lüftungssystem an Ihrer Fassade von außen ab und schützt Ihre dezentrale Lüftungsanlage vor Witterungseinflüssen. Hochwertige Materialien wie beschichteter Edelstahl sind besonders langlebig. Wählen Sie die Beschichtung passend zu Ihrer Fassade, beispielsweise in den Farben Weiß, Grau und anthrazit-Nord. Weitere RAL-Farben erhalten Sie auf Wunsch passend zu Ihrer Fassadenfarbe. Die Abtropfkante führt etwaiges Kondensat ab und verhindert ein Eindringen in die Fassade. Standardmäßig enthaltene Schutzgitter wehren tierische Besucher ab.

Aufbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung

Bevor Sie Ihre Wohnraumlüftung installieren können, müssen die notwendige Luftmengen für den Mindestluftwechsel berechnet und die Lüftungsanlage sowie die Anzahl benötigter Geräte geplant werden. Sie können für Ihre Lüftung einen flexiblen Einbauort wählen. Wichtig für Ihre Berechnung sind die Luftvolumenströme (LVS).

Hinweis: Dezentrale Lüftungsanlagen sind beispielsweise über die KfW förderfähig, lassen Sie sich über Ihre Möglichkeiten beraten.

Ist alles soweit geklärt, werden die Lüfter in die Außenwand installiert, indem eine Öffnung für das Gerät geschaffen wird. Für den Einbau in einem Neubau ist es empfehlenswert, entweder Mauersteine auszulassen und fertige Wandeinbaublöcke einzusetzen. Wollen Sie die Lüftungsanlage bei Ihrer Sanierung einbauen, müssen Sie mittels Kernlochbohrung eine Öffnung in eine bestehende Außenwand bohren. Anschließend schäumen Sie die entstandenen Durchlässe der Wandeinbauhülsen ein und setzen den Wärmespeicher mit Ventilator ein. Mit einer Wetterschutzhaube und einer Innenblende decken Sie abschließend das dezentrale Lüftungssystem außen und innen ab.

Tipp: Eine detaillierte Beschreibung für Ihre Montage finden Sie hier.

Individualisieren Sie Ihre Anlage mit umfangreichem Zubehör für Ihre persönlichen Anforderungen:  Neben verschiedenen Spezialfiltern wie Pollen-, Fein- oder Aktivkohlefilter können Sie Sensortechnik wie CO2-Sensoren oder Feuchtesensoren an die Regelungssysteme anschließen. Die Sensoren messen die Raumwerte und können bei Abweichungen auf diese mit einer höheren Lüftungsintensität reagieren. So bleibt die Qualität Ihrer Raumluft stets konstant.

Mit einer Zonensteuerung Ihrer Lüftungsanlage programmieren Sie mittels Wochenschaltuhr die Lüftung einzelner Zonen und können somit auf regelmäßige Lüftungsintensitäten reagieren. Planen Sie beispielsweise eine stärkere Lüftung im Bad für Ihr morgendliches Duschen ein oder eine reduzierte Lüftung im Schlafzimmer für das nächtliche Einschlafen (Lüftungssteuerung).

Lüftungstipp: Ändern Sie im Sommer einfach den Betriebsmodus: Lüften Sie weniger am Tag und lassen Sie hingegen in der Nacht vermehrt kühle Luft einströmen (Richtig Lüften). Mit dem Modus Wärmerückgewinnung bleibt die Wärme auch tagsüber außerhalb Ihres Wohnraumes. Die Wärme der Frischluft wird im Keramikspeicher gespeichert und mit der verbrauchten Raumluft wieder abgegeben – genau gegensätzlich zur normalen Anwendung. Merken Sie sich: Die Wärme bleibt dank Wärmetauscher immer auf der Seite der Wand, von der sie kommt.

Einbau kontrollierter Wohnraumlüftung bei Neubau und bei Sanierung

Dezentrale Lüftungsanlagen für die kontrollierte Wohnraumlüftung sind in der Regel einfach installiert und das bei Neubau und auch bei Ihrer Sanierung. Hierfür müssen die Lüfter in die Außenwand eingesetzt werden. Ist die Wandöffnung bereits vorbereitetet, kann die Montage pro Lüftungsgerät in weniger als einer Stunde umgesetzt werden. Denn Sie müssen weder Kanäle für Ihre Lüftung verlegen noch auf spezielle Besonderheiten bei der Wartung Rücksicht nehmen. Im Gegensatz zu dezentralen Lüftungsanlagen ist die Planung und Installation zentraler Anlagen hingegen wesentlich komplizierterer und kostenintensiver. Auch beim Preis für den Einbau können dezentrale Wohnraumlüfter punkten: denn kurze Einbauzeiten und günstigere Materialkosten sparen (Kosten dezentraler Lüftungsanlagen). Eine ausführliche Montageanleitung dezentraler Lüftungsgeräte finden Sie hier.

Hinweis: Der Stromverbrauch dezentraler Anlagen ist für die kontrollierte Wohnraumlüftung mit etwa 4 Euro pro Gerät im Jahr kostengünstig und auch geringer als der Betrieb von Zentralanlagen. Im Winter können Sie außerdem auf ein energieaufwendiges Vorheizregister verzichten.

Wartung und Reinigung kontrollierter Wohnraumlüftung

Bei Ihrer Anlage zur kontrollierten Wohnraumlüftung können Sie auf einen Wartungsvertrag verzichten, da Sie Ihre dezentrale Lüftungsanlage einfach selbst reinigen können. Die Reinigung funktioniert in wenigen Schritten. Sie benötigen lediglich ein feuchtes Tuch zum Auswaschen der Einzelteile und einen Pinsel zum Reinigen des Ventilators.

Tipp: Nicht alle Filter sind auswachbar. Bestellen Sie sich Ihre Spezialfilter alle 6 Monate einfach über das Internet nach (Bsp: Feinstaubfilter, Aktivkohlefilter, Pollenfilter).

Benötigen Sie einen Hinweis zum regelmäßigen Reinigen Ihrer Anlage? Hierbei unterstützen einige Regler mittels einer integrierten Erinnerungsfunktion.

Wenn Sie sich für eine kontrollierte Wohnraumlüftung entschieden haben, folgen Sie den nächsten Schritten:


  1. Lüftungskonzept gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) erstellen

  2. Förderung beispielsweise bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen

  3. Lüftungsanlage einbauen lassen

Als erstes benötigen Sie eine Lüftungsplanung, die den Bedarf Ihrer Wohneinheit überprüft und die entsprechenden Notwendigkeiten an Lüftungsvolumen und -umfang festlegt. Bedenken Sie hierbei auch die Regeln der Energieeinsparverordnung (EnEV) und etwaige Förderung und Förderprogramme, um Ihre kontrollierte Wohnraumlüftung bezuschussen zu lassen. Ein Lüftungsberater steht Ihnen unterstützend zur Seite und hilft auch bei Fragen rund um den Förderungsantrag. Wir von Luftbude bieten Ihnen eine Beratung und erste Anstöße zur Thematik, so profitieren Sie von unserem Expertenwissen und finden schnell das passende Gerät für Ihre kontrollierte Wohnraumlüftung.

Beginnen Sie Ihre Lüftungsplanung mit einem Lüftungskonzept von Luftbude.

Der Mindestluftwechsel betrifft den Luftaustausch in Räumen und Gebäuden, sodass das Raumklima gesund und der Gebäudeschutz gewährleistet ist. Durch den Luftwechsel werden erhöhte Stoffkonzentrationen in der Raumluft begrenzt und Feuchtigkeit im Gebäude abgebaut. Eine effektive Variante, um diesen Luftwechsel verlässlich zu erhalten, ist eine dezentrale Lüftungsanlage.

 



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Eine Vierköpfige Familie produziert beispielsweise innerhalb von 24 Stunden 1.800 Liter CO2 und 10 Liter Wasser.

Sicher fragen Sie sich vor Ihrem Neubau oder Ihrer Sanierung: Warum sollte man die Zusatzkosten für eine dezentrale Lüftungsanlage investieren?

 

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